Wie leben? Kommunikation, Information und (künstliche) Intelligenz

Wie können wir leben?

14 Kommunikation, Information und (künstliche) Intelligenz: (02.02.2020)

Ein Dilemma der Informationsgesellschaft ist, dass immer mehr von dem, was wir hören und lesen, gar nicht mehr für uns gilt. Die Informationen werden mit der Fülle immer bedeutungsloser. Seien Sie vorsichtig mit dem Bezug von Informationen auf sich selbst. Sie oder jemand anders muss erst für Sie nachdenken. Schlimm ist das bei Gesundheits- und Pseudogesundheitsinformationen, bei Medikamenten, bei allem, was Ihnen zum Leben helfen soll. Pseudogesundheitsinformationen sind oft eigentlich Wellnessinformationen, die aber aus Werbe- und Einkommensgründen als Gesundheitsinformationen ausgegeben werden. Vor allem Frauen als Kunden, Klienten und Objekte sind da sehr willkommene und anfällige Adressaten.
Kommunikation und Information erleben derzeit eine Inflation wie die der Werte (nicht des Geldes). Wir haben jeder nur ein Leben und das wird vermutlich auch so bleiben. Es wird nicht einmal annähernd ewig werden. Selbst wenn es noch eine dramatische Verlängerung auf Grund von Genveränderungen erlebt, wird es die Begrenztheit behalten.
Sie haben also nur eine begrenzte Zeit, Kraft und Aufnahme- bzw. Verarbeitungsleistung im Hirn. Für Nachdenken, einen zeitaufwändigen langsamen Prozess, haben sie gar keine Zeit mehr. Sie können nur noch intuitiv handeln und diese „geistige“ Verarbeitung führt in den oberflächlichen Egoismus. Tiefgang wird zur Geschichte. Liebe als Gegenpart zum Egoismus wird unbekannt.
Wir können das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen. In die Zeit vor Facebook und Google kommen wir nicht wieder zurück, genauso wie wir nicht wieder hinter die Atomenergie zurückkommen oder hinter die Entwicklung der Sprache, der Schrift oder der Schusswaffe oder der Globalisierung. Die digitalen Medien und insbesondere die sozialen Kontaktunternehmen wie Twitter, Facebook, Google und andere haben zu Informationsgeschwindigkeiten und Datenmengen geführt, die unsere Verarbeitungskräfte schlichtweg überfordern. Unser langsamer Verstand wird zunehmend ins Abseits gedrängt. Mit den Datenmengen und Informationsgeschwindigkeiten mithalten kann sowieso allenfalls unsere Intuition. So verwundert es nicht, dass die sozialen Medien in massiver Ausprägung unsere Gefühle aus- und ansprechen, intuitiv verarbeitet werden und in grossen Mengen Vorurteile produzieren. Und zu allem Überfluss hatten wir ja auch schon gesehen, dass diese Vorurteile durch die Verknüpfung mit Gefühlen nur schwer wieder aufzubrechen und durch durchdachte und wohlbegründete Urteile zu ersetzen sind. Wir reagieren auf die schnelle Informationsflut mit unserer veralteten altmenschlichen Reaktionsweise Intuition, nur weil diese schneller ist, wo wir eigentlich mit unserer neuzeitlichen, viel fundierteren Reaktionsweise Verstand, Denken und Nachdenken reagieren sollten. Diese ist nur zu langsam und kommt daher nicht zum Zuge. Folgerichtig entwickelt der Mensch etwas Neues: Die künstliche Intelligenz oder etwas profaner und weniger extrem benannt, die automatische Informationsverarbeitung. Die automatische Informationsverarbeitung ist in vielen Dingen effektiv, sehr systematisch mit dessen Vor- und Nachteilen, aber braucht den Menschen zur Kontrolle und noch viel wichtiger, als Auftraggeber und Nutzniesser. Automatische Informationsverarbeitung schliesst einzelne Fehler weitgehend aus, ist aber sehr anfällig für systematische Fehler, die sie in der Regel auch nicht selbst erkennt. Dazu braucht es wieder den Menschen. Künstliche Intelligenz als Steigerung wird uns später noch beschäftigen.
Die Formen der Kommunikation zwischen den Menschen, den Generationen und Geschlechtern sind im Grunde auch die Formen der Kommunikation zwischen Völkern. Die chinesische Gesellschaft war lange und ist im Grunde noch heute weibliche Kommunikation gewohnt (Differenzierte Sprache und nonverbale Kommunikation als Willensübertragung ohne offene (militärische) Gewalt). Die westliche Welt wendet ganz typische männliche Kommunikation an (grobe Sprache und bei unzulänglicher Wirkung eben militärische Gewalt als Willensübertragung). Sie hat sich aber in den letzten Jahrzehnten zumindest so weit Beschränkung aufzuerlegen versucht, als sie militärische Gewalt zumindest gegeneinander ausschloss. Nach aussen und in anderen Regionen oder Interessensbereichen wurde sie trotzdem fleissig angewandt. Bei den Geschlechtern fanden wir, dass das im Grunde Ausdruck von Unfähigkeit ist, Unfähigkeit, sich mit anderen Mitteln ausreichend zu äussern oder Unfähigkeit, zurückzustecken. Auch das ist eine klare Form von Egoismus und in der Völkerwelt erleben wir derzeit in der Globalisierung, in der zunehmenden Intoleranz und in der erneuten Entwicklung von Diktaturen eine massive Ausweitung von Egoismus.
Kommunikation ist Information. Information ist ein sehr wertvolles Gut. Vor allem Information aus erster Hand und möglichst realitätsnah. Heute jedoch ist Information zu einer Datenmasse geworden, die den Preis gegen 0 gedrückt hat. Wir bekommen die Information im Grunde kostenlos. Das ist natürlich sehr schön. Der Preis, den wir aber auf den Geldpreis drauflegen müssen, ist, dass wir mit Daten völlig überhäuft werden und nun für die Verarbeitung und Herausfilterung von „bedeutend“ und „angemessen“ oder „unbedeutend“ und „fragwürdig“ bezahlen müssen (nicht unbedingt mit Geld, sondern auf andere Weise). Diese Kosten werden zunehmend steigen. Und dann kommen noch die Kosten dazu, die die Firmen dafür verlangen, dass sie uns vor Werbung verschonen oder unsere Daten nicht kommerziell oder politisch oder nachrichtendienstlich verwenden. Am Ende ist der Preis für die Information höher als zuvor?
Informatiker ist heute ein Beruf wie früher Automechaniker. Viele werden Informatiker. Sie tauchen ein in eine Welt von 0 und 1 und ihre Folgen. Es entsteht eine Parallelwelt, die digitale Welt. An sich ist das weder gut noch schlecht. Diese parallele Welt wird zunehmend zur eigentlichen Welt ernannt. Alles muss digitalisiert werden. Aber erinnern wir uns. Der Mensch ist analog. Sein Körper, seine Prägung und selbst sein Verstand, seine Gedanken sind analog. Und es gibt keine Hinweise dafür, dass sich das in den nächsten 100000 Jahren ändern wird. Es läuft zunehmend darauf hinaus, dass die Informatiker den Ton angeben, den Trend, die Denkbahnen prägen, die Menschen zu einer grossen Herde von digital followern machen. Die grossen Führer und Verführer früherer Zeiten wie Marx, Mao, Hitler, Stalin, Castro und andere sind da zahlenmässig völlig in den Schatten gestellt. Die digitalen Kommunikationssysteme erreichen innerhalb kürzester Zeit die Gleichschaltung von Milliarden von Menschen. Und wenn die Betreiber der Internetplattformen ein bisschen pfiffig sind, dann setzen sie die Informationen so, dass sie uns bei unseren liebsten Gefühlen packen. Dann haben sie auch gleich noch unsere mentale Immunabwehr ausgeschaltet. Geben wir dem Ganzen einen Namen: Cyberkrieg! (Selbst ohne kriegführende Parteien). Und wir bekommen selbst gar nicht mit, dass wir manipuliert und besiegt worden sind und anderen Auftraggebern dienen. Man muss nur verstehen, wie es gemacht werden muss. Und wir, wir Bürger müssen lernen, uns dagegen zu wehren, müssen lernen, Menschen zu bleiben, unserem analogen Sein treu zu bleiben. Nicht die digitale Welt ist die reale Welt, sondern die analoge und die digitale kann im besten Falle ein Teil der analogen sein. Die digitale Welt ist auch keine realistische Abbildung der analogen Welt. Oft ist sie graue Theorie oder/und ein Zwischending zwischen beiden. Die digitale Welt wird auch nicht real werden, auch wenn sie immer genauer wird. Das sind zwei getrennte Welten, die sich gegenseitig beeinflussen, aber nicht deckungsgleich sind. Nutzen wir die digitale Welt sinnvoll, aber bleiben wir wohnen in der analogen, in der menschlichen Welt.
