Wie leben? Die Welt verbessern:

Wie können wir leben?

17 Die Welt verbessern: (01.5.2020)

Wird die Welt immer besser oder schlechter? Das hängt davon ab, wie wir „schlechter“ definieren. Ich denke, sie wird schlechter, denn:
– Die innerindividuelle Spannung wird immer grösser, die zwischen Sein (Körper) und Schein (Wollen, Theorie, Traum). Das beschleunigt die Entwicklung von „Burn out“.
– Die Erde hat nur begrenzte Ressourcen. Wir kommen dem Ende näher. Das ist ein Problem und unsere Distanz zur Natur wird immer grösser, obwohl wir dazu gehören.
– Der Egoismus hat uns immer stärker im Griff.
– Superlative müssen wachsen. Es gibt kein Zurück.
Wir werden derzeit nicht menschlicher, sondern mit Riesenschritten unmenschlicher, weil wir an allem interessiert sind, nur nicht am Menschen, wie er ist. Wir kümmern uns um den Kosmos, um Energie, um Umwelt, um Gleichheit, um Gerechtigkeit, also Ideale und Prinzipien, aber um uns Menschen nicht. Wir kennen uns doch nicht einmal. Lernen Sie doch erst einmal sich selbst kennen und Ihre Menschen um sich herum, vor allem Männer. Menschlicher können wir nur werden, wenn wir selbst dem Menschen, dem menschlichen Körper, der Genetik, der Prägung, dem menschlichen Geist (falls es ihn gibt) näher kommen.
Für uns ist eine bessere Welt die, die besser unserem Bauch und Gefühl gehorcht. Dass wir sie damit bis zum Ende ausgenutzt haben werden, ist uns nicht klar. Ein Leben in Einklang mit der Natur, mit der Welt, schwebt uns nicht vor.
Der Mensch wird immer menschlicher, seinem Ego immer angemessener und genau damit wird er immer unmenschlicher, immer unsozialer im Sinne von ärmer an sozialer Beziehung.
Wir retten die Welt nicht mehr. Wir müssen uns auf sie und uns in der Welt einstellen. Viele Schweizer versuchen es, haben aber auch beste Voraussetzungen dafür.
Seit Millionen von Jahren funktioniert die Natur: Wasser und Wald binden CO2. CO2 ins Erdreich pressen? Wird das relevante Mengen betreffen und wird das gut gehen? Warum sorgen wir nicht für genügend Wasser auf dem Land und lassen Bäume und Vegetation wachsen, statt sie überall um uns zu vernichten?
Mit der Ausschaltung fast allen parallelen Lebens und dem Aufbrauchen der Ressourcen wird der Mensch die Welt immer besser gemacht haben. Ist da ein Irrtum möglich? Der Mensch ist eine Fehlentwicklung Gottes und/oder der Evolution oder er lebt eben nach dem Sündenfall (religiös gesprochen)? Unsere geradezu unbändige Wut, alles besser zu machen, endet im Ende des Menschen, vielleicht sogar im Ende des Lebens? (Entfernt sich die Erde vielleicht irgendwann von der Sonne durch Masseverschiebung?)
Wir blicken nun auf mindestens 500 Jahre Weltverbesserung zurück.
Erst sollte Reichtum ins Land kommen. Und er wurde geholt aus der „Neuen Welt“. Aber wie das so ist auf dieser Erde. Irgendwo etwas dazugetan ist irgendwo etwas weggenommen. Die Welt verbessert? Heute nachträglich sehen wir schärfer.
Dann sollte die Welt viel gefühlvoller werden, wurde sie in der Romantik auch. Aber es war eine Epoche. Dann war es vorbei. Heute ist uns noch ein Teil schöner Literatur von damals geblieben, ein kleiner Hauch von Schönheit. Die meisten von uns werden sie gar nicht kennen. Aber immerhin und es wäre einmal nachdenkenswert. Die Romantiker erhoben das Gefühl, das Menschsein, die Sehnsucht in die Mitte, nicht das Denken. Sie hofften auf ein menschliches Paradies. Aber es war nur ein kleiner Ausschnitt des Lebens, eine kurze Epoche.
Dann kamen die Revolutionen und Befreiungskriege. Verändert wurde, befreit wurde. Aber wenn wir heute die menschlichen Probleme innerhalb der USA sehen (wie viele 100 Jahre später?), meine lieben Amerikaner, so toll ist die Bilanz doch nicht, oder? Und in anderen Regionen der Welt? Südafrika? Überhaupt Afrika, die arabischen Länder, Asien, Südamerika …?
Und selbst in „Old Europe“ mit seinen Demokratien fühlt sich heute das Volk von seinen gewählten Regierenden nicht mehr vertreten, sondern über die Köpfe hinweg regiert. Freiheit nach all den Revolutionen und Freiheitskriegen?
