Facharzt für Pneumologie

und Innere Medizin

und auch ein bisschen Mensch.

Ehemalige Facharztpraxis für Lungenheilkunde. Behandlung von Asthma, Allergien, Bronchitis, COPD, Lungenentzündung, Tuberkulose, uvm.


Liebe Besucherin, lieber Besucher!


Herzlich willkommen in der virtuellen Darstellung der ehemaligen Lungenfacharztpraxis Dr. Flade in Wädenswil.


Ende und Abschied


Sehr geehrte Schweizerinnen und Schweizer


Nun ist unsere Praxis geschlossen. Mein Dienst für Sie und Ihr Dienst für mich sind abgeschlossen. Ja, es war ein Geben und Nehmen. Sehr herzlichen Dank dafür!


In den 13 Jahren in Ihrem schönen Land habe ich viel gelernt. Wo ich vorher glaubte, dass nur wir Deutschen so dumm sind, unser Leben nicht realitätsnah verstehen und gestalten zu können, habe ich bei Ihnen gelernt, dass Sie kaum anders ticken als wir. Klar, Herr Napoleon Bonaparte hat Ihnen die Zerstörung von zwei Weltkriegen erspart. Das ist ein unschätzbarer Vorteil Ihrerseits, der sicher zu einem Teil ihren etwas grösseren Reichtum begründet. Leider bedingt aber die Neutralität, dass man völlig unabhängig, wer es ist, automatisch für den Stärkeren oder sogar Sieger ist, der ja meist die böseren Waffen einsetzt oder eingesetzt hat, denn sonst hätte er ja nicht gesiegt. Das begründet die etwas zweifelhafte Stellung der Schweiz im zweiten Weltkrieg, die leider mit der Neutralität untrennbar verbunden ist. Wer neutral ist, ist nämlich nicht neutral. Herr Napoleon Bonaparte wusste das und betrieb genau deshalb die Neutralität der Schweiz. So konnte er als Aggressor unbehelligt von der Schweiz nach Osten ziehen. Das bedingt die Differenz zwischen Schein und Sein. Dass er dann später doch gescheitert ist, ist wieder sehr nachdenkenswert.

Wir Neuzeitmenschen huldigen der Illusion, dass wir immer weiter, immer besser, immer mehr, immer wohlhabender, ja reicher werden könnten und würden und das auch noch alle gemeinsam. Bei Ihnen habe ich gelernt, dass wir selbst mit unseren eigenen Begrenzungen uns da im Wege stehen. Dummerweise gibt es viele Menschen, die unsere eigenen Grenzen nicht wahrnehmen können oder wollen und deshalb glauben manche, dass sie zu Führern geboren wurden, die uns in eine gute Zukunft führen würden. Leider verhindert dass unter anderem die relative Mathematik, die unser menschliches Leben begleitet. Wir träumen natürlich von absoluter Mathematik, die uns immer weiter träumen und theoretisieren lässt mit Zahlen mit immer mehr Nullen. Diese Menschen brauchen dann auch Computer, Supercomputer, ja Quantencomputer und glauben an die Möglichkeit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Dass Intelligenz womöglich an biologisches Leben gebunden sein könnte und dass Maschinen zwar ein Eigenleben haben können, aber kein biologisches Leben wie Sie und ich, scheint in unserem Weltbild nicht denkbar zu sein. Das ist ja auch ein Problem von uns Medizinern. Bevor wir Arzt werden und als Arzt tätig werden, sollten wir erst einmal gründlich unsere eigenen Ansichten und Vorurteile von Leben und Nichtleben ergründen und der Realität anpassen. Weder im Studium noch in den vielen Zwangsfortbildungen während meines Arbeitslebens kam das bei mir im erforderlichen Mass vor (es kam fast gar nicht vor), weder in Deutschland noch in der Schweiz.