Die digitale Kommunikation bringt uns die tägliche Datenflut ans Auge, Ohr und Hirn. Die Kanäle reichen buchstäblich bis ins Ohr hinein. Die Leute laufen mit Stöpseln im Ohr herum. Für andere Schallwellen, und seien sie Zeichen von Gefahr, besteht gar keine Zugangsmöglichkeit mehr. Auf der Strasse oder dem Trottoir zählt nur noch das I-Phone oder besser I-Com (Ohr und Auge sind gefesselt mit Kommunikation). Der Blick auf den Gehweg, auf die Strasse, auf andere Menschen bedeuten unangenehme Notwendigkeit, die am liebsten gemieden wird. Und was für Informationen kommen da? Sie zeigen uns, was auf der Welt alles schlecht läuft. Sie erzählen uns von den Leichen, von den realen, wirklich toten Menschen, aber auch von den Leichen in den Kellern der Menschen, von dem, was uns zur Wachsamkeit und Vorsicht Anderen gegenüber gemahnt. Da wir diese Masse ohne jeden Sicherheitsabstand um uns herum gar nicht verarbeiten können, müssen wir eine Mauer um uns herum aufbauen. Diese Mauer wird uns aber auch einmauern. Das aber eigenartigerweise in einer Zeit, wo durch die rasch zunehmende Zahl von Menschen auf dieser Erde, der Platz zwischen den Menschen eigentlich immer weniger wird und wo wir eigentlich Mauern einreissen müssten, um miteinander näher, vertrauter, verständnisvoller und auch liebender zu leben. Die digitale Welt tötet leider auch Liebe. Denken wir daran: Liebe geht durch Max, nicht durch das I-Phone, I-Pad oder andere digitale Geräte. Liebe ist analog, nicht digital. Bis die Digitalisierung oder auch die Globalisierung oder andere Phänomene unserer Zeit in unseren Genen angekommen sind und damit analog und real werden, vergehen locker noch einmal viele zehntausend Jahre.
Seit Ende des letzten Jahrtausends haben sich grosse Kommunikationskonzerne entwickelt. Zunächst entstanden mehrere kleine solcher Unternehmen. Klar war, dass es relativ schnell zu einem Konzentrationsprozess und Entwicklung eines oder weniger Monopolisten kommen musste, der/die die Sprache und Denkweise diktiert/en, damit auch möglichst viele Erdenbewohner gleich die gleiche Sprache sprechen und kommunizieren können (nicht wie bei den vielen althergebrachten Sprachen, die ja eher der Verwirrung als der Verständigung dienen). Aber natürlich musste sich dieser immer wieder gegen andere Nachzöglinge behaupten. Es herrscht Konkurrenz und Egoismus. Nur zu einem relativ kleinen Teil entstand der Wunsch, Lebensbereiche zu mechanisieren resp. digitalisieren direkt beim Kunden, sondern es wurde eher von den Herstellerfirmen in möglichst kurzen Zeitabständen immer wieder etwas Neues und „Besseres“ angeboten, um Wünsche zu wecken und dann diese zu befriedigen. Damit konnten Wettbewerbsvorteile und Gewinne maximiert werden. Auf die ureigensten Wünsche des Menschen oder Kunden kam es nur sehr eingeschränkt an. Sie waren wichtig in der Startphase. Später wurden besser Wünsche in die Richtung befriedigt, in der man auch Lösungen anbieten konnte und wollte. Und so wurde inzwischen eine ganze Generation mehr oder weniger digitalisiert, vernetzt, entblösst bis gläsern, gleichgeschaltet…
Ist der gläserne Mensch menschlicher? Junge Generationen, Sie gehen in eine technische Falle und Sie kommen später nicht wieder heraus. Denken wir an frühere „Errungenschaften“: Das Gewehr, die Globalisierung, die Mobilität, die Atomkraft, das Verheizen fossiler Energieträger, … Wir kommen nicht wieder dahinter zurück. Immer wieder springen wir über die Klippe, ohne zu wissen, wie tief wir dahinter fallen. Ist doch verrückt, nicht wahr? Wie kann eine ganze Generation nur so intuitiv einigen wenigen Grossen folgen? Die Algorithmen sorgen dafür, dass die Ihnen zugetragenen Informationen immer weiter gesiebt werden (um Ihr Leben effektiver zu machen, unnütze Information gleich auszublenden etc.) und sie kreisen immer weiter in Ihrem kleinen Leben ohne Nachzudenken? Werden Sie kritisch und bestimmen Sie selbst die Auswahl und überlassen Sie das weder Anderen noch den Algorithmen. Die Politik hat durch Schaffen negativer Gefühle nicht vermocht, ganze Völker dauerhaft in ihrem Bann zu ziehen. Die IT-Führer haben es zumindest bisher sehr leicht geschafft, zu einem wesentlichen Anteil durch Schaffung schöner Gefühle und durch unauffällige hintergründige Ausschaltung anderer Anbieter. Verstehen wir uns nicht falsch: Ich glaube nicht, dass wir IT-Technik mit „böse“ belegen sollten oder müssten. Aber wir sollten Distanz behalten, sollten wir selbst, Mensch (und damit analog) bleiben, sollten kritikfähig bleiben, sollten uns nicht einfach ausliefern. Wir werden absolut steuer- und kontrollierbar. Behalten wir den Menschen im Mittelpunkt, uns selbst. Lassen Sie uns das Steuer nicht aus der Hand geben! Vor dem Gebrauch solcher technischen Geräte sollten wir in Zukunft nicht nur die Gebrauchsanleitung lesen, sondern über Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen nachdenken.
Seit der Entwicklung der Schusswaffen ist es zur Nutzung dieser Technik in ungeahnter Häufigkeit und Effizienz gekommen. Die Bedeutung der Schusswaffen wird in Zukunft schwinden. Die neue Waffe ist die Kamera in Kombination mit der Datenübertragung. Bald werden wir alle uns vermummen, nicht nur die muslimischen Frauen, weil wir auf Schritt und Tritt gefilmt werden und diese Daten zentral verarbeitet und genutzt werden. Sie dürfen sicher sein, dass diese Daten überwiegend nicht für uns, sondern für andere (und damit gegen uns) genutzt werden. Diese Daten dienen zum Klonen. Wir werden alle möglichst in gleichem Outfit einschliesslich Gesichtsschleier herum laufen und werden uns möglichst nicht entblössen, damit uns niemand erkennt und ortet. Und nur an Orten besonderen Vertrauens werden wir den Schleier lüften, Menschen begrüssen, eventuell Hände schütteln und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht reden, um uns dann wieder sicher hinter dem Schleier zu verstecken.
Wenn heute ein Programmierer ein neues Programm geschrieben hat, dann macht er sich nicht mehr die Mühe, das Programm detailliert zu erläutern und zu erklären und den Umgang zu lehren. Nein er schreibt, das Programm funktioniere ganz „intuitiv“ und damit hat der Kunde den schwarzen Peter, wenn er nicht damit zurecht kommt. Das bedeutet dann: Du Kunde, hast Dich unserer digitalen Lebensweise noch nicht so intuitiv (also per Gefühl und Spiegelneuronen) angepasst. Dann bist du selber Schuld. Dann wirst Du über Versuch und Irrtum das Programm ausprobieren müssen und dich hineinfinden müssen. Irgendwann bist du dann auch so weit wie wir. Wir werden zum programmierten und digitalisierten Kunden und merken es nicht einmal. Heute sind wir eher Sklaven als Nutzniesser der Digitalisierung. Aber alle, die daran verdienen, manipulieren über schnelle Information, Werbung und Wecken von Kundenwünschen unsere Intuition und melken dann unsere Geldbörse. Achten Sie auf Ihre Intuition! Die Gleichschaltung von Menschen über ihre Intuition, was sich heute über die Medien viel leichter bewerkstelligen lässt als früher, schafft bereits Klonmenschen, bevor überhaupt der erste Mensch geklont wurde.
Der Verweis des Programmierers auf die intuitive Bedienbarkeit seines Programmes zeigt erstens, wie faul er ist (die Mühe der Erklärung spart er sich), zweitens, dass wir als Kunden von ihm richtig abhängig sind (sonst könnte er sich das nicht leisten) und drittens, wie dumm wir sind (dass wir uns wie Kaninchen von ihm einfangen lassen).
Das Problem ist nicht die künstliche Intelligenz, nicht die Informationstechnologie, sind nicht die Social-media-Unternehmen, sondern die von den Machern vertretene Philosophie hinter den Systemen. Interessanterweise las ich, dass diese Unternehmen jetzt sogar Philosophen anstellen, um vor unliebsamen Entwicklungen vorab gewarnt zu sein. Sehr geehrter Herr Zuckerberg und Kollegen, Sie brauchen keine Philosophen, sondern Sie müssen schon selbst lernen, zu philosophieren. Das können nur Sie selbst als Chef des Unternehmens. Philosophieren, nachdenken, kann man nicht delegieren. Das müssen Sie selbst. Ihre eigene Philosophie entscheidet über Wohl und Wehe Ihres Unternehmens und seiner Kunden. Ich hätte da einen Tipp: Schenken Sie Geld, Toleranz und Freiheit auf Ihre spezielle Weise, mit Ihren Mitteln, mit Ihrem Unternehmen. Wie Sie das am besten bewerkstelligen, das ist Ihre philosophische Aufgabenstellung. Vergessen sollten wir aber auch nicht, dass am anderen Ende der Beziehung Kunden und Anwender stehen. Auch deren Philosophie entscheidet mit über Wohl und Wehe dieser Techniken. Also auch wir selbst sind entscheidend beteiligt und gefordert.
Verfallen wir aber bitte nicht in die allgemein ablehnende Position gegenüber digitaler Technologie. Sie gleicht der atomaren Technik, mit der man Energie gewinnen kann, grosse Anzahl von Menschen töten kann und extrem langfristig Gefahren für die Menschheit erzeugt. Lösungen haben wir noch nicht. Die digitale Technik schätze ich ebenso polar ein. Sie nutzt uns sehr, aber sie birgt extreme Gefahren und die werden heute konsequent tabuisiert.
Diese Woche eine junge IT-Verkäuferin zu mir: Herr Flade, Sie kommen da nicht mehr mit. Sie sind ja eine alte Generation. Wir leben in der digitalen Welt, wir passen uns an. Das schaffen Sie gar nicht mehr. Sie hat in mehrfacher Richtung Recht, aber was sie nicht wahrnimmt, ist, dass ich sie nicht bestaune und beneide, sondern bemitleide und ihren Optimismus nicht teilen kann.