Wie ist es dort, wo das Volk nun wirklich regiert, in der Schweiz? Dort wird erstaunlich gute Kompromisspolitik betrieben und die Mehrheit hat grossen Einfluss. Aber schauen Sie auf die Minderheit der Sozialhilfeempfänger, falls diese sich überhaupt dazu hergibt, Sozialhilfe zu beantragen, denn eigentlich hört man wegen der Bedingungen für die Sozialhilfe damit auf, Mensch mit Würde zu sein. Oder schauen wir auf all diejenigen, die grenzüberschreitend tätig sind. Auch die „Mehrheit“ hat ein Problem. Aus Not hat man den Volksentscheid über die Einwanderung einfach so abgewandelt, dass er praktisch nicht mehr wirkt. Und dass Gesetz hat man gebogen, bis es kurz vor dem Brechen ist. Dazu schafft man ja die Gesetze, damit sie hinterher so zurechtgebogen werden, dass sie für die Wichtigen in der Gesellschaft passen. (Bitte nicht mit „positiv“ oder „negativ“ belegen, nicht als Kritik verstehen. Wir denken einfach nur nach!)
Oder die industrielle Revolution. Gewiss, wir haben sehr viele Erleichterungen bekommen. Heute läuft fast alles ohne unser Zutun und wir selber können Auto und Lift und andere Helfer benutzen, damit wir uns die Finger nicht mehr dreckig machen müssen oder in Schweiss geraten müssen (Ausser es geschieht im eigenen Garten als Hobby). Dass der Ressourcenverbrauch dafür unsere Welt kaputt macht, ist das Minus an der ganzen Sache. Und weil wir nicht mehr eigene Kraft anwenden, gehen wir hinterher ins Fitness-Center oder Joggen oder steigen aufs Velo, um unsere Muskeln eben doch wieder zu trainieren und die zu viel genossenen Kalorien wieder zu verbrennen. Das ist echter Fortschritt, oder?
Oder die IT-Revolution. Natürlich hat jetzt jeder jede Information von überall auf dem ganzen Globus, aber unsere Unterdrücker eben auch. Mindestens ein grosses Land im Osten sammelt heute per Gesichtserkennung jede Bewegung seiner Bürger und wir können wetten darauf, bald aller Erdenbürger. Kameras sind überall. Man braucht nur die Informationen abzugreifen. Wer die Geschichte der letzten Jahrhunderte ein wenig kennt, kann vorhersagen, was uns passieren wird. Herr Orwell als Prophet hat uns bereits eine Spur Ahnung davon gegeben.
Oder die Befreiungskriege der USA und Westeuropas in den arabischen Ländern in den letzten 20 Jahren. Letztere sollten zu Freiheit und Demokratie befreit werden. Heute wendet sich Amerika angewidert ab, weil die Kriege eine Menge Geld gekostet haben aber keinen Erfolg brachten. Der gute Ruf des Westens, allen voran Amerikas, ist ruiniert. Europa solle doch jetzt bitte mehr von den Kriegs- und Verteidigungskosten übernehmen. Das ist nicht falsch, aber die Hintergründe? Heute ist es schlimmer als vorher: Schutt und Asche, Tote, Chaos, Armut und viele negative Gefühle.
Europa erfährt heute, dass die Unterstützung der Amerikaner im letzten Jahrhundert für Europa nicht nur Liebe oder Freundschaft war, sondern auch ein riesiges Darlehen. Jetzt plötzlich wird eine zumindest teilweise Tilgung des Darlehens gefordert.
Auch die Chinesen werden die Rückzahlung der im 19. Jahrhundert geleisteten Zahlungen im Opiumkrieg und anderen Unterdrückungsmassnahmen demnächst fordern. Darauf dürfen wir gefasst sein. Und die Invasion Schwarzafrikas jetzt bei uns ist im Grunde auch nichts anderes als die geforderte Wiedergutmachung für frühere Ausbeutung. „Wir wollen genauso ein schönes Leben wie ihr.“
Nicht die Kämpfer, auch nicht die Freiheitskämpfer, Kämpfer für Gerechtigkeit, Gewerkschafter, Frauenrechtler und andere werden die Welt verbessern. Das lehrt uns die Vergangenheit. Darüber hatten wir oben genug nachgedacht. Die Welt verbessern werden allenfalls die Schenker, wenn überhaupt. Das entbehrt auch nicht einer gewissen Logik. Wir werden sicher nicht die Ersten sein, die auf diesen Gedanken kommen. Wir müssen uns wohl aber Gedanken darüber machen. Beim Schenken sind natürlich die Frauen gegenüber den Männern bereits weit voraus, wahrscheinlich uneinholbar.
Menschlicher werden wir nur, wenn
– wir Waffen aus der Hand geben,
– wenn wir Ideale relativieren,
– wenn wir nicht um Freiheit und Rechte kämpfen,
– wenn wir auf Zwang durch Gesetze, Verträge und ähnliches verzichten,
– sondern nur, wenn wir auf einander achten und Rücksicht nehmen,
– auf die Gefühle anderer (mehr der Frauen, aber auch der Männer) achten,
– schenken und verzichten.