Sie sind ein Bergvolk. Sie kennen sich in den Bergen aus und Sie sind trainiert, bergauf und bergab. Da kann ich Sie nur bewundern. Ich kann da nicht mithalten. Der Ehrgeiz steckt in Ihrem Leben. Sie sollten daher wissen, dass am Ende des Aufstiegs am Berg die Spitze oder der Bergrücken kommt. Wer oben ist, kann nicht weiter höher. Von hier aus führen alle möglichen Fährten oder Wege nach unten, nur auf unterschiedliche Weise.

Natürlich kann man oben noch einen Turm bauen und den z.B. „KI“ (oder auch „Roboter“) nennen oder man kann wie das in der Schweiz heisst und auch tatsächlich ist: Eine Überbauung oben bauen. Eine Bahn dazu und dann kann man leicht dort oben die Natur geniessen, die man eben mit seiner Überbauung nicht vernichtet, aber überbaut, also hinter und unter Beton versteckt hat. Wir haben den Massentourismus vorbereitet, den wir ja zur Finanzierung der teuren Überbauung brauchen, damit sie rentiert, den wir aber gar nicht haben wollen.

Für die Wirtschaft heisst das: Solange wir mehr arbeiten als geniessen, können unsere Wirtschaft, unser Wohlstand, unser Reichtum wachsen. Dieses Wachstum hängt aber dummerweise an unserer Arbeit. Wenn wir weniger arbeiten wollen und mehr geniessen wollen, müssen Andere die Arbeit machen, Gastarbeiter, Expats, Ausländer. Dann müssen wir Die auch hereinlassen. Wir oder sie müssen also mehr arbeiten. Dann haben wir zwar mehr Dinge zum Geniessen, aber immer weniger Zeit zum Geniessen. Die Realität der evolutionären Natur, des leblosen allgemeinen Seins oder des lebenden Gottes haben uns Grenzen gesetzt. Mit Technik haben wir diese Grenzen erstaunlich weit und effektiv nach unseren Wünschen verschoben. Da gratuliere ich Ihnen und der Welt des weissen Mannes, später auch Anderer. Aber die Begrenzung können wir nicht aufheben. Und zu unserem Leidwesen können wir all unsere Technik in Form von Waffen gegeneinander richten. Wir entwickeln uns gerade in diese Richtung so schnell wir können, ja um die Wette. Ziel: Die bessere Welt, die nach dem letzten Krieg, den hoffentlich wir gewinnen, was aber gar nicht sicher ist.

Sie leiden offenbar an der gleichen Widersprüchlichkeit, wie wir alle Menschen, dass wir etwas wollen und doch damit eher das Gegenteil als das gewünschte Ziel erreichen oder zumindest nur teilweise, etwas weniger als zur Hälfte. Wieder: Schein und Sein.

Ich bitte um Verzeihung, dass ich alter dummer weisser Mann, jetzt auf diese Weise Abschied von Ihnen nehme. Natürlich werden Sie mir diese Enttarnung übel nehmen. Wir sind eben Menschen. Sollten Sie mir das nicht übel nehmen und sollten Sie mir sogar einen Wunsch frei geben, dann würde ich mir wünschen, das Schweizer und Europäer (nicht nur wir Deutsche) weniger auf Konkurrenz bedacht sind, denn die trennt uns, sondern dass wir tatsächlich einander „wohl“ wollen. Das Dumme: Dem Anderen „wohl“ wollen, bedeutet, auf eigenen finanziellen Gewinn (also Profit) verzichten, denn der ist ja beim jeweils Anderen finanzieller Verlust. Ich kann schlecht Jemand Anderem „wohl“ wollen und gleichzeitig ihm finanziellen Verlust (für mich Gewinn oder Profit) zufügen. Da gibt es nur wenige Ausnahmen, wenn überhaupt. Das aber gilt in beide bzw. alle Richtungen.