Was wird demnächst passieren, wenn eine grössere Menge Menschen merkt, wie uns die IT-Industrie gefangen genommen hat? Der Kampf der zwei Menschengruppen wird noch viel härter werden als alle bisherigen. Jetzt kann man gegen Immigranten und Gegner ganz physisch vorgehen. Gegen unsichtbare IT-Wellen, Fake news und Gefühlsverdrehungen in uns geht das nicht mehr oder sehr viel schwerer. Die IT-Giganten haben uns überrollt ohne uns zu fragen. Wir haben es gar nicht gemerkt und wir werden sie nicht wieder los. Die EU schafft ein neues Gesetz, die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) und die Player schieben alle eventuell strittigen Themen einfach in den Verantwortungsbereich des Kunden. Bestätigen Sie unsere neuen langen, langen, langen AGBs und dann erlauben wir ihnen die Nutzung unseres Programmes und nur dann. Die Richtlinien der Player sind inzwischen lang wie Bücher. „Ja“ sagen und nutzen oder „Nein“ sagen und Schluss. Sind wir jetzt einen Schritt weiter? Wir sind nicht mehr Herr über uns selbst. Wir wurden Geiseln der IT-Giganten! Vor hundert Jahren waren die Bergarbeiter die Geiseln der Minenbesitzer oder die einfachen Arbeiter Geiseln der Firmeneigentümer. Liebe EU-Politiker, Ideal und Wirklichkeit? Schaffe doch bitte nur der Gesetze, der sie auch intelligent formulieren und dann durchdrücken kann und das bitte mit dem Kunststück, nicht zum Diktator oder dauerhaften Ankläger zu werden. Lösung? Mir fällt nur eine ein: Verzichten und Schenken, von allen Beteiligten.
Sehr geehrte Globalisierungsgegner, Sie kommen 500 Jahre zu spät. Unsere Vorfahren hätten nachdenken sollen bevor sie loszogen. Liebe Macher von künstlicher Intelligenz, Gentech und anderen Errungenschaften, lassen Sie uns nachdenken bevor wir losziehen all das zu schaffen und zu überreizen. Nicht, dass es uns so geht, wie den Globalisierern.
Wir ärgern uns über die Hasstiraden in manchen Foren im Internet. Aber die sind doch wunderbar. Jetzt geben uns diese Menschen einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt, die wir vorher nicht hatten. Vorher war alles versteckt, intransparent. Das ist jetzt anders. Wir können uns jetzt darauf einstellen. Wir bekommen gezeigt, wer der Mensch tatsächlich ist. Denken wir aufmerksam darüber nach, ehe uns die Politik diese Chancen durch jede Menge neuer Gesetze wieder nimmt.
Informationstechnologen versuchen Technik durchzusetzen. Sie sehen und propagieren die Vorzüge und tabuisieren die Nachteile, um davon abzulenken, dass sie diese Technik gegen uns Menschen durchsetzen. Alle einheitlich auf der Welt. Ein System auf der ganzen Welt. Leben bedeutet Vielfalt. Informationstechnologen glaubten, Vielfalt zu bringen und bringen uns durch die Globalisierung und durch den egoistischen Zwang anderer die einförmigste Einförmigkeit, die je gedacht werden konnte.
Wir brauchen elektronische Datenverarbeitung, die Algorithmen, weil wir sonst die Fülle der Daten gar nicht mehr nutzen können. Wir brauchen künstliche Intelligenz, um die Fehlerhaftigkeit des Systems Mensch zu reduzieren in Luftfahrt, Medizin, Atomindustrie, Mobilität, Wissenschaft. Trotzdem müssen wir uns klar sein darüber, dass die Algorithmen nur mathematische Systeme sind, die die Widersprüchlichkeit von uns Menschen nicht mit berücksichtigen. Statt dass wir uns immer mehr den künstlichen Systemen anpassen (was derzeit rasant und widerstandslos stattfindet), sollten wir umgekehrt die mathematischen Systeme uns anpassen (was aber nicht geht, denn sie erfassen Leben nicht). Wir selbst begeben uns auf das Niveau künstlicher Intelligenz, wenn nicht sogar noch tiefer.
Etwas überspitzt gesagt wird künstliche Intelligenz unsere einzige Rettung sein und zugleich wird sie uns ersetzen und verdrängen. Dann wird es den Menschen als Mensch, als Leben nicht mehr geben, nur noch im Museum ohne Betrachter.
Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz wird uns den Unterschied zwischen „Leben“ und „Nicht leben“ zeigen. Der Mensch kann mit dem Satz „Ich liebe Dich“ auch genau das Gegenteil sagen, nicht merkend, dass er es tut. Künstliche Intelligenz wird das wahrscheinlich nicht können. Könnte es sein, dass Intelligenz an Leben gebunden ist? Gibt es überhaupt tote und damit künstliche Intelligenz? Kann es sie geben oder ist da eine unsichtbare Grenze gesetzt, die menschliches „möglich“ von „unmöglich“ trennt? Ist künstliche Intelligenz nicht eher das, was wir in den Schulen in unsere Schüler stopfen und sie damit fast oder ganz überfordern und ihnen Leben stehlen, während das, was die Informatiker für „künstliche Intelligenz“ halten, einfach nur Maschine ist?
Ist Lernfähigkeit bereits ein Zeichen von Intelligenz? Viele Tiere sind lernfähig. Sind sie allein wegen dieser Fähigkeit schon intelligent? Erst müssen wir Geisteswissenschaft betreiben und uns unserer Weltanschauung bewusst werden. Erst müssen wir als Erwachsene viel „Warum“ fragen, nicht nur als Zweijährige. Sonst wird Wissenschaft gar zu oft und leicht zu Fake. Dann erst können wir als Menschen uns selbst und der Welt gegenüber angemessen leben, urteilen und handeln.
Was ist denn Intelligenz? Einige Gedanken:
Intelligenz braucht Bewusstheit.
Intelligenz braucht Beziehung.
Intelligenz braucht Leben, braucht den biologischen, den realen Menschen und auch die reale Welt.
Intelligenz ist eine eigene Weltanschauung, eine eigene Sicht von leben und tot, von Mensch und Welt in allen seinen Facetten.
Intelligenz ist nicht einfach nur „Wissen“ und das Anwenden können und auch nicht nur Theorie unabhängig von Biologie und Realität.
Intelligente Menschen sind gesellschaftlich und familiär eingebundene, unabhängige Menschen, keine Herdentiere.
Wie werden Gesichtserkennung und künstliche Intelligenz mit unserer Zwiespältigkeit klarkommen? Die meisten von uns sind ja mindestens 2 in einem, wenn nicht noch mehr in einem. Wie soll künstliche Intelligenz an Hand von mathematischen Formeln als Algorithmen das bewältigen? Wie wollen oder sollen Programmierer das programmieren? Algorithmen beruhen auf Eindeutigkeit. Wir Menschen sind wesentlich sehr uneindeutig.
Sie bekommen die Widersprüchlichkeit des Lebens und somit des Menschen nicht in Theorien gepresst und damit auch nicht in künstliche Intelligenz. Hören wir auf, Theorien, die sich mit dem Leben oder dem Menschen beschäftigen, in sich stimmig und logisch zu formulieren. Genauso ist es mit Software. Woher soll eine Maschine erkennen, ob bei gleichen Voraussetzungen heute Folge A gewählt werden muss und morgen Folge B (womöglich übermorgen noch eine dritte Folge)? Bis zu einem gewissen Grad wird die innige Verbindung von Mensch und Maschine Möglichkeiten schaffen. Je mehr der Mensch Maschine wird, desto mehr wird das gelingen. Aber menschlich? Mensch sein? Wir Menschen schaffen uns selber ab.
Der Mensch, wir selbst, betrachten uns immer mehr als Maschine und wir werden immer mehr zur Maschine. In der Kindheit werden wir vollgestopft mit „Wissen“, statt mit Leben und Lebenserfahrung. Programmierer sitzen irgendwo in ihren Ghettos und programmieren Maschinen nach ihren eigenen Vorstellungen (nachrangig denen der Kunden). Diese Maschinen sollen Menschen, Kinder, Frauen und Männer, in ihren Maschinenbann ziehen und diese Maschinen tun das auch gnadenlos. Forscher erforschen immer weniger das menschliche Hirn als die maschinellen Netzwerke. Das menschliche Hirn ist schon abgehakt, vor allem beim Training. Die Denkarbeit nehmen bereits die Maschinen ab. Ob sie wirklich die Nachdenkarbeit abnehmen werden, halte ich für zweifelhaft. Ihnen fehlt die Widersprüchlichkeit. Statt dessen werden von Forschern und Technikern Superhirne (Quanten-PCs) entwickelt.
Männer und Möchte-gern-Männer verstehen ihren Körper schon als Maschine: Wohl dosierte und abgestimmte Kunstnahrung oben rein, die angemessene, maschinell per App dosierte Bewegung dazu, eingetrichtertes Wissen und täglich von aussen schnell zugeführte Informationen (meist eher Vorurteile als Urteile). Geschlechtlichkeit ist nur noch Fettnapf zwischen den Geschlechtern und findet künstlich im digitalen Porno statt. Und das ist ja nicht Zukunft. Das ist Gegenwart. Wir leben mittendrin. Was unterscheidet diese „Menschen“ eigentlich von Maschinen? Sie, wir sind Maschinen, Biomaschinen.
