Gleichheit, Gleichberechtigung und Individualität
Die evolutionäre Natur und/oder das leblose allgemeine Sein und/oder der lebende Gott haben mit der Entwicklung oder Schaffung von Leben auf diesem Globus gegenüber der rein leblosen und materiellen Welt eine Vielzahl von Exemplaren oder Individuen entwickelt oder geschaffen. Individualität ist offenbar ein Ziel oder eine Regel der evolutionären Natur und/oder des leblosen allgemeinen Seins und/oder des lebenden Gottes. Und es spricht eine ganze Menge dafür, dass die Drei (oder könnte es sogar noch einen Unbekannten, einen vierten geben?) noch nicht einmal fertig sind, sondern dass sie immer noch fleissig entwickeln und schaffen und vor lauter neuen Ideen und Freude daran die Individualität und Diversität noch immer vergrösserten, wenn da nicht...
Individualität und Gleichheit und in der Folge auch Gleichberechtigung sind aber ein Gegensatzpaar, die sich gegenseitig eher ausschliessen. Individuum bin ich dort, wo ich nicht Du bin und als Individuum nicht wie Du bin und umgekehrt auch. Das schliesst Gleichheit und Gleichberechtigung weitgehend aus. Trotzdem haben diese Drei aber Gleichheit und damit auch Gleichberechtigung entwickelt und geschaffen, z.B. in der Einheit von Dir und mir, z.B. als Mann und als Frau der gleichen Art, in unserem Falle der Tierart „Mensch“. Interessanterweise haben die evolutionäre Natur und/oder das leblose allgemeine Sein und/oder der lebende Gott die Entwicklung dieser beiden Individuen nur in Kombination ihrer Unterschiedlichkeit möglich gemacht. Wenn die Tierart „Mensch“ weiter auf diesem Globus leben will, dann müssen Frau und Mann zusammenfinden und das nicht nur in einem Raum, sondern sogar in einem Bett und sogar mit Sex. Viel Vergnügen und Orgasmus dabei!!! Nachkommen und damit der Fortbestand der Art sind an diese Bedingungen geknüpft. Wenn da zwei Gleiche gemeinsam ins Bett gehen, dann ist das für den Fortbestand der Tierart „Mensch“ unbedeutend (und doch nicht unbedeutend, denn je mehr Exemplare dieser Tierart das tun, desto mehr gefährden sie doch den Fortbestand ihrer Art oder zumindest ihrer Familie oder ihres Volkes).
Leider haben die Drei (oder müssen wir da noch Jemanden dazu denken?) dann die Entwicklung der Individuen von Menschen, bis sie endlich selbstständig und erwachsen sind, so langwierig und spannungsreich gestaltet, dass es unsere Geduld als Eltern und Menschen in der Neuzeit weit überstrapaziert. Da haben uns die Drei und in der Folge sogar wir selbst als Paar uns aber ein oder sogar mehrere Eier ins Nest gelegt, dass es unsere Geduld und Kraft schier übersteigt. ... Alternative: Wir haben keine oder weniger Kinder, als eine ausgeglichene Demographie braucht, mit allen persönlichen Folgen und den Folgen für unsere Art. Die Folgen sind enorm.
Individualität und Gleichheit bzw. Gleichberechtigung sind also Kontrahenten und doch zugleich eine Symbiose. Es spricht viel dafür, dass wir an diesem Spannungsverhältnis als Menschen, wenn wir Menschen mit Fleisch und Geist (was immer das ist) bleiben wollen, nichts ändern können. Wir können die Verhältnisse zueinander in geringen Massen verändern, aber je mehr wir das zu einer Seite hin auflösen wollen, desto spannungsreicher und unmenschlicher werden wir auf der anderen Seite, obwohl wir alle vollständig Individualisten sein wollen, aber auch vollständig gleich und gleichberechtigt sein wollen. Ist das nicht ein Zustand wie: Wir wollen Beides haben, den Feufer und das Weggli, die Ware und das Geld? Hatten wir nicht eigentlich schon als Kinder gelernt, dass das gar nicht geht? Wir können nur eines von beiden haben oder beide nur teilweise, zusammen 100%?
