Lassen Sie mich einige Ansichten und Ideen mit Ihnen zu Ostern 2026 teilen.
Die evolutionäre Natur und/oder das leblose allgemeine Sein und/oder der lebende Gott haben die Welt, in der wir leben und deren Teil wir sind und uns Menschen, wohl über Millionen Jahre entwickelt oder innerhalb von 7 Ewigkeitstagen geschaffen, was vermutlich für das Endergebnis in heutigen Tagen relativ egal ist. Wir sind in unseren Ansichten als Ergebnis unserer jahrhundertelangen Forschungen, die wir heute fälschlicherweise für „Wissen“ halten, so weit gekommen, dass wir davon ausgehen müssen, dass wir Menschen in den letzten 150000 Jahren entwickelt wurden mit einem Genpool, der sich über Millionen Jahre in der Welt der Tiere entwickelt hat oder aber wir wurden so geschaffen, wie wir sind, mit einer Welt von genetischen Informationen in Jedem von uns, einerseits einzigartig als Individuum und doch gleich, alle zur gleichen (Tier)-Art „Mensch“ gehörend.
Egal, welche Entwicklungsgeschichte wir glauben, unsere genetischen Gegebenheiten werden sich innerhalb dieser 150000 oder 3000 bis 4000 Jahre nicht so grundlegend geändert haben, dass sie sich seinsmässig ausgewirkt haben. Wir tragen eine genetische Information in uns, die ein menschliches Sein bedingt, in dem Krankheit (nach unserer heutigen Definition) einfach Teil unseres Seins ist. Wir könnten auch sagen „Unser So-sein, wie wir sind, ist ein untrennbares Gemisch von Krankheit und Gesundheit“. Unsere genetische Information enthält beides so ineinander verwoben, dass es nicht voneinander trennbar ist. An einzelnen Punkten oder Genen werden wir das können. Die unsichtbare Grenze des Möglichen wird nicht weit sein. Wir sind kaum für langes Leben entwickelt und auch nicht für Leben in Wohlstand oder gar Reichtum. Unsere erdliche Umgebung, das Gleichgewicht der Lebewesen, deren Eines wir Menschen sind, bedingte in den letzten 150000 Jahren genauso wie in den letzten 3000 bis 4000 Jahren ein Leben in engen Grenzen, unter anderem auch mit sehr begrenztem Nahrungsangebot.
Im Gleichgewicht unter den Lebewesen früherer Zeiten, in unserer ökologischen Nische, waren Gene überlebensfördernd, die gute Futterverwertung und gute Abwehr aller Kleinst- bis Grösstlebewesen ermöglichten. Es kam nicht darauf an, dass Menschen länger leben mussten als bis die Nachkommen wieder Nachkommen hatten. Unser langes Leben war sehr wahrscheinlich für die evolutionäre Natur eher eine Behinderung, ein unnützer Luxus. Wie das leblose allgemeine Sein und/oder der lebende Gott sich das dachten, kann ich nicht sagen.
Für das Überleben in einem Gleichgewicht der Lebewesen in den letzten 150000 oder 3000 bis 4000 Jahren war die Abwehr gegenüber der Konkurrenz durch andere Lebewesen besonders wichtig. Wir konkurrier(t)en um die Ressourcen, um die Überlebensmöglichkeiten innerhalb unserer gemeinsamen Grenzen, unseres gemeinsamen Revieres. Lebewesen und darunter Menschen starben meistens im Konkurrenzkampf um die Nahrung, um das Revier und im Kampf mit- bzw. gegeneinander. Das führt(e) meist dazu, dass wir nahe des Zenits unseres Lebens starben und dass uns das Altern, der gesundheitliche Abstieg über Jahrzehnte bis ins Pflegeheim, weitgehend erspart blieb.
Die Krankheiten, mit denen wir es heute unter Bedingungen von Wohlstand oder gar Reichtum zu tun haben, sind weniger und weniger die Kampfkrankheiten (Infektionskrankheiten aller Art), sondern unsere sogenannten „Zivilisationskrankheiten“. Jetzt ist gute Futterverwertung plötzlich von Nachteil. Ohne genug oder sogar ohne zu viel Nahrung ist Übergewicht mit seinen vielen Folgeerkrankungen (Bluthochdruck, Verkalkung aller möglichen in die Organe führenden Blutgefässe im Herzen, im Hirn, in den Organen und Gliedern unseres Körpers mit wieder einer Menge Folgeerkrankungen), an Diabetes mellitus Typ 2 (Alterszucker), an Gelenkerkrankungen und -verschleiss und noch vielen anderen Krankheiten selten. Die hohe Anzahl heute steigert die Kosten.