Verstandesmenschen, die das tierische „Geworfensein“ (Heidegger) negieren oder ausblenden und glauben, den Menschen nach ihren Ideen und Überzeugungen und unter Zwang gleich welcher Begründung neu schaffen oder besser machen zu können, sind in aller Regel unmenschlich. Menschlich sind meist nur die, die auch die unbeeinflussbare tierische Natur des Menschen mit in ihr Weltbild einbauen. Das hat noch nichts mit Menschenliebe zu tun, sondern nur zunächst mit einer gewissen Achtung gegenüber dem Menschsein und der Realität an sich (oder anders gesagt, Achtung gegenüber den „biologischen Naturregeln“ oder nach Reinhold Niebuhr „…Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, …).
Wir verändern unsere Welt und unsere Lebensbedingungen. Das tun wir tatsächlich und das geht auch nicht anders. Aber wir verändern kaum den Menschen selbst, es sei denn, wir veränderten wirklich seine Gene. Ginge es nach unserem Wollen, hätten wir es gern umgekehrt. Der Mensch soll sich ändern und gut werden (und da wir uns selbst ja für „gut“ halten, meinen wir natürlich die anderen), aber die Welt soll bitte schön so bleiben, wie sie vor menschlichem Einfluss war. Jahrhundertelang schon läuft vor allem die Jugend dieser Idee nach: Der Mensch soll besser werden, soll gut werden, am besten auch die Umwelt. Beide werden uns den Gefallen nicht tun. Der Mensch verbraucht die Ressourcen der Umwelt immer mehr und es geht auch nicht anders. Und der Mensch bleibt Tier, bleibt genetisch festgelegt und das Bewusstsein ändert ihn nur sehr marginal. Und wenn er sein Bewusstsein stark verändert und es zur bestimmenden Macht im Leben machen will, dann wird der Konflikt mit dem Tier im Menschen, mit den genetischen Festlegungen nur immer grösser und die Spannung im System Mensch nimmt zu. Menschlicher wird der Mensch damit nicht, nicht die „Rückwärtsgewandten“ und auch nicht die „Vorwärtsgewandten“. Wobei sich hier die Frage stellt, woran wollten wir „vorwärts“ denn messen? Wie wollten wir es denn definieren?
Jede neue Generation glaubt, dass mit ihr die neue Zeit anbricht. Das ist mindestens schon seit der französischen Revolution so, 1789 bis 1799. Gerade darin gleichen sich inzwischen alle Generationen so, dass wir sofort sehen, genau deshalb ändert sich nichts. Alle Generationen sind darin gleich. In unserer Überheblichkeit sprachen wir von Mittelalter und später Neuzeit, sprachen von Moderne und inzwischen auch von Postmoderne. Heute leben wir bereits in der Postpostmoderne. Wann ändern wir denn nun mal wirklich etwas?
Wir können natürlich das Menschliche, die Gefühle in uns, unser Inneres als „niedere Instinkte“ auffassen. Nur wir müssen uns klar machen, dass der Einfluss dieser „niederen Instinkte“ auf uns viel grösser ist als der Einfluss des Verstandes, der die „niederen Instinkte“ kontrollieren oder bändigen will oder soll. Damit ist „negativ“ > „positiv“ und diese kontrollierten Persönlichkeiten wirken nicht integer, nicht authentisch, weil die Differenz zwischen Menschsein und Verstand immer grösser wird, immer gespannter wird. Und wir dürften ja auch mal die Frage stellen, ob unser Verstand wirklich so viel „besser, höher, moralischer“ ist als unsere Gefühle und unser genetisch bedingtes Menschsein? Als Ersatz für das eigene Misslingen dieser Prämisse von „Ich will gut sein“ drehen viele den Anspruch nach aussen und fordern dann lieber diese Selbstkontrolle von anderen, nur nicht von sich selbst. Deshalb ist es so schlimm, wenn solche Menschen andere Menschen beeinflussen, als Eltern, als Erzieher, als Politiker, als Religionsführer, als Pastoren, Priester, Imame … und wenn sie die jeweils Anderen jeder auf seine Weise zum „Gutsein“ animieren bzw. erziehen, ja zwingen, Selbstkontrolle bis zur Unendlichkeit auszuführen.
Diese Selbstkontrolle kann nur jeder in sich selbst ergreifen, freiwillig, aus Einsicht, aus Liebe, aus Freiheit. Da Frauen dem Leben, den Gefühlen, den Menschen viel zugewandter sind, wirken sie viel positiver als Männer, obwohl sie das Problem der übermässigen Selbstkontrolle in sich jedoch viel stärker tragen.
