Wie leben? Die Beziehung zwischen Frau und Mann:

Wie können wir leben?

6 Die Beziehung zwischen Frau und Mann: (17.07.2019)

So funktioniert Liebe:

Zum Bindung aufbauen braucht es Zeit und Intensität. Man kann nicht viele Partner wirklich durchprobieren. Und es braucht Gefühl und Verstand. Beides ist wichtig, sonst wird der Bruch schon von vorne herein wahrscheinlich. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, einen gut passenden Partner zu finden, sicher deutlich unter 25 %.
Liebe“ ist in diesem Sinne nur der verklärend positive Ausdruck für den Egoismus „Ich will Dich haben“. Am besten funktioniert Liebe, wenn Beide so zueinander passen, dass beide Egoismen, vor allem sexuelle Egoismen, zueinander passen. Das aber muss durchprobiert werden und dazu gibt es gar nicht genug Gelegenheiten. One-night-stands helfen nicht. Man muss sich mit ganzer Persönlichkeit und ganzem Körper in die Beziehung verschenken und verlieren, um es auszuprobieren. Dann aber ist man in der Beziehung auch gefangen. Man kommt nicht ohne Verletzungen wieder heraus, beide nicht. Das klingt trivial, aber es berührt uns existenziell und wir können es nicht einfach vermeiden oder umgehen. Schon wieder eine biologische Naturregel? Leben tut weh! Das ist fast so sicher wie der Tod.
Sehnsucht“ ist nur der verklärend positive Ausdruck für den Egoismus „Ich will Dich (oder auch Heimat oder Anderes) haben, aber kann Dich (es) nicht bekommen“. Sehnsucht hat mit Liebe nichts zu tun. Sehnsucht ist Egoismus!
Und doch: Liebe, Sehnsucht und Egoismus gehören zusammen. Wir können sie nicht voneinander trennen. In unserem Denken und Handeln schwingt immer Beides mit. Oft begründen und zeigen wir nach aussen ganz liebevoll wo wir nach innen ganz egoistisch handeln. Wir haben ein Leben lang gelernt, uns selbst zu belügen und zu betrügen!
Frauen lieben zweckhaft. Sie sind diejenigen, die sich für die Fortpflanzung, für das Kinderkriegen und für das Nest verantwortlich fühlen. Das ist ihre Mission. Dazu dient die Balz mit dem Mann (Die wir „verliebt sein“ oder fälschlicherweise „Liebe“ nennen). Mit Liebe hat das überhaupt nichts zu tun. Das ist einfach genetisch festgelegte Balz, vielleicht noch ein bisschen kulturell verändert in der Prägung. Danach kommt die ganze Fürsorge für die Kinder. Der Mann darf und soll da mitmachen, aber bitte nach der Direktive der Frau (was sicher oft das Beste ist).
Verliebt sein ist der Zustand völliger geistiger Umnachtung, in dem wir die Welt nur optimistisch sehen, rosa rot, romantisch und schön. Sonst würde kein Mensch die Mühen des Kinder Kriegens und Aufziehens auf sich nehmen, Frauen nicht und Männer auch nicht. Verliebt sein ist wie Alkohol, wie Rauschmittel. Deshalb, was im Rausche des Verliebtseins versprochen wurde, zählt hinterher nichts mehr! Nach dem Verliebtsein kommt unsere ganze egoistische Borniertheit, unsere Verliebtheit in uns selbst, unsere Elendigkeit ans Licht. Die aber ist unsere Realität, unser Sein. So elendige Menschen sind wir. Frauen merken das eher und schneller als wir Männer. Immer wünschen wir uns den Rauschzustand wieder, das Märchen, den Liebesroman als Ersatz für Realität. Das Verliebt sein, das Begehren des Anderen endet auf jeden Fall. Es dauert allenfalls vier Jahre, unter gewissen Umständen nur halb so lange, unter aussergewöhnlichen Umständen selten auch mal doppelt so lange, aber nicht dauerhaft.