Schauen wir uns mal Beispiele an aus unserer Umgebung, in der wir leben. Stellen Sie sich bitte 5 gleiche Wassergläser auf den Tisch in eine Wanne und füllen alle völlig unterschiedlich weit mit Wasser. Nun nehmen Sie sich ein kleineres Gefäss und füllen es mit Wasser bis zum Rand und giessen in jedes der Gläser jeweils den ganzen Inhalt des kleineren Gefässes. Für jedes andere Glas wird das kleine Gefäss wieder bis zum Rand gefüllt, damit wir alle Gläser gleich behandeln. Wir wollen ja schliesslich jedes Glas gleichberechtigen. Achtung! Es könnte Wasser überlaufen. Ergebnis: Nun sind alle Gläser gleich voll. Wir haben sie ja alle gleichberechtigt oder gleich behandelt. Also sind sie ja nun auch gleich. Wie? Bei Ihnen ist das Ergebnis anders? Haben Sie es falsch gemacht? Nein, bei mir ist es auch so. Wenn ich alle Gläser gleichberechtigen wollte oder gleich machen wollte, dann müsste ich sie ungleich behandeln. Durch Gleichbehandlung werden die Gläser nur in der Unendlichkeit gleicher, aber die Gläser sind gar nicht unendlich. Dann laufen sie einfach über. Das ist eine interessante Feststellung, die völlig gegen unsere Intuition, völlig gegen unser Gefühl und unseren Willen verstösst. Wenn ich die Gläser gleichstellen will, muss ich sie ungleich behandeln!
Sie haben 5 Familien, die in einer Stadt wohnen, aber in unterschiedlichen Häusern wohnen, auf unterschiedliche Art ihr Geld verdienen und unterschiedlich viel Geld verdienen, unterschiedlich viele Kinder haben und sicher auch in anderen Angelegenheiten unterschiedlich sind. Was passiert, wenn Sie jeder Familie 1000 Dollar oder Euro oder Franken geben, um sie auf gleiche Weise zu unterstützen? Sie wollen ja schliesslich Alle gleichberechtigen und daher gleich behandeln.
Dann müssen die fünf Familien Steuern für die 1000 Mäuse bezahlen. Die 1000 Mäuse müssen ja irgendwo her kommen. Da zahlen die Einen fast keine Steuern, die Anderen mehr und ein Pärchen sogar mehr als die Hälfte. Das ist aber eine Ungleichbehandlung, oder? Völlig ungleiche Ergebnisse!
Das Paar mit zwei Verdienern und ohne Kinder merkt den Rest der 1000 Mäuse gar nicht und legt sie mit auf dem Sparbuch zu 3 % Zinsen an. So werden die paar versteuerten Mäuse langsam ein bisschen mehr. Unbedeutend.
Das zweite Paar mit einem Verdiener und vier Kindern, denn das zweite Elternteil ist mit den Kindern vollständig beschäftigt, wird sicher weniger Steuern bezahlen, aber braucht natürlich für die vier Kinder viel mehr Geld. Der Rest der 1000 Mäuse geht alleine schon für das Essen und die Miete eines Monats drauf. Ja, aber kleiden müssen sich die Kinder doch auch. Also, ein bisschen mehr als die 1000 Mäuse oder der Rest der 1000 Mäuse hätte es schon sein dürfen. Oder?
Wir brauchen gar nicht weiter zu gehen. Ihre Fantasie reicht völlig aus, um sich drei weitere Familien vorzustellen und bei jeder dieser Familien wird das Ergebnis sehr wahrscheinlich wieder anders sein. Das war jedenfalls bei all meinen Beispielversuchen so. Ich habe etliche in Zahlen nachgerechnet.
Ergebnis? Wir werden also feststellen müssen, dass wir durch Gleichbehandlung weder Gleichheit noch Gleichberechtigung erreichen. Vielleicht bekämen wir Gleichheit oder Gleichbehandlung durch Ungleichbehandlung? Das wäre ja schon eine Beobachtung. Würden wir bei vollkommen ungleicher Behandlung Gleichheit oder Gleichberechtigung erreichen? Zumindest in der Theorie wäre das denkbar. Bei den unterschiedlich mit Wasser gefüllten Gläsern wäre das denkbar und wir würden das wahrscheinlich auch ausrechnen und ausführen können. Die fühlen sich ja auch nicht ungleich behandelt (zumindest erfahren wir davon nichts). Probieren Sie es mal, denn ohne den Versuch wirklich ausgeführt zu haben, bleibt er ja nur Theorie und die Praxis unterscheidet sich von der Theorie bekanntlich doch oft. So sind wir Wissenschaftler bzw. denken und handeln wir wissenschaftlich.