Könnte es sein, dass Künstliche Intelligenz uns auch befreit? Befreit von unserer Widersprüchlichkeit, befreit von unserem Menschsein? Ob künstliche Intelligenz uns nützt oder schadet, ist eine Frage der Nutzung, eine Frage unseres Selbstbildes, unseres Menschen-, Maschinen- und Weltbildes. Denken Forscher und Techniker vorher darüber nach?
Frauen sind urmenschlich, aber sie sterben aus. Es gibt nur noch vereinzelte Exemplare. Männer und Möchte-gern-Männer als biologische Maschinen sind bereits die Gegenwart und unmittelbare Zukunft.
Ist der Mensch einfach so bekloppt, dass er sich die Welt immer komplizierter macht, nur weil er nicht nachdenkt und immer mehr Hilfsmittel braucht, um das komplizierte System überhaupt zu verstehen und betreiben zu können? Selbstmord ohne Mord, aber auf Raten? Ein Problem des Menschen ist, dass er sowohl in wie auch gegenüber der Welt oder Schöpfung lebt. Das ist eine biologische Naturregel. Mit jeder Veränderung der Welt, ändert er automatisch auch sich selbst oder schafft es gar nicht, mit der Veränderung mitzuhalten. Mit immer mehr von etwas erreichen wir immer weniger, weil alles sich gegenseitig relativiert.
Wir haben viel theoretisches Elaborat und die digitale Technik verbreitet die in unermesslichem Masse. Sicher 95 % davon sind wertlos. Wichtige realitätsnahe Informationen in Form von echtem Wissen gibt es nur selten. Seien Sie kritisch (übrigens auch mir gegenüber).
IT-Service heisst heute nicht, dem Kunden zu dienen, sondern den Kunden auf IT-Linie zu bringen. Man muss dem Kunden zeigen, wie sich der Kunde richtig anpasst. Zuhören, auf den Kunden eingehen? Fehlanzeige. In grossen Systemen auch gar nicht mehr möglich. Wir Menschen konkurrieren mit den maschinellen Systemen und haben längst verloren.
Den grossen IT-Firmen in aller Welt kommt es nicht darauf an, die Kunden zu bedienen. Sie haben einen lukrativen Weg gefunden, den Kunden viel Geld aus der Tasche zu ziehen, in dem sie den Kunden weiss machten, sie bräuchten so etwas ganz dringend. Das Internet macht es ihnen einfach, nur die Konkurrenz schwer. Die AGBs zeigen es. Ausser zu zahlen und nach anbietergerechten Richtlinien zu benutzen, hat der Kunde keine Rechte. Die gesetzlichen, verpflichtenden Rechte sind das Minimum und nach den AGBs dann aber auch das Maximum. Alle anderen Rechte liegen bei den Firmen. Dumme Kunden, wohl auch dumme Gesetzgeber? Denken wir nach: Nur Nichtgebrauch schützt vor Ausbeutung. Kunden lassen sich freiwillig als Geiseln nehmen, ohne es wahrzunehmen.
Die Lizenzvertragspraxis der Informationstechnologen in den letzten Jahren ist Diktatur und Unterwerfung pur. Ab nun folgen wir den Informationstechnologen wohin sie wollen. Es geht nur noch der Gang mit der Masse. Ein eigener Weg wird unmöglich oder führt in die Totalverweigerung.
Nutzvolle Informatik wäre philosophische Informatik, eine möglichst realitätsnahe Abbildung unseres Lebens und Handelns. Meistens versuchen aber die Informatiker, die Realität zu ihren Gunsten und nach ihren Ideen zu verändern und damit eine Scheinwelt aufzubauen. Das geht daneben, wirklich daneben, ist nicht zielführend. Wir versuchen immer wieder, unsere Theorie zu Realität zu machen. Umgekehrt wäre es passender.
Wir sind für das Internet gar nicht gebaut. Weder Gott noch die Evolution haben damals daran gedacht, dass Menschen so etwas erdenken und schaffen könnten. Sonst hätten sie uns ganz andere Gene verpasst. So sind wir völlig überfordert und wundern uns über Burn out.
Unsere Gesellschaft wird immer hysterischer, weil Rückzugsorte gar nicht mehr möglich sind. Wer kann denn heute noch irgendwo zur Ruhe kommen? Meiden Sie die Dauerkommunikation. Meiden Sie die Gefühlsbeurteilung durch den weiblichen Bauch. Meiden Sie die Schnellschüsse aus Angst.
Die zunehmende indirekte Lebensweise (gesellschaftliche Dreiecke (sehen wir später noch), Digitalisierung, Globalisierung, Verrechtlichung, Bürokratie, …) machen uns nicht menschlicher. Betrachten wir Russland. Die Digitalisierung wird vor allem als Kampfmittel benutzt, aber kaum in der Breite zum Leben. Dagegen lebt das einfache russische Volk menschlicher, direkter (ausser den reichen, neuen Russen, die aber auch kaum einer mag).
Im Internet finden Sie immer Theorie (übrigens auch bei mir). Die Praxis ist Ihr Leben. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Theorie im Leben auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Die Wahrheit erweist sich an der Realität. Deshalb ist es so wichtig, dass wir gut beobachten, kritisch hinterfragen und möglichst im Nachdenken die Spreu vom Weizen zu trennen lernen. Sonst sind wir nach dem dritten Versuch, etwas auszuprobieren, schon mit dem Leben am Ende oder wir leben gar nicht mehr unser Leben, sondern das, was Andere uns als richtig verkaufen, im Eigeninteresse bewerben, aus Machtinteresse anpreisen oder (z.B. per Gesetz) aufdrücken oder aus Dummheit aufschwatzen. Ist es denn wirklich so selbstverständlich, dass wir uns verändern müssen, dass wir uns dem „Fortschritt“ anpassen und mitlaufen müssen? Sollten wir nicht doch besser vorher nachdenken?
In Deutschland in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts und seitdem in vielen Ländern dieser Welt sind gemeinschaftliche Gewalttaten gegenüber Anderen ausgeführt worden. Es gab ganze oder Teilgenozide. Wie kann es sein, dass immer wieder Menschen Anführern hinterherlaufen, wo es dann zu solchen Folgen kommt? Das können nicht nur die 68iger ihren Eltern gegenüber nicht verstehen, sondern auch wir verstehen das nicht. Das kann doch nicht sein. Da stimmt doch etwas nicht. Aber schauen Sie sich selbst an. Wie schnell und völlig widerstandslos sind wir den Informationstechnologen hinterher gelaufen? Zumindest bisher haben sie glücklicherweise nicht so viele Tote verursacht. Wer will vorhersagen, dass das auch in Zukunft so bleibt?
Der biologische Mensch stirbt gerade aus. Die Natur haben wir bereits unterworfen und in einige Reservate verdrängt. Im Übrigen gibt es sie nicht mehr. Der Mensch in Abhängigkeit und im Einklang mit der Natur ist nahezu ausgestorben. Es gibt fast keine Exemplare mehr. Mc Donalds und Co haben als Erste überall Fahnen der Einförmigkeit gepflanzt. Die Informatiker unserer Zeit rotten gnadenlos um der Effektivität willen die Biodiversität des Menschen (der einzelnen Menschen und der Völker) aus. Das ist die Kehrseite der IT-Optimierung. Ich wünsche den jungen Generationen sehr viele Nachdenker und möglichst wenige Macher. Ich wünsche Ihnen sehr viel inneren Widerstand. Die IT-Spezialisten sind die neuen Diktatoren dieser Welt und die Frauen der ganzen Welt laufen ihnen in Heerscharen nach wie Schafe zur Schlachtbank ohne einen einzigen Gedanken von Kritik. Männer denken auch an dieser Stelle genauso wenig nach und reihen sich ein in die Heerscharen, wenn sie sich nicht sogar zu deren Anführer resp. Diktator machen. Der Mensch, das biologische Wesen Mensch, ist völlig vergessen.
Es gibt den Grad der Komplexität. Er scheint der einfachen Gausskurve zu folgen. Bei Steigerung der Komplexität in den Anfängen eines Unternehmens steigt die Effizienz schnell, im mittleren Bereich, auf dem höchsten Niveau der Kurve, nehmen beide relativ parallel zu und auf der anderen Seite nahe an der Grundlinie steigt der Aufwand massiv fast ohne weitere Effizienzsteigerung. Sollte uns das nicht zu denken geben? Das gilt für viele Dinge, z.B. auch für die Fehlerwahrscheinlichkeit und -vermeidung…

 

Diskussionen – Kriegsführung:

Diskutieren heisst, Interessen vertreten, entweder eigene oder die der Moral, bei der wir natürlich immer auf der guten Seite stehen. Interessen vertreten braucht aber immer ein Gegenüber, eher einen Gegner. Die Positionierung als Gegner ist für beide Parteien praktisch nicht zu umgehen. Bei jeder Auseinandersetzung, bei der wir etwas gewinnen, wird sehr wahrscheinlich der/die gegenüber etwas verlieren (Sonst bräuchten wir nicht zu diskutieren). Es ist fast selbstverständlich, dass unser Gegenüber versuchen wird, sich das oder etwas anderes als Ausgleich später irgendwie wieder zurückzuholen. So werden die Spannungen nach und nach immer grösser. Sich ausnutzen lassen, (sich) schenken, würde entkrampfen. Lieber anpassen statt Druck machen, den Möglichkeiten der Erde anpassen, den Möglichkeiten des Partners oder auch Gegners anpassen. Nicht fordern, sondern anbieten. Zusammen nachdenken statt Positionen verteidigen. Nutzen wir doch unser Hirn statt der Intuition. Wozu haben wir unser Hirn denn geschenkt bekommen?