Keiner kann die Kinder besser versorgen als Frauen selbst. Deshalb sind auch Frauen für sich selbst so wichtig. Der Mann ist dazu da, ihr den Hof zu machen, für sie da zu sein und zwar zu 100 % und ohne Abstrich. Er muss die Grundlagen, das nötige Geld, den Status, am besten auch einen Ort (Haus oder Heimat oder ähnliches) mitbringen. Männer, für das Geld seid Ihr zuständig, auch wenn uns jetzt einige geldverdienende Frauen als Ausnahme das Gegenteil beweisen wollen. Bei der Lohngleichheit für die Geschlechter geht es gar nicht um gleichen Lohn, sondern darum, dass die Frau einfach genug Geld haben will für die Kinder (und natürlich auch für sich selbst). Sie hat doch ganz andere Sorgen (Kinder, Bauch, Mann). Geld ist eigentlich Männersache! Wer heute gleiches Geld für gleiche Arbeit fordert und das auf die Geschlechter bezieht, beweist derjenige nicht nur, dass er menschliches Leben in seiner Fülle noch gar nicht begriffen hat? Bei der Geschlechterfrage geht es gar nicht ums Geld.
Wenn die Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, dann werden sie festgehalten oder die Frau wird leer und sie will dann wieder die Einzige und Beste des Mannes sein. Zwischendurch war das eine Zeit lang nicht so wichtig. Und wenn nicht? Dann geht sie entweder langsam zu Grunde, geht ins „Burn out“ oder in die Depression oder sie emigriert innerlich und geht auf Distanz zum Mann, selten sogar mal zur ganzen Familie oder/und sie muss sich einen neuen suchen. Nach der Kinderphase orientieren wir uns neu. Es ist nicht nur die Mid-life-Crisis der Männer, nein, noch viel ausgeprägter, noch viel zwingender die Mid-life-Umorientierung der Frauen. Jetzt beginnt die zweite Phase des Lebens, die gegenüber früher ja heute immerhin etwa die Hälfte des Lebens ausmacht. Nun müssen wir manches nachholen, besonders Frauen. Wir wollen doch vom Leben nichts verpassen! Frauen wie Männer leben doch nur einmal. Danach gibt es doch nichts mehr?!
Der Mann, der die Emigration der Frau zu verhindern suchen will, muss mächtig aufpassen, dass er die Frau immer bei guten Gefühlen hält, sexuell, versorgungsmässig, finanziell und gefühlsmässig und mit Humor, notfalls mehr Schein als Sein. Und oft muss er die Wünsche der Frau an den Augen ablesen, denn sie geht davon aus, dass er diese weiss, ohne dass sie ihm etwas sagt. Sie liest ihm seine Wünsche sowieso an den Augen ab, soweit sie nicht ihren Körper betreffen, denn der gehört ihr. Sie ist ihr Körper.
Frauen lieben Männer, um sie zu gewinnen. Für Frauen sind Männer Opfer des Begehrens. Der Mann ist selig, weil er endlich eine Frau hat, die ihn als Mann ernst nimmt. Und warum sie einen Mann ernst nimmt und sich in ihn verliebt, hat oft völlig äussere Gründe. Sein Denken und Handeln sind da sehr nebensächlich. Er kann auch ein Arschloch sein. (Manche Eltern sind zu Recht geschockt über den Freund der Tochter.) Er denkt „wow“. So eine Frau gab’s ja noch gar nicht und lässt sich einfangen und geht darauf ein und liebt sie für ihre Liebe. Die Beiden sind ein Herz und eine Seele. Mit der Zeit aber lässt ihre Werbung um ihn nach, denn sie hat ihn ja. Wenn er aber gefangen ist, dann wird er zum Eigentum der Frau. „Du darfst nun keine Andere mehr anschauen.“ Und da wird es für die Frau sehr, sehr ernst. Weniger als 100 % des Mannes ist auf jeden Fall zu wenig und wird entsprechend quittiert. Er gehört ihr ja, meint sie zumindest. Sie ist in ihrem Element, gemeinsames Leben zu organisieren.
Als Mann darf man einer Frau (nicht nur der eigenen, sondern allen) nie negative Gefühle machen, sonst hat man eine Gegnerin mehr. Die Frau kann den Mann am besten mit ihrem Körper und mit ihrem Gefühl einfangen und binden. Frauen, das ist Ihre Chance, Männer seid auf der Hut. Auch wir Männer haben eine Schwäche für Gefühle. Diese Frauen, die Männer mit ihrem ganzen Charme und Gefühl und Körper einfangen (also Huren) sind die besten Frauen. Aber, liebe Männer, sie verlangen Euch auch ganz, mit Max und Haut und Haar, Konto und Erbe!