Aber bei den Familien? Behandeln Sie mal Menschen ungleich, damit Sie sie gleich behandeln. Glauben Sie, dass das auch nur Eine oder Einer versteht, glaubt und in seinem Leben als Erkenntnis auf Dauer in sein Weltbild einbaut? Die Fülle von Faktoren, die in den Familien den Wert des Geldes ausmachen, wird es uns wahrscheinlich völlig unmöglich machen, sie alle nach ihren eigenen Wertvorstellungen gleich zu behandeln und damit gleich zu berechtigen. Am Ende kommt dann noch dazu, dass zwei Familien sich gegenüber den anderen benachteiligt fühlen und anfangen, darum zu kämpfen, dass sie noch ein bisschen mehr bekommen, damit sie sich gleichberechtigt fühlen. Denn erstens wissen wir bei so vielen Faktoren ja gar nicht, wann zwei Familien wirklich gleich behandelt oder gleich berechtigt wurden und zweitens wollen wir ja nach der Gleichberechtigung doch lieber noch ganz intransparent in aller Stille ein bisschen gleicher sein als die Anderen, denn das ist ja der unausgesprochene, vielleicht nicht einmal gedachte, Sinn von Gleichberechtigung. Ich bin doch besser als Du und mit gleichen Voraussetzungen erreiche ich jetzt mehr als Du (z.B. im sportlichen oder wirtschaftlichen oder schulischen Wettkampf).
Wir wollen doch nur deshalb gleich sein, um im Konkurrenzkampf wenigstens einen gleichen und nicht einen benachteiligten Stand am Start zu haben. Da wir uns für besser halten, werden wir dann schon gewinnen, also besser, reicher, schneller als die Anderen werden. Damit aber haben wir selbst die Gleichheit oder die Gleichberechtigung bereits wieder zerstört, die wir vorher gefordert hatten. Und wir tun das mit vollem Bewusstsein und mit ganzem Willen und kämpfen darum. Können wir noch dümmer sein? Und wir halten uns doch für gebildet, sind auf's Gymnasium gegangen und haben studiert, promoviert und lehren Andere, was wir wissen und was richtig ist und merken den Widerspruch in uns selber nicht? Da gleichen sich heute beide Geschlechter.
Wahrscheinlich müssen wir nicht nur bei den Kindern im Kinderzimmer, sondern auch bei uns Erwachsenen in der Politik und Wirtschaft davon ausgehen, dass Gleichheit und Gleichberechtigung gar nicht möglich sind, vor allem dann nicht, wenn wir auch noch Individuen und damit individuell unterschiedlich sein wollen. Gleichheit und Gleichberechtigung auf der einen Seite und Individualität auf der anderen Seite schliessen sich gegenseitig weitgehend aus und doch wollen wir in unserer Person beides und sogar noch beides zugleich.
Warum schreiben wir dann Gleichberechtigung und Gleichheit und individuelle Freiheit und freie Persönlichkeitsentwicklung zugleich in unsere Verfassungen, wenn sie sich gegenseitig doch ausschliessen? Klar, unsere Vorfahren wünschten sich das so und sie wollten das Prinzip verwirklichen: Bei uns gibt es den Feufer und das Weggli, die Ware und das Geld zugleich. Unsere Verfassungen funktionieren also nach der Devise: Wir wollen unsere Träume oder auch unsere Märchen wahr machen und per Verfassung oder Gesetz schaffen wir das auch (auch wenn das in der Realität gar nicht möglich ist). Der Unterschied zwischen Schein und Sein.
Wie sollen denn Politiker Gesetze machen, die zwei sich gegenseitig ausschliessende Kräfte in einem Vorgang zum Zusammenwirken bringen sollen? Das kann doch gar nicht gehen und wir erleben es ja in den letzten gut hundert Jahren, dass die Gesetze an Zahl und Differenzierung und Komplexität laufend zunehmen, dass aber Gleichheit und Gleichberechtigung kaum erreicht werden. Sonst müssten wir ja nicht mehr so bis auf's Messer darum kämpfen. Wir müssten doch längst mindestens ein Zwischenziel erreicht haben?