Wer diskutiert, angreift oder sich verteidigt, wird wohl eher (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht nachdenken.
Diskussionen sind oft Kriegsführung ohne feste Waffen. Deshalb gibt es psychologische und rednerische Schulung zur Übung und Meisterschaft auf diesem Gebiet. Nur, am Ende gibt es Sieger und Verlierer oder ein Patt, aber es gibt selten Überzeugte. Deshalb immer wieder Vorsicht mit Diskussionen. Sie werden schnell zwei gegnerische Parteien schaffen, und das vor Allem, wenn in der Diskussion Gefühle mit benutzt werden. Gefühle sind viel stärker als der Verstand oder Gedanken. Dem Gewinner bringen sie deshalb Vorteile, aber den Verlierer stempeln sie um so mehr. Nicht nur „Gut“ und „Böse“ sind Atomwaffen in der Diskussion, sondern auch die Nutzung von Gefühlen, insbesondere von negativen.
Auch für das Führen von Diskussionen wäre es interessant, dem Gedanken zu folgen, dass kein Mensch eine eigene Partei ist, sondern durch die zwei Teile von „gut und böse“ in dem einen und selben Menschen gar nicht mehr als Partei, als Gegenüber, als Gegner, sondern als Zwitter wahrzunehmen ist. Erstens erwarte ich nicht mehr, dass seine Argumentation stringent gegen mich ist und zweitens gehört er teilweise auf meine Seite, mal mehr und mal weniger. Das trifft zu für alle Auseinandersetzungen zwischen „rechts“ und „links“, „pro xyz“ und „kontra xyz“, Separatist und Unionist und wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie staunen, wo überall noch.
Kann es sein, dass nach dem zweiten grossen Weltkrieg alle so erschöpft und abgekämpft waren, dass praktisch alle bereit waren, miteinander einen Status quo auszuhandeln und einigermassen einzuhalten? Keine 50 Jahre später, 1990 war man vom Status quo des kalten Krieges so angewidert, dass manche Völker sogar bereit waren, sich gegenseitig etwas zu schenken. Jetzt, nur eine Generation später, sind alle so mit sich und ihrer Position im Völkerreigen beschäftigt und viele fühlen sich als benachteiligte oder anderweitige Opfer, dass niemand einem Anderen mehr etwas schenkt. Jetzt muss man sich nehmen, seine Freiheit, sein Land, seine Rechte, seine Selbstbestimmung, … Man muss sich behaupten im Völkerreigen, damit man nicht untergeht. Bald fühlen sich wieder alle nur noch als Opfer und dann sind alle Mittel recht und seien sie noch so brutal, um sich aus der Opferposition zu befreien. Jetzt muss Druck ausgeübt werden. Brauchen wir das noch einmal?
Handeln entsprechend der Intuition, die ja (ohne unsere Wahrnehmung) fast rein egoistisch ausgerichtet ist (vielleicht ausser wenn es bei der Mutter um die eigenen Kinder geht) führt zu immer grösseren Wellen von Gewalt. Die Schuld und die negativen Gefühle werden immer mehr. Das Geschehen schaukelt sich gegenseitig immer weiter hoch (meist in Richtung Gewalt, viel seltener in Richtung Lachen oder Humor). Es wird immer schwerer werden, aufeinander zuzugehen, noch schwerer, sich zu lieben. Je eher wir die Kehrtwendung vollbringen, desto leichter ist sie. Jetzt …!
Schenken – was sollen wir schenken? Was wünscht sich der Andere? Hören wir zu in Diskussionen, in Verhandlungen für Verträge, vor Gerichten, in Streitgesprächen, beim Feilschen um Positionen, um Rechte und Pflichten, um Geld, bei Demonstrationen, in Kriegen. Die Wünsche werden immer mit viel Krach und Tamtam und Terror geäussert. Es ist schon erstaunlich, dass wir diese Wünsche, wenn sie doch so laut vorgetragen werden, gar nicht hören, gar nicht wahrnehmen. Unsere Vorurteile, unsere Positionierung in der Gesellschaft, unser Egoismus (Ich muss meine Interessen vertreten) sind dichte Ohr- und Wahrnehmungsschützer. Dadurch dringt nichts mehr.
Diskutieren Sie nicht, um jemanden zu überzeugen, sondern nur, wenn beide Spass daran haben, die Fetzen fliegen zu lassen und Gedanken gemeinsam zu entwickeln oder um ihm zuzuhören. Diskussionen überzeugen nicht, vor allem nicht zwischen Frau und Mann. Meist wird die Frau nachgeben und sich verletzt zurückziehen. Diskutieren hilft auch nicht zum Lösen von Problemen. So werden die Probleme nur hin und her gewälzt und von einem zum Anderen geschoben. Du bist Schuld am Problem. Schon sind wir wieder in Abwehr und Angriff und damit auf den intuitiven Autobahnen unseres Gehirns, das auf diese Weise gar keine Lösung zulässt. Auch das könnten wir aus der Geschichte lernen.
Probleme lösen heisst, Situationen annehmen und aushalten, eventuell auch verändern und ohne Schuldzuweisung wie auch ohne Selbstbeweihräucherung, Toleranz zu üben. Selbst im Umgang mit toter Materie ist Veränderung wohl nur selten eine Verbesserung, eine Problemlösung, sondern nur eine Verlagerung. Wer das nicht glaubt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit nur zu kleine Räume, auch zu kleine Zeiträume, durchblickt.
Beim Diskutieren kann man nur in den seltensten Fällen nachdenken. Oder man hört einfach zu. Auch umgekehrt, beim Nachdenken diskutieren wird schwierig. Nachdenken kann man am besten allein in Ruhe, mit Zeit und ohne Störapparate.
Setzen Sie keine Zeichen. Wer ein Zeichen setzt für oder gegen etwas, demonstriert damit nur, dass er es jetzt einmal tut und sonst eben nicht. Denn sonst müsste er ja jetzt kein Zeichen setzen, wenn er es sonst sowieso immer tut. Mit Ihrem Zeichen Setzen zeigen Sie genau das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Handeln Sie Ihren Überzeugungen nach. Leisten Sie sich Überzeugungen, entwickeln Sie welche und halten Sie sie auch durch gegen Widerstand und vor allem gegen Ihren eigenen inneren Widerstand. Handeln Sie, egal was Ihr Nachbar, Ihr Kollege, Linke oder Rechte, Parteigegner oder auch nur Ihr Ehepartner dazu sagt und denkt.
Wir überzeugen nicht durch Argumentation, nicht mit Beweisen, sondern durch den Gebrauch von Gefühlen, unserer Intuition! Deshalb müssen Diskussionen spannend sein, mit Jokes und freundlichen Worten durchzogen sein, Witze und Pointen enthalten, eine gute Atmosphäre bieten. Den nüchternen Beweis mögen wir gar nicht. Er lässt uns kalt und überzeugt eigenartigerweise eben nicht.
Weil wir selber uns natürlich immer im „Guten“ oder als „Gute“ sehen (da gibt es nur wenige (vielleicht krankhafte?) Ausnahmen), werden wir blind für uns selber und wir täuschen uns zunehmend. Wir können uns selbst nicht mehr angemessen beurteilen. „Ich bin gut“ ist eines der verbreitetsten, der tiefgreifendsten und der spannungsaufbauendsten Vorurteile (ja wirklich: Vorurteile!) in unserem Leben. Dieses Vorurteil (das wir selbst natürlich als das am besten begründete Urteil auf dieser Welt ansehen) ist Grund für so viele Spannungen in zwischenmenschlichen Beziehungen, in Diskussionen, in Streitereien, in Kriegen. Das führt uns zu unserer Überheblichkeit, Männer beim Imponieren, Frauen beim Heilige und Opfer Spielen. Wir neigen permanent dazu, uns zu überschätzen und andere zu unterschätzen und Forderungen natürlich an andere zu stellen, nur nicht an uns selbst.
Wenn wir „menschlich“ werden wollten, müssten wir uns viel mehr an die Realitäten anpassen, also weniger diskutieren, weniger kämpfen, weniger verändern, mehr zuhören. Unsere Ansicht, wenn etwas in der Gesellschaft nicht funktioniert, das System sei Schuld, ist blanker Unsinn. Die Gesellschaft ist Realität. Realität können wir nicht verändern. Sie steht ausserhalb unseres Einflussbereiches.
Hören Sie auf, zu diskutieren. Beobachten Sie Ihre Umwelt. Achten Sie auf sie. Denken Sie über Ihre Beobachtungen nach. So werden Ihre Vorurteile immer wirklichkeitsnäher, immer realistischer, kommen angemessenen Urteilen immer näher. Wenn Sie diskutieren, ist die Gefahr kaum zu umgehen, dass Sie Ihre falschen Vorurteile gegen Kritik und Anfeindung verteidigen. So kommen Sie der Wahrheit kaum näher. Hören Sie auf, immer Ihrer Intuition zu folgen. Die macht Sie gefrässig, dick und faul. Üben Sie Selbstbeherrschung und achten Sie auf gute Übereinstimmung des Ergebnisses Ihres Nachdenkens mit Ihrem Körpergefühl. Vermeiden Sie schnelle Reaktionen auf Ereignisse. Handeln und reden Sie erst, wenn Sie lange nachgedacht haben.

 

Dreiecksbeziehungen (Versicherungen, Staat):

Vor Jahrtausenden gab es ganz überwiegend Zweierbeziehungen, Beziehungen zwischen Mutter und Kind, zwischen Frau und Mann, zwischen Herrscher und Untertan, zwischen König und König, zwischen Sklavenhalter und Sklave etc. Gab es einen Herrscher im Land, gehörte diesem das Land mitsamt dem Volk mehr oder weniger. Untergebene waren entweder auf Grund ihrer Stärke und ihres Ansehens eine Gefahr für den Herrscher und hatten gewisse Vorteile oder sie waren rechtlos.
