Methoden und Untersuchungsverfahren

So untersuchen wir Sie:

1. Breiten Raum nimmt vor allem bei der ersten Untersuchung oft die Befragung nach Vorgeschichte und Beschwerden ein. Auch später kann solch eine intensivere Befragung ganz nützlich sein. Überhaupt hat sich herausgestellt, dass für die Diagnosestellung und angemessene Therapie der Kopf des Spezialisten viel wichtiger ist als die Messergebnisse.

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2. Zur bildlichen Darstellung der Lunge benutzen wir unverändert die alt bekannten Röntgenbilder.
3. Zentrale Messung ist natürlich die Lungenfunktion in Ruhe mit einigen Zusatzmessungen bei speziellen Fragen.
4. Die Empfindlichkeit der Bronchien bzw. Lunge testen wir weiter mit der Metacholin-Provokation
5. Sauerstoff und Kohlendioxid messen wir im Blut in Ruhe und unter Belastung und zur Einleitung und Optimierung einer Sauerstofftherapie.
6. NO-Messung als Massstab für asthmatische Entzündung.
7. Allergologische Untersuchungen: Prickteste und weitere Testverfahren. Wir testen individuell.                       Die Hyposensibilisierung als Therapie bieten wir Ihnen an.
8. Polygraphien können wir ambulant und zuhause sehr effizient durchführen. Wir können qualifizierte Schlafapnoediagnostik durchführen und unter gewissen Bedingungen auch Therapien einleiten. Manche Patienten überweisen wir gezielt in Zentren für differenziertere Untersuchungen und Therapie.
9. Ultraschall von Rippenfell und Bauch.
10. Auf Grund langjähriger Erfahrungen untersuchen und behandeln wir auch Kinder mit Atemwegserkrankungen.
Das Paracelsus-Spital in Richterswil hat uns die Möglichkeit eingeräumt, in seiner Ambulanz zu bronchoskopieren. Das ist eine wertvolle Ergänzung für uns.
2014 wurde ich auch zum Gutachter der Gutachtenstelle Einsiedeln berufen. Dort werden vor allem Gutachten für IV-Renten erstellt.
Die Fort- und Weiterbildungen und die technischen Neuerungen helfen uns, Ihnen immer die bestmögliche Medizin anbieten zu können.

Impfungen:

Grippeimpfungen für Personen über 65 Jahren, chronisch Kranke und im Gesundheitswesen Tätige. Sie können die Impfung zum Anlass nehmen, mit uns einen Kontrolltermin zu vereinbaren und die Impfung in diesem Rahmen durchzuführen. Wenn die letzte Vorstellung bei uns noch nicht lange her ist, können wir die Impfung auch ohne ärztliche Untersuchung kurzfristig durchführen. Sie sollten sich aber möglichst gesund fühlen und nicht bereits an einem Infekt leiden. Für den Winter 2017/18 haben wir keinen Impfstoff mehr.
Pneumokokkenimpfungen werden chronisch Kranken und Personen über 65 Jahren empfohlen. Wir können Sie impfen. Wiederholungen werden derzeit nicht offiziell empfohlen.
Pertussis (Keuchhusten): Es treten immer mal wieder Erkrankungen auf. In den letzten Jahren hat die Zahl zugenommen. Da im Kindesalter viele Kinder geimpft werden, tritt die Erkrankung nicht mehr wie früher typischerweise im Kindesalter auf. Die Immunität nach einem durchgemachten Keuchhusten wie auch nach der Impfung reicht offenbar meist für etwa 40 Jahre. Da die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist, infizieren sich jetzt vorzugsweise Menschen im mittleren oder hohen Lebensalter. Der Keuchhusten heilt in diesem Lebensalter wieder ab. Da brauchen wir keine Sorge zu haben. Aber er kann seine Opfer über Monate mit starkem Husten quälen. Insbesondere Asthmakranke und Menschen mit COPD leiden dann sehr heftig unter der Erkrankung. Husten bis zur Bewusstlosigkeit oder Rippenbrüche sind dann nicht so selten.
Der Impfstoff wird in Kombination mit Tetanus angeboten. Ab dem 30. Altersjahr sollte bei den Impfungen gegen Tetanus auch an Keuchhusten gedacht werden. Sie können sich damit sehr viel mehr Ärger ersparen als beispielsweise durch eine Grippe- oder Pneumokokkenimpfung. An die Keuchhustenimpfung wird noch viel zu wenig gedacht.
Neuerdings wird empfohlen, alle zehn Jahre die Pertussis-Impfung mit der Tetanus-Impfung zusammen aufzufrischen.

(Schweizer Empfehlungen für den Check-up in der Arztpraxis, Schweizerisches Medizin-Forum, Heft 15(43), 2015, S. 974-980)

(Die Rückkehr des Keuchhustens: was tun? René Tabin, Schweizerisches Medizin-Forum, Heft 52-53, 2015, S. 1216-7)

 

2 Gedanken zu “Methoden und Untersuchungsverfahren

  1. Yvonne Axthelm

    Wir waren gemeinsam auf Kreuzfahrt 2016 im April am gleichen Tisch ! Leider wussten wir nicht , dass das Jahr einen bösen Ausgang nimmt! Unser lieber Vater ist nach 10 Tagen einer nicht nachvollziehbaren Lungenentzündung verstorben! Was wir als Laien nicht verstehen können! Wir suchen deshalb immer noch nach Erklärungen!

    1. Sehr geehrte Frau Axthelm

      Was Sie schreiben ist schlimm und ich möchte Ihnen auch unbekanntermassen meine herzliche Anteilnahme aussprechen. Ich kann Ihnen diese Erkrankung und den Tod auch nicht erklären. Die Antwort auf die Warumfrage kann nur ein Anderer geben.
      Ich hoffe, dass ich Sie nicht kränke, wenn ich einmal den Blick von der anderen Seite auf diese Erkrankung werfen möchte. Vor noch nicht viel mehr als 100 Jahren ist etwa jeder Zweite, der an einer Lungenentzündung erkrankte, nach kurzer Zeit daran verstorben. Seit die Medizin die Antibiotika hat, ist dieser Prozentsatz in den tiefen einstelligen Bereich gesunken und wir erleben diesen schrecklichen Ausgang nur noch sehr selten. Da haben wir grosses Glück, heute zu leben. Die Resistenzentwicklung der Antibiotika macht uns zwar grosse Sorgen und bereitet uns Kopfschmerzen. Aber auch heute noch werden die aller-, allermeisten durch die Antibiotika wieder gesund, nur eben einige wenige nicht, wie Ihr Vater.
      Wir Mediziner können inzwischen allerhand, aber am Ende bleiben wir doch immer die Verlierer und die Betroffenen leider mit uns.

      Ich wünsche Ihnen, dass die Wunde bald wieder heilt und dass Sie auch ohne Ihren Vater wieder Mut und Freude zum Leben finden.
      Freundliche Grüsse

      W. Flade

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