Wieder im Bild am Berg: Lassen Sie uns gemeinsam in gegenseitiger Achtung und Nachsicht den Abstieg vornehmen. Nehmen wir unsere Damen an der Hand. Ach nein, heute nehmen ja die Damen uns Männer an der Hand. Bergauf können uns nun auch die Damen nicht mehr führen, aber sie führen uns vielleicht vorsichtiger bergab? Wir gehen ja jede Minute in eine ungewisse Zukunft. Die Fährte muss im unwegsamem Gelände der Zukunft erst gesucht werden. Oft ist der Abstieg in unbekanntem Gelände gefährlicher als der Aufstieg. Sie als Schweizer steigen natürlich erster Klasse ab, wir Deutschen und Anderen zweiter Klasse oder nachgeordneter Klassen. Steigen wir vorsichtig ab, nicht im Wettlauf oder gar Wettkampf oder gar mit der Kettensäge. Steigen wir bewusst und vorsichtig ab, uns gegenseitig haltend. Wer abstürzt, überlebt den Abstieg meist nicht, egal, ob 1. oder 2. oder 3. Klasse oder mit Trophäen nach Wettkampfsiegen behängt. Früher wussten die Alten: „Aus dieser Welt gehen wir mit leeren Taschen.“ Das ist heute natürlich anders. Heute nehmen wir unseren Reichtum mit. Vererben war früher.

Ob wohl der amerikanische Präsident da realistische Ansichten hat, wenn er mit seinem grossen Land mitten im Abstieg plötzlich wenden und wieder nach oben will, wenn doch sein und der Amerikaner neuer Reichtum (Wozu MAGA ja dienen soll) auch noch finanziellen Verlust für die Anderen bedeutet, also schnellerer Abstieg, selbst wenn es die (ehemaligen?) Freunde sind?

Ob allerdings die jetzt führenden Damen im Wettkampfmodus gegen uns Männer wirklich für einen unfall- und schmerzarmen Abstieg sorgen? Ich habe da so meine Zweifel. Die altmodischen Damen, die heute als abschreckendes Beispiel im Museum zu besichtigen sind, wären da vielleicht hilfreicher?

Wir könnten doch sogar ohne Verträge, ohne bürokratische Union, ohne viel Verwaltung und Gesetze und Tamtam zueinander halten und unsere eigenen Interessen, unsere Sucht nach Profit, hintanstellen zugunsten der Allgemeinheit und des Zusammenhalts. Ach, ich bin blauäugig. Da haben Sie Recht. Wir wollen ja Jeder seine eigenen Interessen gewahrt haben. Wir wollen und sollen ja (wie wir uns in der Werbung gegenseitig vorgaukeln) „profitieren“. Deshalb gab es den Brexit und keinen Schweizer Beitritt. Unser Eigeninteresse und das der Gemeinschaft (auch ohne EU) stehen leider überwiegend gegeneinander und nur sehr wenig miteinander. Dann doch lieber ich statt die Allgemeinheit. Entweder – oder.

Zukunft! Freude auf die Rente? Ich habe etwa 2/3 meines Lebens in Deutschland und 1/3 in der Schweiz gearbeitet. Mit 2/3 Rente nach deutschem Recht und deutscher Höhe will ich Schweizer Preise bezahlen? Ich bin ein Feigling. Ich glaube nicht, dass das langfristig gut geht. Sonst hätte ich auch gerne und mit Freude zusammen mit Schweizerinnen und Schweizern in der Schweiz gelebt. Aber kaum bin ich in Deutschland, entspricht auch die deutsche Realität gar nicht meinen Wünschen und Träumen.

Sehr herzlichen Dank für Ihr Wohlwollen mir gegenüber in den letzten 13. Jahren! Umgekehrt werden Sie mir diesem Abschied nicht als Wohlwollen auslegen, oder? Wir stehen plötzlich so blossgestellt da, ich mit Ihnen. Bitte verzeihen Sie mir.

Danke den Vielen, die mir auf sehr herzliche Weise ihren Dank gezeigt haben. Das hat mich sehr berührt, zumal ich mich gar nicht für erfolgreich halte, was Sie ja an anderen Stellen bei mir lesen konnten. (Zur Erinnerung: Ich habe keinen Patienten mit Asthma oder COPD geheilt. Alle sterben am Ende ihres Lebens doch. Dass wir immer gesünder zu immer günstigeren Preisen werden, habe ich glatt verfehlt.) Keine Erfolgsgeschichte von mir!