Erst mit der Einführung von Staatsbeamten im alten China oder der gedanklichen Einführung von Demokratie im alten Griechenland kam es zur Ausbildung von Dreiecksverhältnissen. Es gab plötzlich Beamte, die nach oben buckelten und nach unten traten. Es wurde plötzlich eine Institution erdacht, die von allen getragen werden sollte und die allen gewisse Rechte schaffen und garantieren sollte. Diese Institutionen lebten aber nicht selber und nahmen auch keine Einkommen ein oder hatten Versorger. Deshalb brauchten diese Institutionen Steuer- oder Beitragszahler, damit sie selbst überhaupt Leistungen veranlassen konnten. Waren gewisse Bedingungen erfüllt, konnte man auf die Gewährung der oder des verbrieften Rechtes vertrauen. Sicher war das aber keineswegs.
Das hat sich seit dem zweiten Weltkrieg deutlich verändert. In der Phase der staatlichen Konsolidierung in Mittel- und Nordeuropa sind diese Rechte relativ korrekt gerichtlich einklagbar. Sollten die Rechte höhere Kosten verursachen, als die Einnahmen decken, dann müssen eben Schulden aufgenommen werden. So lässt sich eine Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben überbrücken, wie das für jeden Bewohner oder Erdenbürger prinzipiell für überschaubare Zeit möglich ist.
Der Start solcher Institutionen wie Staaten, Versicherungen, Vereine, Unternehmen etc. dient meistens einem Zweck. Zu Anfang werden oft wenig Leistungen gefordert. Die Beiträge decken diesen Bedarf leicht oder es entsteht sogar ein Guthaben. Bei den meisten sehr auf Leistung ausgerichteten Institutionen (wie Staaten, Renten- und Krankenversicherung, Invalidenversicherung etc.) steigen mit der Zeit die gewährten Rechte und Leistungen. Die eingezahlten Beträge sind gefühlt hoch, decken aber den Bedarf langfristig nicht. So kommt es zu Defiziten. Gefühlt sind die Beiträge von uns hoch, die erbrachten Leistungen an uns aber gering. Die Leistung „Sicherheit“ ist finanziell nicht bezifferbar. Daher liegt unsere Einschätzung von „angemessen“ sehr an unserer Intuition. Die aber ist, wie wir schon sahen, sehr egoistisch eingestellt. Die Beiträge sind höher als die Erlöse, also: „Ich werde betrogen“! Eine angemessene Einschätzung ist intuitiv nicht möglich. Selbst bei einer rationalen Beurteilung wird uns unsere Intuition immer wieder versuchen, in eine egoistische Einschätzung „Betrug“ von Angemessenheit abzubringen. Unser Egoismus setzt sich durch, vielleicht nicht absolut, aber auf jeden Fall relativ.
Bürger, die in eine Versicherung eingezahlt haben, erwarten auch, dass diese Versicherung im Schadensfall ihnen hilft. Wenn aber per Definition (per AGB und Versicherungsbedingungen) ihr Schaden nicht mit anerkannt wird, dann fühlen sie sich und sind sie im Stich gelassen. Dann fühlen sie sich betrogen als zahlende, aber nicht geholfene Mitglieder. Und der Gang zum Sozialamt (im Grunde die letzte Form von Versicherung, die letzte Masche im Netz vor dem sozialen Abgrund) ist die Demütigung schlechthin, vor allem für Männer: „Du hast komplett versagt!“.
Versicherungen und staatliche Organisationen führen zu einem Dreiecksverhältnis. Der Kunde/Bürger zahlt ein (Beiträge oder Steuern). Er glaubt, damit Rechte zu erwerben (was ihm ja eigentlich auch zugesichert ist) und wenn er Glück hat und sein Schaden ist tatsächlich nach den Regeln versichert oder abgesichert, dann bekommt er Schadensersatz oder Geld und alles ist mehr oder weniger gut. Aber wenn der Schaden sich plötzlich als nicht mit versichert herausstellt oder irgendwelche Bedingungen nicht eingehalten werden, dann …? Je länger solche Versicherungsverhältnisse dauern, desto mehr kommt es zu formulierten Bedingungen, die zu einer immer engeren Definition des Versicherungsfalles führen. Das ist normaler Lauf des Versicherungslebens. Damit die Rentabilität der Versicherung erhalten bleibt, werden Grenzfälle zunehmend ausgeschlossen. Der Graubereich am Rand wird per Definition möglichst schmal gehalten. Das ist nichts Besonderes. Aber es führt dazu, dass immer mehr Schadensfälle als nicht versichert aussortiert werden. Die Ermessensspielräume werden möglichst entfernt.
Die Versicherung/der Staat müssen wiederum das Geld der Kunden/Bürger verwalten. Auch dazu braucht es Regeln, die mit der Zeit immer genauer und damit fast immer komplizierter werden. Also braucht die Verwaltung mehr Zeit und mehr Geld dafür. Die grossen Versicherungsunternehmen und -Immobilien sind alle von den Beiträgen, die staatlichen Organisationen und Strukturen von den Bürgern über die Steuern, bezahlt. Diese Summen gehen von den Beträgen ab, die zur Schadensregulierung oder für Serviceaufgaben des Staates zur Verfügung stehen. Jeder Versicherte/Steuerzahler meint, wenn er versichert oder vom Staat gesichert ist, dann habe er im Ernstfall Anspruch auf mehr Geld als er eingezahlt hat. Wenn das Haus brennt, kostet das Hunderttausende. Die Jahresprämie betrug aber nur Tausende. Der Polizeieinsatz wegen der Diebe kostet eine ganze Menge, aber der Teil in der Steuer, der für die Polizei tatsächlich ausgegeben wird, ist nur klein. Es stimmt also. Aber im Durchschnitt hat jeder viel mehr eingezahlt, als er herausbekommt, denn zahlen müssen alle Beitrags-/Steuerzahler. Nutzen haben aber nur die wenigen tatsächlich Geschädigten, die anderen nicht. In nur wenigen Fällen ist also die Versicherung ein Gewinn für den Versicherten, aber auf jeden Fall ist die Versicherung für die meisten Versicherten ein weit grösserer Kostenfaktor als ohne Versicherung. Jeder Versicherungsabschluss, jede Aufgabenübertragung an den Staat sollte sehr reiflich überlegt werden. Weg ist das Geld in Form von Beiträgen und Steuern auf jeden Fall. Ob man im Schadensfall wirklich Ersatz bekommt, steht in den Sternen (resp. den Regeln, die sowieso so kompliziert sind, dass keiner sie liest). Nur die allerwichtigsten Risiken sollten abgesichert sein, manche müssen es sogar (z.B. Haftpflicht). Risiko gehört zum Leben, also stellen wir uns den Risiken und nehmen sie auf uns, so weit es eben möglich ist. Sonst wiegen wir uns in falscher Sicherheit.
Versicherungen und der Staat sind durch das Dreiecksverhältnis von Kunde/Bürger – Versicherung/Staat – Bezahlter Helfer – Geschädigter/Leistungsempfänger (1 und 4 sind ja die Gleichen) gefährdet, eine ausufernde Verwaltung/Bürokratie zu schaffen und zu unterhalten. Wollen wir die viele Bürokratie und die hohen Kosten vermeiden, ist der sicherste Weg, die direkte Schadensabwicklung, das Sparen und selber Zahlen statt Leistung empfangen. Für sich selbst resp. die direkte Beziehung zwischen Geschädigtem und Helfer brauchen der Kunde oder Bürger keine Verwaltung oder Bürokratie. Das spart eine Menge Kosten und Arbeit.
Die beste Versicherung ist ein gut gefülltes eigenes Konto. Man kann selbst darüber verfügen und nach eigenem Gutdünken den Schaden ausgleichen.
Wenn sich nach längerer Zeit eine Gewöhnung an eine Versicherung eingestellt hat, dann entstehen oft negative Gefühle, weil man glaubt, mehr über Beiträge eingezahlt zu haben als man Nutzen daraus gezogen hat. Theoretisch müsste das auch je nach versichertem Risiko bei vielen Versicherten so stimmen und das wäre ganz normal, denn das ist einfache Versicherungsmathematik. Tritt ein Schadensfall nur selten ein, sind die Prämien niedrig und sie tun keinem weh. Tritt der Schadensfall häufig ein, wie bei Krankenversicherungen oder bei Rentenversicherungen, gleicht die Versicherung eher einer Bank als einer Versicherung. Jeder muss im Durchschnitt viel einzahlen, um die Schadenssumme auch bekommen zu können. Bei der Rentenversicherung können wir auf Grund der gegen 0 gehenden Verzinsung inzwischen relativ einfach berechnen: Anzahl der Jahre der Einzahlung zu Anzahl der Jahre der erwarteten Auszahlung (Lebenserwartung – Rentenalter). Zumindest früher gab es ja Verzinsung, die sich heute noch mit auswirkt, aber der Faktor wird immer kleiner. Man kann relativ leicht zumindest grössenordnungsmässig abschätzen, dass das System nicht funktionieren kann, ohne irgendwo zu stehlen (z.B. bei den jungen Beitragszahlern oder Steuerzahlern).