Meines Wissens sind Hinweise gefunden worden, dass schon vor 3000 Jahren Sklavenaufstände stattfanden, weil sie so nicht mehr leben konnten und weil sie wenigstens ein bisschen Freiheit und Gleichheit von den Herrschern, den Herren und deren Angehörigen haben wollten. 3000 Jahre und wir Männer haben es nicht geschafft, das sinnvoll zu regeln? Wenigstens ein bisschen mehr Gleichheit sollte doch inzwischen herausgekommen sein, oder? Das ist wirklich beschämend, nein, vernichtend für uns Männer. Wir Männer (einschliesslich mir) gehören auf den Müll der Geschichte. Meine Damen und liebe Jugend, verzeihen Sie uns Männern bitte, dass wir Sie nicht schon vor 500 Jahren an die Schaltknüppel von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gelassen haben. Die Frauen und die jungen Generationen werden uns jetzt zeigen, wie man das macht. Passen Sie mal auf.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass die Frauen und die Generation Z da auf einem besseren Weg sind. Vom Bundesrat in der Schweiz in Aussicht gestellter schmerzfreier Schuldenabbau dürfte wohl eher Traum als Wirklichkeit sein. Meine eigenen Schulden konnte ich nur durch Verzicht und viel Arbeit (also Schmerz) tilgen. Und die Generation Z wird lernen, dass alles, was wir nicht leisten und uns nicht erarbeiten (auch in der gesamten Gesellschaft), dass wir das nicht konsumieren oder geniessen können (auch als gesamte Gesellschaft nicht). Unsere traumhaften und theoretischen Vorstellungen entsprechen Täuschungen und die Realität wird uns schlichtweg enttäuschen, weil sie anders funktioniert, als wir uns das wünschen, erträumen und denken, schon seit mindestens 3000 Jahren. Wir alten weissen Männer (wahrscheinlich sogar alle Männer) haben enttäuscht (natürlich nur die Frauen und die Jugend. Von uns selbst und unserem Können sind wir Männer immer noch maximal überzeugt).
Bei der Jugend müssen wir uns als Eltern- und Grosselterngenerationen entschuldigen, weil wir ihr etwas vorgemacht haben, was gar nicht ist und nicht geht, weil wir sie aus Dummheit (oder sogar vorsätzlich?) getäuscht haben. Wir können nur geniessen, was wir (oder unsere Sklaven) uns erarbeiten. Wenn wir mehr geniessen wollen, müssen wir auch mehr arbeiten. Warum wir nicht einfach mehr geniessen und weniger arbeiten können, ist eine spannende Frage, die wir an anderer Stelle nachdenken.
Sollten wir nicht langsam mal eine Auszeit vom Gesetze machen einlegen und erst einmal nachdenken, was wir da eigentlich tun? Wir schreiben laufend neue Gesetze, die festlegen, dass etwas geschehen soll, was gar nicht funktioniert? Vom lebenden Gott wird uns berichtet, dass er bei der Erschaffung der Welt den Menschen eine einzige Regel gab, die wir Menschen freiwillig einhalten sollten. Unsere Vorfahren hielten sie nicht ein. Wir weissen Menschen haben uns nun schon mehr als zehntausend Gesetze selbst geschaffen und kämpfen immer noch um unsere Freiheit. Wir setzen uns hohe und immer höhere Strafen, damit wir (natürlich die Anderen) diese Gesetze auch einhalten, die wir doch am liebsten umgehen. Unsere Gefängnisse sind laufend voll. Was stimmt da eigentlich mit uns nicht? Wenn ich allerdings auf die anderen Länder oder Zusammenschlüsse von Ländern der Menschen weisser Rasse mit nachchristlichem Weltbild schaue, dann … Sie wissen schon, oder? Noch schlimmer als in der Schweiz.
Dann sollen Richter anhand dieser Gesetze Urteile sprechen, die beide Parteien gleich behandeln und damit auch gleiche Gerechtigkeit für beide Parteien erreichen sollen, wo doch aber beide Parteien unterschiedlich sind? Opfer und Täter könnten ja kaum unterschiedlicher sein? Die Juristen haben doch auf diese Weise gar keine Chance, unseren in die Verfassung geschriebenen Grundsätzen von Individualität bei gleichzeitiger Gleichheit und Gleichberechtigung zu entsprechen.
Da Gleichbehandlung, wie wir sahen, zu ganz ungleichen Ergebnissen führt, gibt es natürlich Massen von Menschen, die sich benachteiligt fühlen, weil sie eben nicht gleichbehandelt wurden, wie die Anderen. Da wir ein Rechtssystem haben, in dem die Verfassung festlegt, dass Alle gleich behandelt werden müssen, hat nun Jede und Jeder, der sich ungleich behandelt fühlt, das Recht, sich einen Rechtsanwalt (oder wer es bezahlen kann, sogar mehrere) zu nehmen, um vor Gericht sein Recht zu erstreiten. Heere von „Rechtsanwälten“ versuchen daher, Recht zu erkämpfen, was gar nicht zum Erfolg führen kann. Eine der beiden Parteien wird schliesslich gewinnen und Recht bekommen und die andere wird verlieren und sich wieder ungerecht behandelt fühlen. Die Rechtsanwälte bezahlen wir direkt aus unserer rechten Hosentasche. Da unser Staatshaushalt auch das Rechtsprechen zu grossen Teilen bezahlen muss, bezahlen wir das aus unserer linken Hosentasche geteilt durch die Zahl der Steuerzahler des Landes. Wir sind clever, was? Gezahlt werden muss schliesslich immer. Recht gibt es nicht kostenlos. Richter und Rechtsanwälte, Beamte und Angestellte wollen bezahlt werden und finanziellen Profit haben.