Die heutigen Frauengenerationen achten sehr darauf, dass die Aufgaben gerecht verteilt sind. Oft kann der Mann gar nicht genug tun. Und zuhause will die Frau auch die Hose anhaben, sprich sagen, wie erzogen wird, wie eingerichtet wird, wie gelebt wird. Eigentlich ist der Mann schon für die Versorgung von aussen zuständig und wenn er das gut macht, funktioniert meist die Beziehung auch recht gut. Die Frau gibt sich ganz, aber sie verlangt auch ganz.
Männer glauben, dass Frauen sie genauso lieben, genauso intensiv lieben, wie sie ihre Mutter geliebt hat. Weit gefehlt. In der Beziehung Frau – Mann ist die Frau nicht Mutter, sondern mehr oder weniger Partnerin und heute eben egoistische Partnerin.
Er fühlt sich zunehmend nicht mehr als Mann ernst genommen. Meist lässt auch die sexuelle Aktivität zwischen beiden nach. Der Mann geht im besten Fall parallel zu einer Hure. Dort bekommt er wenigstens Sex, wenn er ihn braucht. Meist ist es kein besonderer und nur kurz mit der Stoppuhr und gegen Bezahlung. Aber wenigstens mal wieder Sex. Bei der Ehefrau bekommt er ihn oft nicht und jedenfalls nicht erfüllend. Die Ehefrau ist so mit sich, mit der Familie und zunehmend mit der Arbeit beschäftigt. Mit zunehmendem Alter wird die Hure im Verhältnis zur Ehefrau jünger, attraktiver als die Ehefrau. Den Gang zur Hure kann mindestens zur Hälfte die Ehefrau oder Partnerin verhindern. Sie muss es nur wollen. Jünger machen kann sie sich natürlich nicht.
Meistens wird der Ehemann sich eher von der Frau angezogen fühlen, wenn sie ihn als Mann, als sexuell aktiven Mann ernst nimmt und dazu gehört auch: Keine innere Opposition. Keine Frauengewerkschafterin! (Welcher Mann liebt schon Opposition? Da schwillt nicht Max, sondern die Zornesader. So Liebe machen?) Sie, meine Damen, werden Ihren Mann nicht verstehen. Versuchen Sie es erst gar nicht. Wie wäre es, wenn Sie beginnen würden, ihn zu lieben, so wie er es sich wünscht und braucht? Und überlegen Sie einmal, wie Sie ihm Ihre Liebe tatsächlich zeigen könnten. Gehen Sie nicht von sich aus und fragen Sie ihn auch nicht. Es gibt heute genug zu lesen und zu hören darüber, auch in den von Ihnen gelesenen Zeitschriften. Sie müssten nur einmal von Ihrem hohen Ross herunterkommen. Schieben Sie nicht die Kinder oder die Arbeit als Hinderungsgrund vor. Die Kinder wären längst froh, wenn Sie ihnen mehr Freiheit liessen und Arbeit müsste heute nicht sein, es sei denn, Ihr Mann bringt bei 100 % Job nicht genug Geld zum Leben nach Hause. Das wäre ein Grund. Wenn Sie aber sagen, die Arbeit wäre wichtiger als Ihr Mann (nicht laut, sondern für sich in Ihrem Hirnskästchen allein und leise), dann …
Frauen interpretieren das vom Mann als Liebe, was ihren Kindern und ihrem Bauch- und Körpergefühl dient. Wenn eine Frau sagt „Ich liebe Dich“ und mit Dir vögelt, dann bedeutet das „Ich kann mir vorstellen, mit Dir zu leben. Ich will Dich haben und mit Dir Kinder gross ziehen“. Männer empfinden das als Liebe von Frauen, was ihren Sextrieb stillt und was sie einer Meinung und Ansicht mit ihm macht. Männer lieben keine andere Meinung der Frau. Wenn ein Mann sagt „Ich liebe Dich“, dann meint er damit, „Ich will für Dich und für die Kinder für den Rest des Lebens sorgen“. Später, spätestens nach der Hälfte des Lebens weiss der Mann, was das bedeutet. Der Satz geht ihm nur noch sehr schwer über die Lippen. Er wird vielleicht hingebungsvoll lieben, aber sprechen, versprechen wird er das nicht mehr.