Bis zum Zenit unseres Lebens ist Krebs selten. Erst danach wird er häufig und verursacht uns Kopfzerbrechen und hohe Gesundheitskosten.
Die Natur setzte uns einer Menge an Stoffen aus, auf die wir Menschen allergisch reagieren konnten. Dass wir die Anzahl dieser Stoffe als Folge unserer technischen Anwendung nach wissenschaftlicher Entdeckung und Entwicklung und als Folge unserer darauf beruhenden Lebensweise auch noch stark erweiterten und damit die Zahl unserer möglichen und auch tatsächlichen Allergien stark vergrösserten, ist Ausdruck unserer menschlichen Weisheit.
Erkrankungen an körperlicher und seelischer Überlastung werden sehr wahrscheinlich mit zunehmendem Leistungsdruck, unter den wir uns ja selbst stellen oder stellen lassen, an Zahl zunehmen. Wer, ausser uns Menschen, zwingt uns dazu? Müssen wir wirklich immer maximalen Wohlstand oder gar Reichtum haben (den ja wir erarbeiten müssen), immer in allem die Ersten, Besten, Schnellsten etc. sein? Burn out, Übermüdung, Abgespanntheit sind doch logische Folgen, eher keine Krankheiten, sondern menschliche Dummheiten.
Wer immer an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit fahren und arbeiten muss, darf sich nicht wundern, wenn aus Versehen die Grenze auch überschritten wird und dann mit dem Tod bezahlt wird. Zu schnell in die Kurve mit dem Auto, zu unachtsam im Gedränge, zu mutig auf dem dünnen Eis oder an der Felswand oder im Wasser oder heute gar im Weltraum … Das war es dann. Krankenhaus mit entsprechenden Kosten oder das Grab.
Wir entdecken heute in unseren Gesundheitssystemen, dass mit zunehmendem Alter die Kosten steigen. Inzwischen sind sie in Höhen gestiegen, die uns einen Kollaps erahnen lassen. Das Thema hatten wir übrigens vor einem halben Jahrhundert zu Beginn meines Studiums schon in gleicher Weise und die von unseren Wissenschaftlern, Medizinern und Politikern innerhalb dieser 50 Jahre angebotenen Gegenmassnahmen sind noch immer die gleichen wie damals und offenbar so erfolglos wie damals. Selbst die Frauen Gesundheitsministerinnen und ein Herr Professor Dr. med. Karl Lauterbach haben daran nichts geändert. Ist das vielleicht eine menschliche Gegebenheit, die wir gar nicht ändern können? Wir sind bereits tief in der Gesundheitskostenfalle ohne Ausweg? Die Verlängerung unseres Lebens folgt offenbar keiner exponentiell steigenden Kurve, die damit verbundene Steigerung unserer notwendigen Arbeit und der Gesundheitskosten aber schon! Verstehen wir da etwas nicht oder falsch?
Unsere Wissenschaftler, Ärzte und Techniker in Pharmafirmen und medizinischen Gerätefirmen und Organersatzfirmen entwickeln ohne Überlegung und ohne Selbstkritik unverdrossen Möglichkeiten weiter, die unser Leben verlängern. Dass das unsere Kosten weit über unsere Möglichkeiten und damit über unsere unsichtbaren Grenzen hinaus steigern könnte und dass damit unser Erfolg zu unserem Misserfolg werden könnte, ist offenbar nicht denkbar? Erleben wir auch da eine, nein, gleich mehrere Grenzen unseres Menschseins?
Ich fürchte, die Begrenzungen unseres menschlichen und erdlichen Seins führen dazu, dass, völlig egal, welche Entstehung von Materie und Leben wir glauben und ob wir einen Gott glauben oder nicht, unser Erfolg zu unserem Misserfolg wird. Unsere Zukunft als Menschheit insgesamt könnte der Zukunft der Mayas in Südamerika gleich sein. Wenn wir die derzeitige Demographie offenbar aller sogenannt „entwickelten“ Länder nehmen, die eine geringere Geburten- als Sterberate aufweisen (obwohl wir in Wohlstand leben), was in früheren Zeiten die Entwicklung und Existenz der Menschheit zuverlässig verhindert hätte und heute eine gute Voraussetzung zur Entwicklung wie bei den Mayas ist, dann ...