Unsere Vorfahren haben die Realität menschlichen Daseins gar nicht richtig verstanden, als sie unsere Verfassungen formulierten und in Kraft setzten und wir sind heute nicht besser, als sie damals. Wir merken das noch nicht einmal. Wir sind von uns überzeugt, Recht zu haben, lassen uns in gesetzgebende Versammlungen und Regierungen wählen, machen Gesetze und wundern uns, dass die Spannungen in der Gesellschaft weiter zunehmen? Wir sind doch strohdumm, oder?
Wie soll denn in einem Bildungssystem Gleichheit und Gleichberechtigung bei gleichzeitiger Individualität und individuell maximaler Freiheit funktionieren? Können wir per Verfassung oder per Gesetz einfach allgemeine Regeln der evolutionären Natur oder/und eines leblosen allgemeinen Seins und/oder eines lebenden Gottes ausser Kraft setzen und bestimmen: Jetzt funktioniert unsere Erde und die Gemeinschaft der Lebewesen nach den von uns per Gesetz festgelegten Regeln? Die alten Regeln der Natur und Evolution werfen wir einfach in den Müll? Ändert sich die Welt, nur weil wir andere Ideen und Wünsche haben?
Wenn wir heute in unseren Schulen, Gymnasien, integrierten Gesamtschulen, Berufsschulen und auch den Hochschulden und Universitäten Alle gleich behandeln, damit sie in ihrer Individualität gleichbehandelt und gleichberechtigt sind, dann kann das gar nicht funktionieren. Jeder soll die gleichen Chancen haben und damit gleichberechtigt sein. Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn es immer wieder Schwierigkeiten gibt, wenn unser Ziel gar nicht erreicht wird, wenn wir um die Methoden und Ergebnisse streiten. Was unmöglich ist, das ist unmöglich.
Wie soll sich das auf unsere Gesundheitssysteme auswirken? Wir bestimmen einfach per Gesetz, dass jetzt Jede und Jeder alles Nötige für ihre/seine Gesundheit bekommen soll und das auch noch zu Kosten, wie Jede und Jeder selbst glaubt, dafür bezahlen zu wollen und zu können, aber Alle sollen gleichberechtigt und gleichbehandelt sein? Haben Sie es gemerkt? Das waren jetzt schon drei Forderungen zugleich, also der Feufer und das Weggli oder die Ware und das Geld und dann auch noch zugleich ein zusätzliches Geschenk als Belohnung für unseren Unsinn.
In der Medizin gibt es noch eine ganze Reihe unangenehmer Fragen in diesem Zusammenhang. Wir haben Normwerte für alle gleich, meist irgendwie als Durchschnittswerte. Ist Jemand Durchschnitt? Woher wüssten wir das? Wäre nicht eigentlich der persönliche Normwert, der im Einzelfall, interessant? Wir kennen ihn nur nicht und sind nicht einmal in der Lage, ihn sicher zu bestimmen. Oder Richtlinien für die Therapie. Richtlinien gelten für alle gleich, aber der Einzelfall ist oft nicht wie alle. Sonst wären wir ja alle Klone voneinander, nicht mehr individuell. Könnten wir von den Richtlinien abweichen oder müssten wir es sogar? Warum dann Richtlinien?
Es gibt eine wunderbare Idee: Das bedingungslose Grundeinkommen. Endlich bekommen Alle Geld, Alle gleich viel und ohne etwas dafür zu tun. Das ist doch die Lösung für viele Probleme, oder? Finden Sie die Haken, die das bedingungslose Grundeinkommen zum Flop machen? Da brauchen wir noch nicht einmal einen Testlauf in Skandinavien oder in irgend einem anderen Land durchzuführen. Das könnten unsere grauen Zellen sogar im Nachdenken herausfinden. Aber wir wollen es wissenschaftlich genau wissen. Daher muss der Versuch stattfinden. Ich bin gespannt auf die Deutungen der Ergebnisse.
Sie können jetzt für Wirtschaft, Arbeitswelt, Freizeit und viele andere Bereiche unseres Lebens selbst weiter denken. Dazu brauchen Sie mich nicht mehr. Ich bin nicht sicher, ob es auch Bereiche gibt, wo diese Regel nicht gilt. Das entzieht sich letztlich meiner Überprüfung und deshalb sage ich auch nicht, dass das ein „Naturgesetz“ ist. Das übersteigt meine Fähigkeiten und wahrscheinlich auch die Fähigkeiten von uns Menschen allgemein (Ausser natürlich Ihren Fähigkeiten. Sie werden das sicher beurteilen können?).