Die Politiker und Gutmenschen schiessen ein Eigentor, wenn sie die anvertrauten Menschen zu „guten Menschen“ zwingen oder erziehen wollen. Und ob man in Diskussionen Menschen überzeugen kann und sie damit zu freiwilligen „guten Menschen“ machen kann, ist auch fraglich, wenn nur der überzeugt, der den anderen mit den Waffen der Gedanken geschlagen hat, also eigentlich auch nicht überzeugt. Wenn der Geschlagene später erwacht, ist er wieder der Alte. Lassen wir besser die Finger davon, andere „besser“ zu machen, machen wir uns lieber selbst „besser“. Das tut weh genug, verhindert aber viele Tote und Verletzte. Es wäre eine Form des Schenkens.
Die „bessere Welt“ ist eine typisch männliche Erfindung. Abstrahieren, in Gedanken Scheinwelten aufbauen, können wir Männer einfach viel besser als Frauen. Frauen leben in der personifizierten Welt und sie träumen auch in einer personifizierten Welt. Auch diese träumen sie besser als jetzt, aber das ist noch etwas anderes als die „Bessere Welt“ der Männer. Die Überzeugung „Anders ist besser“ hat in die Gefühlswelt der Männer tief Einzug gehalten. Der Entscheid darüber ist inzwischen in die männliche Intuition eingegangen. Deshalb fällen Männer Entscheide für Änderungen oft erstaunlich schnell, oft vorschnell. Es stimmt, Veränderung macht etwas oder alles anders, aber deshalb besser? Männliche Intuition…!
Und trotzdem werden wir uns verändern müssen, denn wir haben unsere Welt schon dramatisch verändert und dieser veränderten Welt müssen wir uns anpassen. Das geht nicht auch anders. Das ist wie mit der menschlichen Fettsucht (wir haben das schon durchdacht in den medizinischen Kapiteln).
Was beim Verändern oft nicht bedacht wird, ist, dass eine kleine unscheinbare Veränderung nicht selten einen ganzen Rattenschwanz von weiteren Veränderungen nach sich zieht, die die biologischen Naturregeln bewirken. So meint ein Politiker, die Preise eines oder mehrerer Medikamente doch einfach per Dekret senken zu können. Die Gesundheitskosten sind ja nun wirklich zu hoch. Keine Frage. Aber diese Preisänderung bewirkt Änderungen von Wirtschaftlichkeit, Gewinn, Verlust, Bedarf, Lieferwegen, Preisdifferenzen zu anderen Medikamenten und vieles mehr. Das hat er nicht alles bedacht, kann er gar nicht, denn dazu fehlen ihm und seinen Beratern einfach zu viele Daten. Das Wirtschaftssystem ist viel zu komplex. Und doch stellt unsere Menschheit immer wieder Männer und einige Frauen bereit, die kurz entschlossen solche Entscheidungen fällen und hinterher müssen Andere die Suppe auslöffeln. Aus der Geschichte lernen? Weit unter 1 %, oder? Glauben Sie bitte nicht, dass Sie dieses Problem mit mehr Datenerhebung, mit mehr Statistik beheben könnten. Das ist sehr kurz gedacht.
Aktuell stehen wir an einem Punkt der Geschichte, wo Menschen (Männer und Frauen) zunehmend ersetzt werden. Die Entwicklung der Automaten und Roboter startet durch. Es wird nicht mehr lange dauern, tun für uns lauter „Ersatzmenschen“ (früher Sklaven) die Arbeit und sind uns zu Diensten. Schon heute tun eine Menge Maschinen für uns Arbeit, obwohl es doch sehr viele arbeitslose Menschen auf dieser Erde gibt. Dass wir in Mitteleuropa und Nordamerika so wenig Arbeitslose haben, hängt ja nur mit der Konzentration von Arbeit in diesen Regionen durch die Globalisierung zusammen. Wir werden in den nächsten Jahrzehnten erfahren, dass durch die zunehmende Technisierung, Automatisierung und Robotifizierung global relativ immer mehr Menschen arbeitslos werden. Der Mensch wird zunehmend benachteiligter Konkurrent der Technik. Und in gleicher Weise werden wir auch erleben, dass der Mensch zunehmend benachteiligter Konkurrent zu diesen technischen Strukturen wird was den Energieverbrauch, den Platzverbrauch und die Mobilität anbelangt. Selbstfahrende Autos werden die Zahl der Autos auf der Strasse nicht verringern, sondern exponentiell steigern. Die zehn Menschen am Steuer ihrer Autos werden staunen in der Umgebung von hundert selbstfahrenden Autos, die dann alle auf der Strasse nur noch im Stau stehen. Auch das Ausweichen in die Luft mit Hilfe von Drohnen wird das Problem nicht grundlegend entschärfen. Weniger Mensch ist nicht menschlicher, sondern unmenschlicher. Wir träumen doch aber von einer menschlicheren Welt!?