Für alle Die, die eine evolutionäre Natur ohne ein lebloses allgemeines Sein oder gar einen lebenden Gott glauben, stellt sich die schwierige und herausfordernde Aufgabe, unsere unüberwindbaren unsichtbaren Grenzen doch zu überwinden. Viel Erfolg! Oder wir kehren mit unserem Weltbild um und erforschen unsere realen Grenzen und halten uns in Zukunft an diese und leben innerhalb dieser Grenzen? Unsere heutige Wissenschaft, so wie wir sie denken und betreiben, ist dazu offenbar gar nicht in der Lage?
Wie das als an ein lebloses allgemeines Sein Glaubende sein kann oder ist, müssen Diejenigen sagen, die das glauben. Ich kenne mich da nicht genügend aus.
Für alle Die, die an den lebenden Gott glauben, wobei ich nicht sicher bin, ob da Alle an den gleichen Gott glauben, stelle ich hier klar, dass ich an den lebenden Gott denke, der von den Juden und Christen aus Kenntnis der entsprechenden textlichen Überlieferungen wie der Thora, dem Talmud und weiterer altjüdischer Zeugnisse sowie der Bibel der Christen, berichtet wird. Ob da der Islam mit Allah und dem Koran oder andere Religionen mit ihren heiligen Büchern und Göttern dazu gehören, muss ich einfach offen lassen mangels Kenntnis all dieser Schriften, Bekenntnisse und Religionen. Das übersteigt meine Möglichkeiten.
Die Schriften der Juden und Christen berichten von einer Erschaffung der Materie und des Lebens einschliesslich uns Menschen durch den lebenden Gott. Wie die Welt und wir Menschen in diesem Zustand funktionierten, weiss ich nicht. Der lebende Gott selbst beurteilte sein Werk im damaligen Zustand mit „gut“. Gleich danach wird vom ersten Ungehorsamsfall der Menschheit (Eva und Adam) berichtet, der zum Ausschluss der Menschen aus dieser Welt führte oder vielleicht auch einfach dazu, dass die geschaffene Welt und wir Menschen nicht mehr so funktionierten, wie der lebende Gott sich das dachte. Dieser erste Ungehorsam führte zu immer weiterem Ungehorsam und wenn wir die Thora oder das alte Testament der Bibel lesen, dann erfahren wir die Folgen immer wiederkehrenden Ungehorsams über Jahrhunderte. Ungehorsam bedeutet „Ich will anders als Du, lebender Gott! Ich will, wie ich will!“ Das kommt offenbar beim lebenden Gott nicht gut an. So hatte er sich seine erschaffene Welt mit uns Menschen nicht gedacht. Er hatte sich offenbar eine friedliche, kooperative, achtungsvolle oder sogar liebende Lebensweise miteinander, natürlich mit ihm selbst zusammen, vorgestellt? Da passte unser erster Ungehorsam natürlich nicht und jeder weitere Ungehorsam natürlich noch weniger. Da wir Menschen in Abwesenheit und Ablehnung von Gottes Vorstellungen für alles selbst sorgen müssen, was wir geniessen wollen und uns gegen alle Mitmenschen in gleichem Ungehorsam behaupten müssen und das nicht einmal selbst ändern können, ist unsere eigene Entwicklung der Hölle doch kaum verwunderlich? Alle Gesellschaftskritik und Anklage Anderer in den Medien und Schriftzeugnissen aller Art in den letzten Jahrhunderten zeugen von dieser Entwicklung und Klimawandel mit ansteigendem Meeresspiegel (Sintflut?), zunehmender Spannung der Wetterverhältnisse mit mehr lokaler Trockenheit und mehr lokaler Feuchtigkeit in Form von Unwettern aller Art, höhere Hitzegrade und anderes, sind doch nicht verwunderlich? Wir heizen mit kräftigem Energiege- und -verbrauch aller Art, also Hitzeentwicklung, auch noch weiter fröhlich ein. Sich zunehmend gegen die Anderen behaupten zu müssen, wird doch sehr wahrscheinlich eher zu mehr Krieg und mehr Toten (bei schon abnehmender demographisch bedingter Anzahl der Erdenbewohner) führen.