Wahrscheinlich ist meine Ansicht nicht einmal neu. Aus meiner Kindheit kenne ich noch den Spruch: „Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.“ Wahrscheinlich gilt das auch im Passiv und nicht nur aktiv. Schon sind wir wieder an der gleichen Stelle. „Wenn Zweien das gleiche geschieht, hat es für Beide noch lange nicht dieselbe Auswirkung.“ Ach, so einfach ist das und die Alten wussten das schon? Nur wir heute sind so dumm?
Und wenn Sie jetzt doch entgegen meiner und Ihrer Erwartung wirklich glauben sollten, was ich Ihnen hier vorrechne und wenn Sie sich damit wirklich wundern sollten, dass wir als Menschheit nicht eher darauf gekommen sind, dass wir uns da völlig geirrt haben, dann dürfen Sie völlig darauf vertrauen, dass nächste Woche Ihr Bauchgefühl wieder gesiegt hat und dass es Ihnen sagt, dass bei dem Flade etwas nicht stimmt (was sogar zweifellos richtig ist). Das kann gar nicht sein. Du hast schon Recht mit Deinem Kampf um Gerechtigkeit und weiter geht es wie bisher. Heute Frauen noch ausgeprägter als Männer schon.
Die Gleichberechtigung der Frauen und Männer: Wir Männer haben im Patriarchat in den letzten 3000 Jahren gezeigt, dass wir Versager sind: Kein Frieden, keine Freiheit, keine Gleichheit, kein Himmel auf Erden, keine Verwirklichung der Träume unserer Frauen. Wir können wirklich nur unseren Schwanz einziehen und abtreten.
Zum Glück kommen nun immer mehr Frauen in die Parlamente, in die Regierungen, in die Firmenspitzen. Nun treffen sie auf die Realität zwischen ihren Träumen und der Wirklichkeit. Je mehr wir Finanzministerinnen haben, desto mehr zeigt sich, dass die Ansprüche der anderen Ministerinnen mit unserem Erarbeiten wollen auf der anderen Seite gar nicht zusammenpassen. Die Frauen und wir wollen geniessen, allenfalls arbeiten, so viel und was uns Spass macht. Unter Ausschluss der Männer werden unsere Frauen lernen, dass sie es nicht nur nicht besser können als wir Männer, sondern sie werden in der Realität lernen, was es heisst, sich der Realität entgegenzustellen und gegen sie gewinnen zu wollen. Da wir Männer allesamt Versager sind, was ich nur bejahen kann, wird die Gleichstellung der Frauen zu den Männern mit hoher Wahrscheinlichkeit damit enden, dass die Frauen im Leben mit der Realität lernen, dass sie genauso Versager sind, wie wir Männer. Für die Finanzministerinnen: Auf die Lösungen "Sparen" (also verzichten), "Mogeln" (Schein- oder Nebenhaushalte einrichten) und "Gelddenken" (siehe Herr Mario Draghi "Koste es, was es wolle") sind wir Männer auch schon gekommen. Das hat sich alles nicht als Lösung erwiesen. Sie müssten schon wirklich neue Lösungsvorschläge bringen, nicht die alten. Im Versagen gleichen wir uns, Männer und Frauen. Das ist einer der Nebeneffekte von Gleichstellung, an die wir vor unseren Gleichberechtigungskämpfen gar nicht gedacht haben. Unsere früheren Engel von Frauen werden nun zu Versagerinnen (wie wir Männer es schon sind), aber im Selbstbild der Frauen werden sie natürlich die Engel bleiben und die Schuld für ihr Versagen werden wieder wir Männer bekommen. Wieder ein (dummer) Spruch aus meinen Kindertagen: „Alle Affen machen's nach und wer's vormacht, ist ein Schaf.“ Älter sind wir geworden, schlauer nicht.
Noch immer besteht eine Gender-pay-gap (Ungleichheit der Bezahlung der Geschlechter). Wie kommt die wohl zustande? Warum wirken unsere Gesetze nicht so, wie wir uns das wünschen? Haben Frauen mit den Männern gleiche Stundenlöhne, dann können wir nur gleiche Monatslöhne und gleiche Renteneinzahlungen etc. haben, wenn sie gleich viel arbeiten. Wenn aber Frauen weniger für Geld arbeiten als wir Männer, dann können die Monatslöhne und die Renteneinzahlungen nicht gleich sein. Das geht rechnerisch nicht. Da Frauen nun mal Leben schenken können und wir Männer nicht, wird das Kinder gebären, Frauenaufgabe bleiben, sogar Hauptaufgabe der Frauen. Sonst schaffen wir uns als Familie, Gruppe, Volk oder Art nach und nach selbst ab. Das ist dann menschlich. Unsere Bevölkerungsimplosion ist schon in vollem Gange. Nur die Zuwanderung hebt das noch auf (die wir doch aber lieber nicht haben wollen).