Dreiecksbeziehungen führen dazu, dass die Beziehungen indirekt werden. Es ist immer ein Dritter dazwischengeschaltet. Das kann manchmal sinnvoll sein. In vielen kleinen Dingen und in vielen eigentlich persönlich zu lösenden Problemen, Spannungen, Fragen, Verträgen etc. ist der direkte Kontakt, die direkte Verhandlung viel einfacher, schneller, preiswerter und eben persönlicher. Dreiecksbeziehungen schaffen Distanz; Zweier-Beziehungen (Schädiger und Geschädigter, Schuldner und Darlehensgeber) erleichtern oft persönliche Beziehung. Manchmal ist ein Mediator sinnvoll. Öffentlichkeit ist eher schädlich. Wir Menschen sind nicht gerne gläsern. Aber Dreiecksbeziehungen brauchen Kontrolle und das ist bereits die erste Stufe zur Bürokratie und zum Glas.
Das Dreiecksverhältnis der Krankenversicherung (Beitragszahler – Krankenkasse – Patient) entfremdet uns sogar von unserem eigenen Körper. Wir unterstellen unser Verhältnis zum eigenen Körper den Regeln und Gesetzen, die die Versicherung von Krankheiten betreffen. Nicht wir selbst dürfen bestimmen, sondern der Staat und die Versicherung tun es. Das lässt sich auch nicht umgehen.
Das Leben ist ein Börsenspiel. Immer wenn ich mich auf andere verlasse, erst Recht auf Dritte, wird das Leben derart kompliziert, dass es riskant wird. Jedes Sparen ist ein Glücksspiel. Liebe Versicherte, seien sie sicher, dass Sie ungesichert sind. Die meisten Versicherungen, insbesondere die Rentenversicherung funktionieren nach dem Schneeballsystem, das bekanntermassen nicht funktioniert. Dass die Versicherungen in den letzten 70 Jahren (seit dem 2. Weltkrieg) funktionierten, ist wahrscheinlich Ausdruck des Nachkriegsaufschwungs, der ja sehr wahrscheinlich war und nicht besonderer Ausdruck von Erfolg entsprechend Verantwortlicher ist. Diese Jahre guter Funktion sind kein Beweis, dass dieses Modell auch in Zukunft so gut funktionieren muss. Hinweise sprechen eher deutlich dagegen.
Gesundheitskasse! Was ist das? Für Gesundheit bräuchte es keine Kasse. Hier wird nur Schein aufgebaut. Lassen wir uns doch nichts vormachen!
Unsere Vorfahren und wir haben uns in unserer Gesellschaft viele Rechte erkämpft, die wir jetzt im Ernstfall zu bekommen erwarten. Im Ernstfall kämpfen nur jede Versicherung, jede Institution und jede staatliche Stelle darum, die Leistungen nicht erbringen zu müssen. Das Volk mutmasst, dass viele diese Rechte ausnützen und deshalb werden jede Menge Beschränkungen eingebaut. Im Kampf um das Recht werden bei den Geschädigten oder Bedürftigen auch noch die letzten Kräfte verbraucht, die zur Besserung nötig wären. Unsere Rechte müssen wir nämlich als Steuer- und Beitragszahler selbst bezahlen, wollen oder können es aber nicht.
Wir benutzen unser Rechtssystem, unsere Justiz und unseren Staat heute, um unsere erkämpften Rechte gegenüber anderen einzufordern. Woher nehmen wir das Recht dazu?
Bei Regelungen und Gesetzen für Versicherungen für Kranke und Invalide wird oft, wenn der tatsächliche Arbeitsplatz nicht mehr vorhanden ist oder aus anderen Gründen die direkte Ableitung und Einschätzung nicht mehr möglich ist, auf den Konjunktiv gewechselt. Grundlage ist dann, was der Gutachter oder Jurist sich vorstellen kann, was der Betroffene noch arbeiten kann. Gutachter und Juristen haben eine reiche Fantasie, die mit dem gelebten Leben des Betroffenen oft wenig gemeinsam hat. Aber diese Fantasie wird jetzt als „objektiv“ angesehen, weil nicht vom Betroffenen selbst unterbreitet. Solch eine Grundlegung ist zwar gedanklich nachvollziehbar, aber wegen der Differenz von Theorie und Praxis an dieser Stelle ein Witz. Angebot ist, was der Geschädigte mit seinem Körper und Gefühl noch leisten kann. Das ist wenig. Früher war man grosszügig, heute geizig. Es gibt kein objektiv dafür.
Wenn wir diese Arbeitsweise schon nicht vermeiden können, sollte uns wenigstens ihre hochgradige Unzulänglichkeit bewusst sein. Versicherung muss schon vom „Ist“ ausgehen, nicht vom „ich halte für denkbar“. Sonst ist die Versicherung wertlos.
Wir schicken die Geschädigten und Bedürftigen damit in die Opposition zur Gesellschaft und dann müssen die Geschädigten um ihre Rechte kämpfen mit allen Mitteln. Z.B. arbeiten? Ich kann nicht und dann muss ich es Euch eben zeigen, dass ich nicht kann, mit allen Mitteln.
Mich nimmt keine Versicherung mehr als Gutachter, weil ich nicht pro-Versicherung urteile. Dabei wäre ich möglicherweise am unparteiischsten?
Moderne Dreieckssysteme sind Systeme, die schwer zu schützen sind, weil keine Person körperlich mit ihr verbunden ist. Diese Systeme sind sehr anfällig für Betrug und Korruption, für Fehlbeurteilung (bewusst oder unbewusst), für Ausnutzung und vieles mehr. Politiker nutzen diese Möglichkeiten sehr gerne für sich. Nur nicht sanieren. Das ist eine Struktur, die dem Beispiel von „divide et impera“ folgt. Sähe Zwiespalt zwischen Beitragszahler und Leistungsempfänger und Du kannst das System gut für Deine Eigeninteressen nutzen. Dabei sind Beitragszahler und Leistungsempfänger oft mehr oder weniger die gleichen Menschen. Warum sind wir Menschen nur so dumm?
Unsere modernen Dreieckssysteme sollen ermöglichen, dass jeder sorglos leben kann, wie er will. Das hatten Gott und/oder die Evolution bei der Entwicklung menschlichen Lebens aber wohl gar nicht vor? Oder sie wollten sich eigentlich viel mehr Zeit lassen dabei, nämlich so viel, dass auch unser menschlicher Körper über genetische Zeiträume dazu in die Lage versetzt würde? Nach jetzigem Stand der Entwicklung haben Gott und/oder die Evolution den Menschen eher in die direkte Beziehung zu Gott, der Natur, der Erde und dem Mitmenschen gesetzt. Die indirekte Beziehung entfremdet uns von der Realität! Das bedeutet Täuschung! Achtung!
Wir bürden den Drittinstitutionen Staat, Schule, Kindergarten, Justiz etc. immer mehr auf, zu viel auf, weil die Keimzelle der Familien mit der jeweiligen Frau und Mutter als Zentrum kaputt geht oder schon kaputt gegangen ist und die Kinder so kein menschliches Zuhause mehr erleben. Das „menschliche zuhause“ heute sind zwei Eltern, die die Kinder eigentlich nur als Last empfinden, jeder möglichst bald ihre Karriere ausserhalb der Familie im Auge haben und ein gedeihliches Miteinander in der Familie mit der Familie und dem Leben in der Familie als eigenem Wert überhaupt nicht mehr kennen. Bereits die Nachkriegsgeneration hat diesbezüglich schwer gesündigt. Junge Frauen heute kennen solche Familienkeimzentren gar nicht mehr. Frauen sind eigentlich das Zentrum der Menschheit (nicht nur der Familie), die Keimzelle, das Wertvollste auf dieser Erde, was wir haben. Weiss das denn niemand?
Die Rentenversicherung der zweiten Nachkriegsgeneration bezahlte die Rente der ersten Nachkriegsgeneration, denn die hatte nichts, auch keine Rente. Zahlenmässig war die erste Nachkriegsgeneration klein, die zweite gross. So war das kein Problem. Die dritte Nachkriegsgeneration bezahlt die Rente der zweiten. Zahlenmässig ist aber die dritte kleiner als die zweite Nachkriegsgeneration. So zahlen nachfolgende Generation nachträglich noch für den Krieg mit. Auch eine Dreiecksbeziehung (via Rentenversicherung) kann die Realität nicht ändern, dass die Kinder für die Eltern aufkommen müssen, unter allen Umständen, auch den ungünstigen. Daran ändert auch eine Versicherung nichts!
Die Dreiecksbeziehung von Täter – Opfer – Jurist ist ein grosser Irrtum der gebildeten Menschheit. Unabhängige, objektive Justiz ist eine Idee, keine Realität. Die Weinstein-Prozesse oder das Trump-Enthebungsverfahren und viele andere Verfahren werden uns das wieder zeigen. Der Täter hat das Opfer in eine Beziehung zu sich gesetzt, hat ihm auf irgendeine Weise etwas genommen (und sei es das Leben oder ein Stück vom Leben). Ein angemessener Ausgleich kann nur zwischen den Beiden erfolgen, vielleicht im Beisein eines Dritten, aber nicht von diesem Dritten. Von Menschen verhängte Strafen sind nie ein Zeichen von Gerechtigkeit. Letztlich geht es auch nicht um Strafe, sondern um Wiedergutmachung, vielleicht kombiniert mit Rache. Das duale System ist menschlich angemessener als das Dreieckssystem. Dann tritt auch das Opfer wieder in den Mittelpunkt, nicht der Täter (oder beide in angemessenem Verhältnis). Andere Regelungen sind vielleicht bei Mord sinnvoll?