Die Betreiber von automatischen Mobilitätssystemen werden vorsichtiger, seit es die ersten Toten gegeben hat. Dabei ist das Problem doch nur, dass wir ungleiche Massstäbe anlegen. Der Mensch ist Mensch und zähneknirschend nehmen wir Fehler hin, sanktionieren sie hinterher, als ob der Mensch für seine Fehler könnte. Ein automatisches System können wir nicht sanktionieren. Zur Gleichbehandlung müssten wir bei Robotern Fehler zulassen ohne sie sanktionieren zu können. Wenn 2 das Gleiche tun, ist es noch lange nicht (vielleicht nie?) dasselbe.
Und was wollen wir machen, wenn Roboterwaffen auf uns zielen? Im Krieg hält keiner Regeln ein. Krieg ist Krieg mit allen Waffen, wenn der Sieg damit erreicht werden kann.
Wir träumen von einer besseren Welt, einer Welt mit weniger Krieg, weniger Spannung, weniger Leid, mehr Verständnis, mehr Toleranz, mehr Integration, mehr Liebe, Sicherheit, Gesundheit, … Interessant ist, dass es vor allem Wünsche sind, die mit dem Menschsein direkt zu tun haben, gar nicht so sehr äussere materielle Dinge. Wahrscheinlich haben viele, vor allem Frauen, eine Ahnung davon, dass die materiellen Dinge unser Leben gar nicht so besser machen würden. Und doch wünschen sich Frauen jedes Jahr eine Kur mit Verwöhnung und gutem Bauch- und Körpergefühl sowie alles was schön macht. Nicht nachdenkende Männer wünschen sich Geld, ein schönes Auto etc.
Wir ahnen, für eine bessere Welt müssten wir Menschen uns ändern, aber wir wollen uns doch gar nicht ändern. Warum können sich nicht die Anderen ändern und so die neue, bessere Welt schaffen, aber mich bitteschön nehmen sie mit hinein so wie ich bin?
Es gibt ja Visionen von einer künstlichen Intelligenz ohne menschlichen Körper und damit ohne menschliche Geschichte. Das wird dann das Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Das wird spannend. Künstliche Intelligenz hiesse ja, vom Menschen losgelöste Intelligenz, ohne Biologie. Wäre das dann auch widerspruchsfreie Intelligenz, entgegengesetzt zur widersprüchlichen menschlichen Intelligenz? Aber dann sind wir Menschen wahrscheinlich schon gar nicht mehr mit dabei oder zumindest nur noch alte Sklaven der „neuen herrschenden Intelligenz“? Menschlichkeit? Was hat das mit Menschlichkeit gemeinsam? Ist den so optimistischen Schöpfern der „künstlichen Intelligenz“ wirklich klar, was sie da tun und was sie der Menschheit damit vermutlich antun? Was, wenn die künstliche Intelligenz mit dem widersprüchlichen Menschen nicht zurecht kommt und uns und/oder unsere Nachkommen einfach auslöscht?
Männer haben in den letzten Jahrhunderten zunehmend den Hang entwickelt, sich der Welt zuzuwenden (Wissenschaft, Technik, Raumfahrt…), im Beruf, der Politik und Wirtschaft. Reichtum, Ehre, Macht und Fitness sind wichtig. Männer, ist das die menschliche Welt? Weltraum? Ist das Leben im Weltraum dem Menschen gemäss? Schon heute: Ist das bequeme Leben mit Nahrung im Überfluss und fehlender körperlicher Forderung dem menschlichen Körper, wie er sich in den letzten hunderttausenden Jahren entwickelte, gemäss? Ist die zu erwartende Lebensweise im Weltraum menschlich? Wird sie uns nicht vielleicht ähnlich der Entwicklung von Schiesspulver zunächst einige Vorteile bringen, in der Folge aber viele Nachteile? Hat nicht das Schiesspulver bisher viel mehr Tote verursacht als die Atombombe? Ist nicht die Entwicklung der Waffen in den letzten 1000 Jahren ein sehr zutreffendes Beispiel für das immer besser Werden unserer Welt? Erst nützt uns die künstliche Intelligenz, um uns dann aber zu versklaven? Sollten wir nicht eher dafür sorgen, dass die menschliche Intelligenz geschult, geschärft und mehr genutzt wird?
Die 68iger haben uns eingebläut, dass Veränderung in ihrem Sinne Fortschritt sei, vielleicht nicht die „bessere Welt“, aber auf jeden Fall besser als die der Eltern. Vielleicht sollten wir vorsichtiger sein und Veränderung erst einmal völlig neutral betrachten? Womöglich stimmt doch: Wo wir etwas dazu tun oder besser machen, wird woanders etwas weggenommen oder bei genauerem Hinsehen eben doch schlechter gemacht. Ob in der Summe wirklich ein „+“ herauskommt, weiss die Menschheit oft erst Jahrhunderte später.