Wir können in Kontakt bleiben. Meine Webseite bleibt in der Schweiz bei Worldsoft in Pfäffikon SZ. Meine Praxis- und dann Expraxis-E-mail-Adresse bleibt bei HIN in der Schweiz und sogar meine private E-mail-Adresse bleibt unverändert bei der Swisscom in der Schweiz. Deutschland liefert das Leitungsnetz, über das wir kommunizieren und den elektrischen Strom. Ich kann Sie also zu weiterem Kontakt sehr herzlich einladen.

„Hebet Sie Sorg!“ In den 13 Jahren habe ich das oft gehört. Sie werden es schon über Jahrzehnte (oder sogar Jahrhunderte?) einander beim Abschied zugerufen haben? Trotzdem sind Sie und wir heute da oder so, wo oder wie wir sind. Haben Sie oder wir da etwas falsch gemacht? Haben Sie oder wir nicht genug gesorgt? Oder reicht unsere Sorge gar nicht? Braucht es eine „externe“ Sorge um oder für uns? Hat auch die versagt? Wohin sollen Sie oder wir uns dann wenden? Zu Zeiten der und nach der (2.) Reformation, die ja Ihr und unser Land ausserordentlich geprägt hat, wusste man das. Die 1. Reformation fand schon viel früher statt, als die sich heute zur katholischen Kirche zählenden Christen die Deutschen und Schweizer als Gläubige für Jesus Christus gewannen oder zwangen. Sollten oder müssen wir gemeinsam in uns gehen? Brauchen wir eine 3. Reformation? Allerdings sollten wir uns dann wohl auch damit auseinandersetzen, dass dieser lebende Gott unseren Wohlstand oder gar Reichtum nicht als 1. Priorität und unverzichtbar ansah oder sieht, auch die Gewinnung von „Wissen“, also Wissenschaft nicht und soweit ich das in seinem Heiligen Buch herauslesen kann, auch nicht den Feminismus. Die 3. Reformation wäre also eine Herkulesaufgabe für uns selbst, denn wir müssten uns ja selbst ändern.


Nachdenkliche, aber fröhliche Grüsse


Wilfried Flade





Facharztpraxis
Dr. Wilfried Flade

Dr. med. Wilfried Flade

Eingang Oberdorfstrasse 23

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Bitte denken Sie aber daran, dass ich Versicherungsanfragen beantworte, wenn Sie der Versicherung die Erlaubnis dazu unterschrieben haben. Falls Sie möchten, dass ich das nicht tue, dann teilen Sie mir das bitte frühzeitig mit.



Dear visitor

Welcome to the virtual presentation of our surgery. Here you will find information, news and tips on how to use the pneumologist surgery Dr. Flade in Wädenswil and furthermore about the topics of pneumology.

On July 1, 2012 I took over the surgery from Dr. Andreas Züllig. New ideas and insights are gained by thinking about why he might have done things one way or another. Medicine does not be definitely as mathematics. Medicine often is plurivalent. This take over is a bit similar to a cooperation but with very unequal basics. See yourselves on the next pages.

At night and at weekends you can call the emergency doctor in the Kanton Zürich via phonenumber 0800 33 66 55.

30 years of working in the field of pneumology and 40 years in medicine al together have led not only to knowledge, but also to experience and ability.

Let us briefly look at history: Until the Middle Ages strength and using weapons had led to victory. In the New time the sentence “Knowledge is power” became true. In our digital ages information can easily be looked up. Now experience, training and ability and critical thinking are becoming more and more important.

On following pages I will share some insights gained from such experience and training. The text is based on the experience with patients and their diseases. However, my view and opinion may change. Information will soon be extended. These first pages are being worked on and continually improved. That is why you will often not find references to sources. Here I present known medical knowledge and my own personal view. I try to get an appropriate view of the world around us and in us.

I am not a blogger. However, I would appreciate an exchange concerning these thoughts. I would be interested in weather you have a different view. If you like, you are invited to write an e-mail to me.