Wir Menschen entwickeln unsere Hölle selbst und merken es nicht einmal. „Hölle“ bedeutet einfach „Leben in Abwesenheit und Abkehr vom lebenden Gott“. Nichts weiter. Alles andere ist einfache Folge des ersten Ungehorsamsfalles. Der lebende Gott kennt keine Moral. Die ist ihm egal. Er kennt nur Gehorsam oder Abkehr von seinem Willen und seinen Vorstellungen. Das entscheidet. Wer z.B. den Propheten Jesaja im alten Testament liest, bekommt eine Vorstellung von Gottes Ärger über den Ungehorsam der Juden und Israelis damals, aber sicher über unseren Ungehorsam heute in gleicher Weise.
Interessanterweise behielt der lebende Gott seine Schöpfung auch nach dem ersten Ungehorsamsfall bei. Er warf sie und uns nicht einfach in den Müll, was wir erwarten mussten. Er schuf sich eine neue. Wahrscheinlich hätte er das Problem bei Schaffung eines unabhängigen Wesens wie dem Menschen, das in Freiheit und in friedlicher, kooperativer, achtungsvoller oder sogar liebender Lebensweise mit ihm zusammen leben sollte, immer wieder? Der Gehorsam von uns Menschen diesem lebenden Gott gegenüber muss freiwillig sein und wenn der Ungehorsam doch geschieht, dann ist die Entwicklung der Hölle, des Raumes und Lebens in Abwesenheit und Abkehr vom lebenden Gott, unausweichlich. Gott schafft nicht in jeder Ewigkeitswoche eine neue Welt, nur weil wir Menschen ungehorsam wurden. Aber dieser Ungehorsam bedingt „Hölle“ (Abwesenheit und Abkehr vom lebenden Gott mit allen Folgen für uns Menschen). Wer A sagt, also ungehorsam ist, muss auch B sagen, also die Folgen der Abkehr vom lebenden Gott aushalten. Die Entwicklung der Hölle muss der lebende Gott nicht einmal selbst in Gang setzen. Er schuf nur die Möglichkeit dazu. Wir nutzten diese Möglichkeit des Ungehorsams mit der Folge unserer Höllenentwicklung, in der wir nun unsere Zukunft verbringen werden, es sei denn ...
Seit meiner Jugend suchte ich nach Auswegen aus dieser Hölle. Parallel suchten viele Wissenschaftler, Techniker, Politiker und Andere im letzten halben Jahrhundert gleichfalls nach Auswegen aus unserer verfahrenen Situation. Lösungen fanden sie bisher offenbar nicht. Heute, am 2. April 2026 lese ich Äusserungen von Herrn Prof. Dr. Timo Wollmershäuser vom Münchner Ifo-Institut, dass wir uns wohl in Zukunft in Deutschland mit 0-Wachstum begnügen müssten. Erstens gibt es kein 0-Wachstum und zweitens halte ich die Aussage angesichts unserer menschlichen Relativität immer noch für weit zu optimistisch. Es ist eine Frage meines Weltbildes (meiner Vorurteile, meiner Prämissen, meiner Ansichten), wie ich die Welt sehe und wie ich die gemessenen Zahlen deute. Ich fürchte, unsere menschliche Relativität als führende Tatsache in unserem Weltbild würde eine andere Beurteilung nötig machen und vor allem eine ganz andere Entwicklung vorhersagen. Unser jetziges Weltbild, unsere jetzigen Vorurteile, leiten uns nur in die falsche Richtung. Aber das werden wir ja erleben. Ich kann das auch nicht vorhersehen. Ich bin kein Prophet. Die oder der Realität werden es uns zeigen.
Ich muss Ihnen leider gestehen, dass ich auch wenige Tage vor meinem 70. Geburtstag keinen irdischen Ausweg gefunden habe und Ihnen also keinen nennen kann. Die Homogenität unserer Erde und von uns Menschen diesbezüglich macht das auch höchst unwahrscheinlich. Sogar den Weltraum beziehen wir inzwischen mit ein. Wir wollten ihn nur friedlich nutzen und hatten das in Verträgen miteinander unwiderruflich vereinbart, aber spätestens seit etwa 2020 haben wir als Menschen unsere eigenen Grundsätze über Bord geworfen und rüsten im Weltraum auf, so schnell wir können. Ist das nicht ein Wettlauf in die falsche Richtung? Könnte uns hier wohl ein Teufel reiten? Sind wir doch nicht allein in unserer Hölle? Wenn wir sie sowieso selbst nicht einhalten, dann brauchen wir solche Verträge oder Gesetze gar nicht abzuschliessen oder zu erlassen. Welchen Sinn soll das haben?