Theoretisch ist das soziale Netz gestrickt, um damit Notleidende aus der Not zu holen. Tatsächlich aber wird jeder, der ins soziale Netz fällt, als Schmarotzer empfunden und jeder hat panische Angst, ins soziale Netz zu fallen, denn dann ist man Schmarotzer und bar jeder Rechte. Männer trifft das noch schlimmer als Frauen. Sie haben bewiesen, dass sie auf jeder Ebene des Lebens Versager sind. Wenn sich aber alle vor dem Sozialamt fürchten, dann ist es unsozial. Wie kam es dahin?
Dreiecksysteme gaukeln uns vor, mehr zu leisten als wir einbringen. Sicherung!? Real kosten diese Systeme uns mehr als sie bringen. Das ist eine einfache Rechnung. Die Sicherung aber ist sehr unsicher, je nach Bedingungen. Sind die Bedingungen gut (und wir bräuchten gar keine Sicherung), dann wirken die Sicherungssysteme gut. Sind die Bedingungen ungünstig, dann wird die Sicherung und das ganze System extrem unsicher. Politiker nutzen Dreiecksysteme gerne, um uns zu belügen, vor allem die Politiker, die sich progressiv nennen, egoistisch eben. Aber egoistisch sind die anderen auch.
Dreiecksverhältnisse – die eierlegende Wollmilchsau? Sie können nicht dauerhaft funktionieren.

 

Werbung und Journalismus:

Werbung versucht mit der Darstellung schönster Assoziationen die besten Gefühle zu erzeugen und damit die beste Kauflaune zu schaffen und die fehlenden Qualitäten zu verstecken. Sie versucht zusätzlich, für den einzelnen Kunden fehlende Anreize durch positive zu ersetzen, um den Erfolg des Egoismus (Profit) zu maximieren. Natürlich müssen Produzenten, Verkäufer, Werber und Berater die besten Ideen haben, um Glücksgefühle zu erzeugen (für Männer geht das am besten mit schönen Frauen und Sex, für Frauen geht das am Besten mit allem, was für den Körper und Bauch gut ist und entweder ein gutes Gefühl schafft oder den Körper bei Männern zur Geltung bringt). Die Werber und Produzenten müssen die erzeugten guten Gefühle mit ihren Produkten verbinden, um ihren Egoismus (Profit) maximal befriedigen zu können. Das ist ganz „normal“ so. Und jeder Berater berät diese Berufsgruppen, dass diese die Erzeugung bester Gefühle authentisch herüberbringen müssen. Das heisst doch: In der Zielgruppe alle Zweifel ausräumen. Das geht natürlich nur, wenn die besten Mittel zur Anwendung kommen (Frauen und ihr Bauch und ihr Körper, Sex, Psychologie). Heisst nicht „Zweifel ausräumen“ „neue Täuschungen“ lehren? Wenn jemand kommt und Ihren Verstand durch gute Gefühle auszuschalten versucht, dann fliehen Sie so schnell und so weit Sie können. Es ist doch klar, was er oder sie will oder nicht?
Die Folge aber ist, dass wir als mögliche Kunden wieder eine Menge „positives“ bekommen, um Egoismus (also etwas negativ empfundenes) und mangelnde Qualität (auch ein Mangel) zu verdecken. Das aber ist gesteigerter Widerspruch, grössere Differenz zwischen Sein und Schein, also genau nicht „authentisch“ sein. „Authentisch“ wirkt, wer am besten und am unauffälligsten lügen kann, so dass die potentiellen Kunden es nicht merken, sondern glauben. Damit sind der Produzent und Verkäufer aber genau nicht „authentisch“, sondern sie spielen es nur gekonnt vor.
Natürlich gibt es schlaue Menschen, die diesen Mechanismus verstanden und durchschaut haben. Also muss man Journalisten losschicken, die die Makel an der Ware (die Politik funktioniert nach dem gleichen Muster) herausfinden. Das „Positive“, das, was gute Gefühle erzeugt, muss meistens nicht gesucht werden. Damit überhäufen uns die Werber und Verkäufer (und Politiker) ja selbst. Die Journalisten müssen die Leichen im Keller suchen, die Mängel, den Betrug, die Mafiastrukturen, die Fehler etc. und öffentlich machen. Denn diese wurden ja bisher nach Möglichkeit versteckt. Journalisten (also solche, die wirklich wichtige Dinge zu Tage fördern, nicht die Erzähler belangloser Dinge) sind daher immer Feind des Egoismus Derjenigen, die uns in Form von Werbung gleich welcher Art ein X für ein U vormachen wollen und jetzt die Ausgeschnüffelten sind. Solche Journalisten machen sich automatisch zu Gegnern derjenigen, die Eigeninteressen verfolgen. Klar, dass jeder dieser Menschen Journalisten behindern, mundtot oder am besten richtig tot machen muss und will. Am ungefährlichsten ist ein toter Journalist. Und es wird auch verständlich, warum Journalisten oder Medien entweder das bringen, was die Eigentümer wollen oder aber sie bringen „negatives“. Denn das „Negative“, die Mängel veröffentlicht kein Produzent und kein Politiker. Sie würden sich ja selbst schaden. Das Positive aber bekommen wir überall angeboten. Dazu braucht es keines Journalisten. Also brauchen wir das von Journalisten auch gar nicht zu erwarten. Und warum Journalisten so gefährlich leben und schnell mal unter der Erde landen, ist damit auch klar. Es wäre unverständlich, wenn es nicht so wäre.
Die Funktion von Medien ist eine sehr gefährliche. Es ist schon schwer, sich über sich selbst klar zu werden. Das dauert lebenslang. Sich mit einem zweiten anzufreunden und mit ihm Leben, Ansichten, Vorurteile zu teilen und dabei realitätsnah, also wahrheitsgetreu, zu bleiben, ist schon verdammt schwer. Aber über Dritte schreiben und bei der Realität und Wahrheit zu bleiben, ist noch viel schwerer. Wieder eine Dreiecksstruktur. Wie so vieles im Leben, wir brauchen es, aber vernünftig Medien zu betreiben, ist ein Kunststück, dass nur wenigen mit einem glücklichen Händchen gelingen kann. Schon strukturell ist klar, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das nicht gelingt. Eine alte Weisheit sagt: Rede nie über Dritte!
Die Kreativen und die Werbefachmänner versuchen, alles schön zu reden, alles zu Verkaufende schöner zu machen als es ist. Die Journalisten versuchen alle Leichen im Keller der Leute zu heben, machen also alle Leute schlecht. Die Werber lügen und die Journalisten machen Menschen schlecht. Fiese Menschen, nicht wahr? Wer in solche Berufe oder Wirtschaftszweige geht, muss sich vorher darüber klar sein. Wenn wir mit solchen Menschen zu tun haben, müssen wir uns immer darüber klar sein, dass das so ist. Unsere Gefühle sind an dieser Stelle schlechte Ratgeber, denn sie sind sehr wahrscheinlich höhergradig manipuliert. Einen klaren Kopf zu behalten ist einfacher, bedarf aber auch des kritischen Denkens und Nachdenkens. Seien Sie sicher, auch Ihr Kopf und Körper sind bereits vielfältig manipuliert!
Frauen stört der Sex in der Werbung. Das kann ich gut verstehen. Aber, meine Damen, verstehen Sie jetzt, warum so viel Sex und schöne Frauen in der Werbung vorkommen? Sie sind das Beste und Schönste, was es für uns Männer gibt! Glauben Sie jetzt noch, dass es Sinn macht, dagegen anzukämpfen? Es gibt so viel Sex in der Werbung, weil Sie Frauen sind und wir Männer sind und zusammen sind wir Menschen. Verbote würden daran gar nichts ändern.
Werbung: Machen Sie es mit Extremen. Sie müssen alle Anderen überbieten. Das geht nur mit Superlativen. Immer einen schönen Spruch, immer gute Gefühle, am besten Glücksgefühle erzeugen. Der Wahrheitsgehalt Ihrer Werbung darf getrost gegen 0 oder sogar ins – gehen. Nehmen wir doch mal alle diese Sprüche und Superlative ernst und hinterfragen sie. Lassen wir uns nicht unablässig zum Narren halten und wir fördern und fordern das auch noch?
Sie wollen immer die Absicht, selbst gewinnbringend erfolgreich zu sein (Ausdruck von Egoismus) durch Schönreden verstecken. Das ist das ganze Prinzip. Dafür werden wir vollgedröhnt (mit sehr viel Fake). Dafür zahlen wir viel und damit machen die Reichen noch mehr Geld. Lassen Sie uns nachdenken.
Die Werbung funktioniert wie die Liebe. Es ist purer Egoismus drin, versteckt hinter dem Plakat der Liebe. Der Kunde muss nur glauben, dass er es braucht und dann dran gewöhnt werden oder besser schon sein und muss glauben, dass der Produzent und Verkäufer den Kunden nur lieben.
Die Ehe wie der Kaufprozess brauchen langfristige Gewöhnung (Spiegelneurone). Dann können beide leben (die Ehepartner) genauso wie der Produzent und der Kunde. Einer wird immer reicher, der Andere immer ärmer. Viele glauben das nur nicht. Deshalb nie Konsumkredite aufnehmen, nie! Mit grosser Wahrscheinlichkeit gehen Sie in eine Falle.
Influenzer? Seien wir dankbar, dass diese Menschen uns gleich offen sagen, dass sie uns manipulieren wollen. So brauchen wir ihnen gar nicht erst unser Auge und unser Ohr zu leihen. Ihnen folgen wir auf jeden Fall nicht oder nur sehr kritisch. Junge Leute wollen manipulieren, kennen das Leben aber noch gar nicht. Bitte machen Sie mich nicht zu Ihrem Influenzer! Denken Sie lieber selber nach und lassen Sie sich von mir nur dort beeinflussen, wo Sie es wirklich wollen!

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