Es könnte ja auch sein, dass Gott und/oder die Evolution in den letzten Hunderttausend Jahren den Menschen menschlicher gestaltet hatten als wir uns heute gemacht haben. Woran haben denn all die Weltverbesserer (und wir gehören sicher alle dazu) „besser“ gemessen, wie definiert? Woher wollen sie/wir denn den Massstab genommen haben?
Die bisherigen Weltverbesserer und 68er haben doch schlichtweg geirrt, oder? Die 68er verändern die Welt. Lassen Sie uns erst einmal die Welt verstehen. Dann werden wir vielleicht die alte Welt zugleich erhalten und doch auch verändern wollen?
Wir müssen viel mehr lernen und bereit sein, mit den Widersprüchen im Menschen und mit den biologischen Naturregeln zu leben und nicht intuitiv bis reflexartig alles so bequem wie möglich zu gestalten und uns damit die Welt unterzuordnen. Das gelingt uns nur scheinbar. Und was wäre das für eine Welt, in der alles nur nach unserer Pfeife tanzt? Langweilig! Ist das nicht derselbe Grund, warum Gott und/oder die Evolution alles in der Welt in Spannung zueinander gesetzt haben? Keine Gleichheit, keine Gerechtigkeit, keine Bequemlichkeit, keine Faulheit, keine Langweile?! Nein, Widersprüche!
Wollten wir wirklich die Welt verbessern, wäre dann nicht das vordringliche Ziel, die Keimzelle der Menschheit zu verbessern und das kann doch nur die Beziehung, das Zusammenleben, die Liebe zwischen Mann und Frau sein, was sonst?
Aber wenn wir unsere Menschheit, uns selbst, betrachten, dann will doch keiner eine bessere Welt. Jeder will einen höheren Gewinn, eine bessere Rendite, ein höheres Gehalt, mehr Rechte, mehr Freiheit, mehr Bequemlichkeit, mehr Achtung, mehr Wohlgefühl, besseres Essen, mehr Freizeit, mehr Recht, mehr Lob, … Danach dürfen auch die Anderen davon etwas haben und ob die Welt besser wird, ist letztrangig, meinetwegen auf Kosten der Anderen, aber nicht auf meine Kosten. Für mich soll die Welt besser sein, für die Anderen ist mir das doch eher egal. Sollen die sich doch auch anstrengen. Oder stimmt das nicht?
Die, die schnell etwas ändern und verbessern wollen, denken meist nur nicht genug nach. Sie handeln im Wesentlichen intuitiv. Irgendwann aber holt sie die Welt und das Leben wieder ein und dann ist im Prinzip wieder alles so wie vorher, wenn nicht sogar schlechter. Gibt es da nicht inzwischen genug Beispiele dafür? Müssen wir das immer wiederholen?
Der Mensch ist keine Maschine, ist keine schweizer Präzisionsuhr. Die Widersprüchlichkeit des Menschen verleiht ihm Leben. Die Widersprüchlichkeit bringt die Mechanik durcheinander und macht sie daher lebendig. Chaos gehört zum Leben. Leben ohne Chaos, ohne Widersprüchlichkeit macht aus dem Menschen eine Maschine. Vielleicht sollten wir wieder mehr Chaos in uns und in unserem Leben zulassen, nein, das vorhandene Chaos annehmen und leben?
Wir machen die Welt nicht besser. Wir polarisieren sie nur mehr. Das ist eine in mancher Hinsicht fruchtbare Entwicklung. Um Leben menschlich zu machen, braucht es auch die Vereinigung der Pole, nicht als Kompromiss auf grösstem gemeinsamem Nenner oder als Königsweg der Mitte zwischen den Polen, sondern als aktive Toleranz und Einheit beider Pole. Das gilt für „arm“ und „reich“ in dieser Welt, auch für „gut“ und „böse“ und das gilt in Zukunft sicher auch zunehmend für „Mann“ und „Frau“.
Vielleicht wollen wir bezüglich der Welt statt „besser“ lieber „menschlicher“ sagen? Vielleicht fangen wir auch lieber erst bei uns Menschen selbst an und erst danach bei der Welt? Widersetzen wir uns unserer Vorliebe, erst anderes und andere zu ändern, aber uns selbst nicht oder erst danach.
Wenn wir menschlicher werden wollen, dann werden wir zu allererst uns an die biologischen Naturregeln halten müssen (genauso wie an die materiellen Naturgesetze). Wir hatten ja schon eine ganze Reihe gefunden. Der dauernde Versuch, biologische Naturregeln durch Regeln und Gesetze zu ändern, zu verbessern oder auszuschalten, geht fehl. Denken wir besser erst nach, bevor wir handeln.