Einigen geht es ja noch so gut, dass sie unsere Erde noch nicht für die Hölle halten. Unser Wunsch, dass es bei ihnen so bleibe und bei allen Anderen doch so werde, hat extrem geringe Chance auf Verwirklichung.
Als Folge unserer menschlichen Relativität angesichts eines lebenden Gottes, der ganz anders will, als wir wollen (sonst bräuchten wir ja nicht auf unseren eigenen Willen und unser eigenes Ich zu bestehen), halte ich einen irdischen Ausweg (dazu gehört auch der Weltraum) inzwischen für sehr unwahrscheinlich. Selbst ein Selbstmord aus depressiven oder anderen Gründen ist keine Garantie dafür, dass wir nach unserem Tode nicht doch in irgendeiner uns unbekannten Form weiter leben und mit diesem lebenden Gott zu tun haben. Wir sind nicht Schaffender, sondern Geschaffene oder Entwickelte. Wir haben nicht einmal die Freiheit zu entscheiden, ob wir sein wollen oder nicht und das sogar, egal ob wir an einen lebenden Gott glauben oder nicht. Wir können allenfalls entscheiden, nicht mehr auf der Erde leben zu wollen.
Ostern 2026 erinnert uns zunächst an den Kreuzestod Jesu, Karfreitag. Nach unserem ersten und allen weiteren Ungehorsamsfällen sagte Gott nicht „Schwamm drüber. Ich drücke beide Augen zu. Lebt Ihr wie Ihr wollt und ich lebe wie ich will.“ Nein, er nahm seine geschaffene Wirklichkeit so ernst, dass er nicht schummelte, nur damit es irgendwie doch geht. Schummeln ist menschlich (Ausser bei Ihnen. Sie schummeln natürlich nicht.). Auf Ungehorsam stand von Beginn an eigentlich die Todesstrafe. Ab in den Müll. Dann würde es uns schon lange gar nicht mehr geben. Nein, nun schummelt der lebende Gott doch und zugleich auch wieder nicht: Er lässt seinen eigenen Sohn für uns sterben. Damit übernimmt er das eigentlich verhängte Todesurteil für uns selbst, bzw. sein Sohn tut es. Das ist es, was Gott als seine Liebe ansieht und beschreibt, nicht, „Ich lasse einfach 5e grade sein. Lebt, wie ihr wollt, dann eben ohne mich.“ Das ist ja dann unsere Hölle.
Kurze Zeit später erweckt er Jesus wieder zum Leben. Ostersonntag. Damit beginnt die neue Schöpfung und die neue Welt des lebenden Gottes, „die nicht von der hiesigen Welt ist“. Im Glauben und Vertrauen auf diesen Jesus vergibt Gott uns die Schuld unseres Ungehorsams und Eigenwillens und unserer Abkehr vom lebenden Gott. In diesem Glauben lädt er uns in seine neue Schöpfung ein. Das ist es, wenn der lebende Gott von seiner „Liebe“ spricht. Er redet nicht von irgendeinem „Liebesgefühl“, von Sympathie oder Empathie, von Einhaltung irgendeiner Moral (die wir uns dann ja meist sogar selbst zusammengezimmert haben und dann doch nicht einhalten). Nein, mein Sohn ist gestorben für Euch. Das ist meine Liebe. Nicht weniger. Aber das war es dann auch. Keine Diskussion! „Ich bin der Herr, Dein Gott!“ „Ich bestimme hier!“ Wenn es mir, dem lebenden Gott gut geht, dann wird es auch Euch gut gehen. Im Gehorsam diesem lebenden Gott gegenüber liegt unsere Chance, nicht im „Ich will, wie ich will! Ich will meine Freiheit!“. Mit mir lebt ihr gut. Ohne mich seit ihr in der Hölle.