Wenn wir Frauen gleich berechtigen wollten, dann müssten wir sie vorziehen und müssten ihnen vielleicht einen doppelten Stundenlohn zahlen. Würden wir dann Frauen und Männer gleich berechtigen? Da spielen noch mehr Faktoren eine Rolle. Wir ziehen Frauen sogar vor. Sie dürfen oder durften zumindest eher in Rente gehen und leben in der Regel länger. Von ihren geringeren Renteneinzahlungen müssen die Gelder also auch noch für mehr Jahre in Rente ausreichen. Wie soll das gehen? Wir haben nur dummerweise in der Schule kein relatives Rechnen gelernt. Wir Männer müssen unsere und alle Frauen und ihre Kinder lieben und sie finanziell auf unsere Kosten versorgen. Das ist dann Gleichberechtigung? Feminismus, so wie wir ihn heute verstehen, ist ein Eigentor der Frauen und unserer Gesellschaften.
In der Schweiz wurde im Frühjahr 2026 vom Volk die Einführung der Individualbesteuerung beschlossen. Jetzt gelten also gleiche steuerliche Regeln für beide Geschlechter. Bei weniger Einkommen werden die Frauen dann wahrscheinlich weniger Steuern bezahlen. Werden sich die Frauen dann darüber ärgern und diese Ungleichheit beklagen?
Menschlich oder evolutionär sinnvoller wäre es vielleicht gewesen, eher um Gleichberechtigung der Männer mit den Frauen zu kämpfen, wenn kämpfen schon sein muss. Das wäre vielleicht eher „Feminismus“, denn so stünden die Frauen tatsächlich im Mittelpunkt und wir Männer würden uns an ihnen ausrichten. Der jetzige „Feminismus“ ist eigentlich ein Maskulinismus. Was würde ein tatsächlicher Feminismus mit der Frau und Mutter als Mittelpunkt bedeuten und wie würde sich das auswirken? Wahrscheinlich würde das weniger Wohlstand bedeuten, denn in der evolutionären Natur bekommen die Frauen die Kinder und nicht wir Männer. Sie sorgen für die Mitte der Heimat, für das leibliche Wohl, für das Leben an sich. Sie sind körperlich mit den Kindern verwebt, waren es zumindest. Jetzt ist auch für die Frauen Geld wichtiger als die Nachkommen. Ich habe noch von keiner Tierart gehört, wo das beobachtet worden ist. Es gäbe sie ja auch nicht mehr lange. Eine Sterberate höher als die Geburtenrate und das über längere Zeit … Die evolutionäre Natur und/oder das leblose allgemeine Sein und/oder der lebende Gott wissen um die Folgen, nur wir nicht?
Oder ist das Geschiele auf das jeweils andere Geschlecht in beiden Richtungen evolutionärer und menschlicher Unsinn? Wäre es womöglich sinnvoller, wenn Beide gemäss ihren Rollen oder Fähigkeiten und Aufgaben zusammenfinden und zusammenleben und nicht Beide das gleiche, sondern Jeder seine Aufgabe erledigt und meistert?
In der Bürokratie sollen wir nach unserer Verfassung Alle gleich behandelt werden. Es fällt schon in Formularen auf, dass auf diese Weise immer wieder Menschen durch die bürokratischen Maschen rutschen. Formulare, auf Papier oder digital, werden nur selten die ganze Individualität und Diversität einer Tierart (wozu wir Menschen gehören) erfassen, geschweige denn angemessen verarbeiten können. Gleichberechtigung durch Regeln und Gesetze und in der Folge in der Bürokratie? Wir wollen es und glauben, dass es geht, aber vergessen wir es.