Gott und/oder die Evolution haben in der Natur, in der Menschheit Gleichheit und Gerechtigkeit nicht in der Realität verankert. In der Regel frisst gross klein und klein hat Angst vor gross. Gerechtigkeit hat der Gott der Bibel versprochen, aber eben nicht Gerechtigkeit unter den Menschen, sondern Gerechtigkeit vor sich. In einer real völlig ungerechten Welt Gerechtigkeit schaffen zu wollen ist Menschen offenbar unmöglich, weil wir die Realität, weil wir uns selbst nicht ändern können. Deshalb sollen sich ja immer die anderen ändern. Gerechtigkeit und Gleichheit sind Theorien, die im Realitätsbezug keine Verankerung finden. Sie sind wahrscheinlich auch gar nicht nötig oder sogar schädlich, wenn jeder darauf achtet, mit dem oder den Anderen zu teilen, was er hat. Entscheidend ist nicht, was wir glauben, zu brauchen. Das kann nicht Grundlage unserer Entscheidungen und unseres Verteilens sein, weder für uns noch für den Anderen. Geteilt und verteilt kann nur das werden, was vorhanden ist. Wünsche und Träume bleiben Wünsche und Träume bis sich die Gelegenheiten zur Realisierung ergeben.
Diese Welt ist nicht zum Geniessen da, sondern zum Leben. Zum Leben gehören: Genuss und Leid, Überfluss und Mangel, Wohlsein und Schmerz. Zum menschlichen Leben gehören die Beziehungen zu anderen Menschen. Die werden nicht spannungsfrei, weil wir Menschen Spannung in uns tragen, eben leben. Zum Glück. Seien wir froh.
Solange wir „gut“ definieren als „das nützt mir“, „das verschafft mir Genuss, Bequemlichkeit, befriedigt meinen Egoismus und meine Wünsche“, solange wird sich unsere Gesellschaft nicht ändern.
Die Welt besser machen können nicht nur beide Geschlechter, wenn sie ihr Zusammenleben miteinander abstimmen, sondern auch die Generationen, wenn sie zusammen leben. „Der Andere ist böse oder schuld“ ist der Spaltpilz.
Gott und/oder die Evolution haben alle Menschen ungleich geschaffen oder entwickelt. Wer nun um der Gerechtigkeit willen alle gleich behandeln will (ein Ausdruck von Moral), der vergrössert die Ungleichheit/Ungerechtigkeit, erreicht also genau das Gegenteil vom Erwünschten. Leben Sie mit jedem Menschen nach Einzelfall angemessen und daher auf jeden Fall ungleich und ungerecht. Bitte haben Sie den Mut. Als Beispiel können wir das bedingungslose Grundeinkommen nehmen. Es wird keine Gleichheit schaffen, denn an den bestehenden Ungleichheiten ändert es nichts. Arme gibt es immer, nämlich die untersten 10 % der Gesellschaft. Auch daran ändert das bedingungslose Grundeinkommen nichts.
„Um Himmels willen, tu etwas“ angesichts der Misere, der Gefahr, der Not, des Mangels. Nichts zu tun, ist doch furchtbar, zeigt uns unsere Macht- und Ratlosigkeit, unsere Schwäche, unser Unvermögen. Also tun wir schnell etwas. Dann sind wir abgelenkt. Dann haben wir den Eindruck, der Situation gewachsen zu sein, Einfluss, vielleicht sogar Macht zu haben. Meistens vergessen wir, dass etwas Machen, etwas Dazutun am anderen, meist unsichtbaren Ende bedeutet, etwas wegzunehmen. Wir sehen es ja nicht. Und am anderen Ende wird womöglich ein ganz anderer, unbeteiligter, unschuldiger geschädigt. Dreiecksstrukturen sind wunderbar zu so etwas geeignet. Als geschädigte Beitrags- oder Steuerzahler sind wir dann nicht selten sogar wütend und aufgebracht über die steigenden Kosten. Jetzt folgt schon wieder: „Um Himmels willen, tu etwas (gegen die immer steigenden Kosten)“. Auch an dieser Stelle heiligt der Zweck nicht automatisch die Mittel. Eher das Gegenteil?
Jetzt sind ja viele Strukturen geschichtlich gewachsen mit all ihren überkommenen Interessenskonflikten und Rachegelüsten. Wäre es denkbar und praktikabel, im Nachdenken und Zusammenfassen der menschlichen Vorstufen und Entwicklungen bessere, angemessenere menschliche Lebenslösungen zu finden? Oder sind wir dazu verdammt, die gleiche Fehlentwicklung einzuleiten wie Lenin, Mao, F. Castro und viele andere tote und noch lebende und aktive Revolutionäre?

 

Das/der Böse ist immer das/der Andere, das/der Fremde,… Wäre eine Umkehr möglich oder „reitet uns der Teufel“? Macht ein Teufel aus uns Menschen Monster?