Mit der später noch zu feiernden Himmelfahrt Jesu verlässt Jesus dann unsere Welt. Gott überlässt seine und unsere alte Schöpfung uns ungehorsamen Menschen und einem offenbar auch existierenden Teufel, der uns in unserem Ungehorsam noch bestärkt. Wie er das tut, ist eine hoch interessante Frage, die wir hier heute aussparen. Seitdem befinden wir uns in der „Hölle“, in der gottlosen Schöpfung, im Reiche des Teufels. In den ersten 300 Jahren haben die Menschen ihr Christsein daher meist mit dem vorzeitigen Tod bezahlt. Hölle eben. Dann wurde das Christentum Staatsreligion, wurde zur Religion der Reichen und Herrscher. Nun wurden viele Untergebene zum Christentum gezwungen. Ich habe in den genannten Schriften keinen Auftrag zu diesem Handeln gefunden. Seitdem und bis heute haben sich selbst für Christen haltende Menschen immer wieder mit der Waffe für Jesus und seine Sache eingesetzt und gekämpft, sogar gegeneinander. Unsere Welt soll doch bitte wieder „heil“ werden. Wir kämpfen auch dafür und arbeiten hart dafür. Seit dem Kreuzestod Jesu haben aber weder der lebende Gott noch Jesus darum gebeten, mit der Waffe (gleich welcher Art) für ihn zu kämpfen noch diese Welt heil zu machen. Wir haben auch gar keine Chance auf Erfolg. Mit der Waffe in der Hand werden wir zum Bösen und werden wir die Lebensverhältnisse für unsere Kinder nur verschlechtern. Heil, ein Ausweg aus unserer Hölle auf Erden, gibt es nur an einer Stelle, ausserirdisch, im Glauben und Vertrauen auf diesen Tod und die Auferstehung Jesu Christi.
Er hat unsere Welt aufgegeben. Dann brauchen wir uns nicht schon wieder ungehorsam dagegenzustellen und zu sagen „Wir wollen aber doch diese, unsere Welt „heil“ haben!“. Natürlich leben wir noch in dieser Welt und so müssen wir sie so sauber wie möglich halten und für Nahrung und vieles andere sorgen, das für unser Leben und das unserer Nachkommen nötig ist, aber keine „heile Welt“ als Ziel. Ohne Arbeit ist kein Geniessen möglich, ausser durch Ausbeutung Anderer. In den genannten Schriften fand ich keine Empfehlung an uns, Andere auszubeuten. „Ora et labora!“ „Bete und arbeite!“
Im Vertrauen auf Jesu Opfertod und Auferstehung für uns dürfen wir auf Aufnahme in Gottes neue Welt hoffen, als Bittende. Unser Ungehorsam gegen ihn selbst macht eigenen Stolz „Ich habe doch moralisch gut gelebt“, „Siehe meinen Reichtum“, „Ich habe mir den Himmel verdient“, „Ich habe für Dich gekämpft“ zur Selbstanklage. Und dann?
Ich war bisher nicht in Gottes Neuer Welt. Ich kann nur einige Ideen, meine Ansicht, aus der Entwicklung und den Schriften ableiten und zu bedenken geben:
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er auch in der neuen Welt selbst Gott sein will und ist, also der Schöpfer und der, der bestimmt. Auch in der neuen Welt wird er unseren bedingungslosen Gehorsam fordern, damit seine neue Welt so funktioniert, wie er sich das denkt. „Ich will aber, wie ich will, also anders!“ wird da nicht möglich sein oder gleich wieder zum Weg ab in die Hölle führen. Ich habe weder in den Schriften noch in der Entwicklung Hinweise dafür gefunden, dass er dort einfach Chaos zulässt, weil Jeder will wie er selbst will und Jeder wieder anders. Theokratie in göttlicher Form, weder menschliche Diktatur, noch menschliche Demokratie. Wer also zu diesem Gehorsam Gott gegenüber freiwillig nicht bereit ist, braucht auch gar nicht erst auf die Vergebung durch den Tod und die Auferstehung Jesu zu hoffen. Das ist dann sinnlos. Ich fürchte, der tatsächliche Himmel ist nicht der Himmel, wie wir ihn uns vorstellen. Unsere Vorstellung von „Himmel“ ist ein Märchen und das sogar im Himmel, also nur Wunschtraum. Vergessen wir das Märchen. „Im Leben mit mir und in Übereinstimmung mit mir, dem lebenden Gott, wird es Euch gut gehen, denn so werde ich Euch lieben, aber „Ich will, wie ich will“ wird für euch zur Hölle.“
Ich bin nicht sicher, dass bei einer Erschaffung der Welt, wie sie vor 3000 bis 4000 Jahren beschaffen gewesen sein wird, die Entwicklung eines wissenschaftlichen und technischen Zeitalters überhaupt vorgesehen war. Gottes neue Welt wird höchst wahrscheinlich nicht so sein, wie wir uns nach unseren Wünschen heute den Himmel vorstellen (mit sich biegenden vollen Tischen vom Feinsten, Autos, Flugzeugen, Ferien, Frieden trotz maximalem Egoismus und Freiheit, Gewinne auf Kosten Anderer zu haben und zu tun und zu lassen, was man selbst will). Nein, Himmel nach unseren Vorstellungen wird Gottes neue Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sein. Das wird eine Überraschung und wir müssen sie annehmen, wie sie nach des lebenden Gottes Vorstellungen ist.