Das neueste Ereignis im Frühjahr 2026 in diesem Rahmen trat in der Mitgliederversammlung unseres Vereins „Unser Laden“ auf. Der Mitgliederbeitrag sollte erhöht werden, unter anderem weil die Kosten die Einnahmen leicht überstiegen und daher ein Fehlbetrag übrig blieb. Vorgeschlagen wurde eine Erhöhung um 20 % (seit 5 Jahren nicht erhöht). Da stand eine Dame auf und schlug vor, den Betrag doch um gut 33 % zu erhöhen. Das sei doch besser bei dem Fehlbetrag. Dagegen gibt es nichts zu sagen, ausser der Frage der Gerechtigkeit. Ich kenne die Einkommensverhältnisse im Dorf nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass für manche ältere Mitglieder mit einer niedrigen Rente der höhere Betrag mehr schmerzt als der niedrigere. Warum können wir Beiträge nicht staffeln, damit sie besser auf die Möglichkeiten jedes Einzelnen angepasst sind, was sicher mehr Bürokratie verursachen würde, aber vielleicht mehr Gerechtigkeit brächte oder zumindest angemessener wäre? Oder warum können wir so etwas nicht überhaupt freigeben und Beiträge in ihrer Höhe empfehlen, aber nicht festlegen? Abweichung ausdrücklich erlaubt! Dann würden wir uns als Mitglieder am Bedarf orientieren, aber nach unseren Möglichkeiten handeln. Das wäre zusätzlich maximal mögliche Freiheit. Wenn dann aber nicht genug Geld zusammenkommt, dann ist „Unser Laden“ im Dorf gar nicht realistisch. Dann ist er nur unser Wunschtraum.
Selbst in der Wissenschaft ist die Spannung zwischen Individualität (und Diversität) und Gleichheit (bzw. Gleichberechtigung) eine unlösbare Aufgabe. Da Wissenschaftler und nun auch Wissenschaftlerinnen aber alles können, auch das, was sie nicht können, geht das nach ihrem eigenen Empfinden ohne Probleme. Nur die Anderen haben immer die Probleme. Warum die das nicht auch können?
Dabei muss ich gestehen, dass ich als Mensch den Frauen durchaus wünschen würde, dass ich mich irre und dass sie wirklich Lösungen bringen könnten. Ich drücke Ihnen im Stillen in der Hosentasche die Daumen.
Gerechtigkeit und Gleichberechtigung, so wie wir sie heute leben, sind eher Begriffe wie „Neid“ (Ich will auch ...) und „Missgunst“ (Der darf aber nicht …) und „Rache“ (Der hat aber, obwohl er nicht darf und deshalb muss er bestraft werden).
Die evolutionäre Natur lässt uns mit diesen Deutungen einfach im Stich. Sie sagt uns nichts dazu. Wir müssen selbst sehen, wie wir damit fertig werden. Das leblose allgemeine Sein kenne ich zu wenig. Ich fürchte, auch das hilft uns nicht weiter. Vom lebenden Gott erfahren wir in der Bibel, dass er selbst Gerechtigkeit üben will, nachdem er alle Informationen über unser Leben hat. Keine vorschnelle Be- oder Verurteilung durch ihn. Und er sagte „Die Rache ist mein!“ Ach so?
In unserem Sonnensystem kreisen die Planeten um die Sonne. Natürlich sind die anderen Planeten inzwischen darauf aufmerksam geworden, was mit der Erde passiert und im Gange ist. Sie nehmen die Veränderungen zunehmend wahr und machen sich Sorgen darum. Sie haben schon die Sonne ins Vertrauen gezogen und um Rat befragt. Die Sonne hatte da nur ein müdes Lächeln übrig. „Meint ihr, ich hätte das nicht bemerkt? Macht Euch keine Sorgen. Diese Krankheit der Erde ist der Mensch. Ich werde denen einfach ein bisschen mehr einheizen. Dann werden sie sich über ihre Sintflut wundern. Es wird Zetern und Mordio zu hören sein. Jeder wird die oder den Anderen beschuldigen und beklagen. Nicht einmal ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden eine Chance haben, festzustellen, was wirklich ist. Denn ihre Augen (Ich glaube nur, was ich sehen kann) und ihre Messgeräte (Ich glaube nur, was ich messen kann) sehen und messen ja nicht, was wirklich ist, sondern nur das, was sie eben auf ihre Weise sehen und messen können. Selbst ihre Wissenschaft ist doch ziemlich erbärmlich. Der „Mensch auf Erden“ wird vorübergehen“.
Wie immer, wenn ich hier schreibe, denken Sie bitte daran, dass ich nicht weiss, was ich nicht weiss und was daher meinen Ansichten entgegen stehen könnte. Ich weiss also nicht, ob meine dargelegten Ansichten richtig sind oder ob sie überhaupt realitätsnah sind. Sie werden das sicher besser beurteilen können als ich. Bitte übernehmen Sie keine meiner Ansichten, ohne lange darüber nachgedacht zu haben. Sie könnten einem Spinner wie mir aufsitzen. Das soll doch nicht sein. Werden Sie selbst zum Forscher.