Wir können das „Böse“ nicht aus der Welt, nicht einmal aus uns selbst entfernen. Wir könnten aber vermutlich Ruhe, Liebe und Frieden in uns und unserer Gesellschaft näher kommen, wenn wir selbst unsere Software, unsere Verhaltensweisen, unsere Weltanschauung, unsere Softskills (Spiegelneurone) ein bisschen ändern würden? Das geht zu einem Teil nur in und mit der Familie. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Die Änderung geht nur von innen heraus, durch Nachdenken, Respekt vor den Grenzen und Möglichkeiten des Anderen (und anderer Völker) und direkter Kommunikation. Da kann man bis zu einem Limit sicher auch digitale Kommunikation nutzen, aber der digitale Raubzug, den wir derzeit erleben, ist da völlig fehl am Platze und die gesetzliche Regelungswut auch. Hier muss jeder bei sich selbst ansetzen.
Wer helfen will, wird nie immer nur Gutes tun oder erreichen, sondern an anderer Stelle auch Nachteile bauen und Negatives erreichen. Wer helfen will, wird immer auch Faulheit fördern und den „Falschen“ helfen. Das ist immanent, lässt sich nicht vermeiden. Wer mit Regelungen das vermeiden will, verhindert nur die Hilfe für die, die sie dringend nötig hätten. Unter Missachtung unserer biologischen Strukturen oder Naturregeln werden wir kaum eine bessere Welt schaffen. Das ist sehr grober Unsinn.
Vertraue niemandem, aber schenke Vertrauen. Diese Spannung ist eminent wichtig im Leben. Menschsein ist unmenschlich. Nur wer gegen sich selbst unmenschlich handelt, handelt menschlich. Nur wer seinen eigenen Egoismus überwindet, seine Bequemlichkeit, wird menschlich.

 

Die Welt wird nicht untergehen. Da müsste Gott den Antiurknall-Knopf drücken. Wer weiss? Das Leben und die Natur werden auch so schnell nicht untergehen, wie wir in Tschernobyl sehen. Untergehen wird wohl am ehesten der Mensch. Jeden Tag haben wir Selbstmörder unter uns. Was sollte uns Menschen davon abhalten, als Ganzes Selbstmord zu begehen, kollektiven Selbstmord? Hätte nicht so mancher Selbstmordattentäter es am liebsten schon getan, wenn er die Macht dazu gehabt hätte? Sterben müssen wir Menschen sowieso.
Der Mensch, der alles beherrscht, der egoistisch sich selbst als Mass und Ziel setzt, als menschlich, der ist ein Monster. Menschlich ist er aus seiner Sicht, weil er sich selbst als Mensch sieht, sein eigenes Sein als Definition für „Mensch“ nimmt. Der Mensch als Tier, als eine Art unter vielen, als ein Faktor auf dieser Erde, ist aber in Beziehung gesetzt zu allen Anderen, zu den Tieren, den Pflanzen und zu den Ressourcen dieser Erde. Der Mensch ist zwar das fähigste Wesen dieser Erde, aber seine fehlende Selbstbeherrschung macht ihn zum Monster. Seit tausenden von Jahren braucht es eigentlich eine Monopolkommission von Tieren, Pflanzen und Ressourcen, um den Menschen immer wieder in seine Schranken zu weisen und ihn zu begrenzen. Die Ansicht, der Mensch sei das Haupt der Lebewesen und der Eigentümer der Erde, war ein Trugschluss, war ein Irrtum. Deshalb muss die „Neuzeit“ eigentlich „Irrtumszeit“ genannt werden. Der Mensch ist nur Mensch in seinen Beziehungen zu seiner Umwelt. Da es keine Monopol-Kommission auf dieser Erde gibt, hilft nur die eigene Rückbesinnung auf unsere menschlichen Beziehungen, unsere menschlichen Grenzen, die Realität von uns Menschen. Männer, nicht „Ich bin hier der Grösste, der Stärkste, der Schlauste, der Macher, der Lösungsbringer, der Gewinner und deshalb am besten auch gleich König (Diktator!) oder noch besser „Gott“, sondern wo und wie kann ich mich am besten eingliedern in eine Gesellschaft, in eine Familie, in eine Umwelt, in die Familie der Lebewesen?
Wir brauchen Politiker, Manager, Führer, Wissenschaftler, …, die ihre Relativität einsehen, ihren Absolutheitsanspruch ablegen und sich eingliedern in die Umgebungsstrukturen. Viele tun das mehr oder weniger aus Faulheit, aus Bequemlichkeit oder Dummheit. Nein, die besten Männer, die aktivsten, die cleversten, die fähigsten, die Führer, die Alpha-Tiere brauchen diese Selbsterkenntnis, diese Selbstbeherrschung, Rücksicht zu leben in ihrer Umwelt. So könnten wir eine „Neuzeit“ beginnen, wenn sicher auch kaum eine „Heile Zeit“.
Nur wer bereit ist, selbst mehr zu geben als zu nehmen, baut eine bessere Welt. Das geht nur ohne Kredite. Das geht nur mit Guthaben für später, falls es so etwas überhaupt gibt. Lasst uns alles geniessen, was die Welt und das Leben hergeben, steht dem diametral entgegen.