Optimismus? Realismus? Pessimismus?
Wer optimistisch nur seinen eigenen Willen durchsetzen will und davon nicht abrücken will, hat allen Grund, Pessimist zu sein. Ich fürchte, da besteht keine Chance. Das ist das Schicksal, wenn man, wie wir Menschen, Geschaffene oder Entwickelte sind und nicht selbst Gott, also Schöpfer oder grösser als die evolutionäre Natur.
Optimist, also die rosarote Brille tragen wollen, kann man im Blick auf die Erlösung durch Jesus Christus. Aber stellen Sie sich vor, der „Himmel“ ist nachher doch ganz anders, als Sie ihn sich vorstellen. Ihr „Himmel“ ist womöglich ein Märchen. Ich wäre da doch lieber vorsichtig, eher pessimistisch.
Ich habe mein Leben lang versucht, die Realität möglichst ungeschönt und auch nicht verschlechtert zu begreifen, zu verstehen, zu beschreiben und dann auch in Sinnzusammenhänge einzubinden. Ergebnisse liegen Ihnen vor. Aber ich kann nicht beurteilen, wie realitätsnah meine Ansichten sind.
„Ich bin ein alter, dummer, weisser Mann“. Ich weiss nicht, was ich nicht weiss und weiss daher nicht, ob meiner Ansicht nicht etwas entgegenstehen könnte, sodass meine Ansicht keinem Wissen entspricht. Ich kann nicht eine Minute in die Zukunft sehen (muss deshalb im Strassenverkehr den Mindestabstand einhalten) und muss damit rechnen, dass ich schon nach einer Minute mit meinen Ansichten eines besseren belehrt werde. Weder die evolutionäre Natur, noch das leblose allgemeine Sein noch der lebende Gott haben mir ihre Bau- oder Schaffungs- oder Entwicklungspläne überreicht, sodass ich nachschauen könnte, ob meine Ansichten damit übereinstimmen, also richtig und Wissen wären. Ich weiss nicht, ob ich ein Rätsel gelöst habe. Ich lebe in einer geheimnisvollen Welt eines geheimnisvollen lebenden Gottes und bin selbst ein Geheimnis und das wird wohl auch so bleiben.
Bitte glauben Sie keine meiner Ansichten unkritisch. Sie sind es sich selbst schuldig, die genannten heiligen Bücher und vielleicht auch einige andere und wissenschaftliche Untersuchungen und anderes zu studieren und vor allem Ihr erlebtes Leben sehr (selbst)-kritisch zu hinterfragen und sich selbst Ansichten zu verschaffen. Zweifeln Sie sehr viel und glauben Sie nur ganz wenig. Dann haben Sie und ich vielleicht eine Chance, an der richtigen Stelle zu glauben und an den vielen falschen Stellen auch nicht zu glauben. Überzeugen Sie sich selbst. Mich hat das mein ganzes Leben beschäftigt. Weniger wird es wahrscheinlich auch Sie nicht kosten.
Bitte seien Sie jetzt ganz vorsichtig mit dem Ziehen von Konsequenzen. Vermutlich bereitet uns alles Kosten, auch das, was wir kostenlos bekommen und vermutlich hat auch alles Folgen, selbst das, von dem wir glauben, dass es keine Folgen habe. Wir wissen ja nicht, was wir nicht wissen, zumindest ich nicht, Sie sicher schon?
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen jedes Jahr ein richtiges Fest aus Anlass von Ostern! Dem lebenden Gott und seinem Sohn Jesus wollen wir sehr, sehr dankbar sein.