Die Bindung zwischen Frau und Mann geschieht über den Körper. Da ist die Hingabe der Frau der führende Faktor. Meine Damen, Sie werden aber nie sicher sein, dass Sie ihn fest gebunden haben. Diesen Widerspruch müssen Sie aushalten. Mann, nimm nur eine Frau, die Dich körperlich auch fest zu binden vermag. Sonst hält die Beziehung wahrscheinlich nicht lange.
Eine Alternative für den Mann ist die Geliebte. Aber die wird längerfristig unglücklich, weil sie sich hingibt, um den Mann zu kriegen. Irgendwann wird sie enttäuscht aufgeben. Ihre Gefühle schlagen um in Frust und dann ist er plötzlich der fieseste Mann, den sie kennt. Natürlich kann er sie nur ausgenutzt, eigentlich nur vergewaltigt haben. Weil sich das negativ in ihren Gefühlen verankert, wird sie das auch nie wieder los, während er ihr ewig anhängt. (So unter anderem entstehen Stalker und die Probleme damit.)
Er aber hat bei der Balz geglaubt, dass sie ihn liebe. Und er erwartet intuitiv diese Liebe auch weiterhin. Aber im besten Falle ist er nur Nr. 3 nach den Kindern und ihr selbst. Und später ist er nicht der, den die Frau anhimmelt, sondern sie will von ihm angehimmelt werden. Und wenn sie ihn nicht anhimmelt, weil er der Beste ist? Dann emigriert er in die Hobbies, in die Kneipe, in den Alkohol oder er sucht sich eine jüngere Frau.
Eine Frau liebt nicht in dem Sinne, was heute allgemein als Liebe verstanden wird. Das ist nur eine christliche Überhöhung eines sehr biologischen Vorganges. Eine Frau liebt den Mann nur zur Werbung oder später, wenn er genau das tut, was sie sich von ihm wünscht: Vögeln wie sie es gern hat, versorgen wie die Kinder und sie das brauchen, damit es ihr selbst gut geht und damit sie ihre Beziehungen (auch die zu ihm) leben kann. Wenn sie ihn sonst noch liebt, dann nur, weil er ihr Kind geworden ist oder ihr zu pflegender Vater. In beiden Fällen liebt sie ihn nicht so, wie er sich das wünscht. Als Mann ist er eher Gefahr für sie und da meidet sie ihn eher.
Die Frau gibt sich hin, aber sie will einen Mann, der sie einfach liebt. Er aber ist widersprüchlich. Und das kann er auch nicht ändern. Dann wird sie unsicher. Dann wird sie misstrauisch und eifersüchtig. Langsam wachsen ihre negativen Gefühle, ihre unerfüllten Gefühle. Dann wird ihr ihr unausgeglichenes Darlehen bewusst. Am Ende kommt entweder ein neuer Mann oder die weibliche Atombombe (Schluss und ohne Kommentar keine Kommunikation oder zumindest kein Kontakt mehr) oder Beides. Rückwirkend wird die Beziehung dann nur noch als negativ, möglicherweise sogar als Vergewaltigung gesehen. An der alten Beziehung kann nichts mehr schön gewesen sein. Und diese Gefühle sind weitgehend in Stein gemeisselt.
In die Frauen scheint Liebe von der Evolution und/oder Gott sozusagen eingebaut. Das ist ein Irrtum für uns Männer. Wenn wir ihre Gefühle grundsätzlich verletzen, dann werden sie zu Stein. Die eingebaute Liebe führt bei den besten Frauen zur Gewährung eines riesigen Darlehens an die Umgebung, Männer, Familie, Freunde, Gesellschaft. Dafür ist ihr Körper so gebaut, dass er mit weniger Energie auskommt als Männer und zäher ist als der Körper von Männern. Dafür ist dann aber auch der Anspruch mit eingebaut, geliebt und versorgt zu werden und das betrachtet eine Frau nicht als Geschenk, sondern allenfalls als Darlehenstilgung, wenn nicht einfach als des Darlehensnehmers Pflicht. Das gilt natürlich für Männer, ihre Männer, aber das gilt auch für andere gesellschaftliche Kräfte und Strukturen. Wir sollten das nicht als negativ einstufen. Wie wir gesehen haben: Die Frauen haben über Hunderttausende Jahre in der Hauptsache dafür gesorgt, dass es die Menschheit heute überhaupt noch gibt. Wenn das keine Ansprüche begründet? Männer, Frauen haben immer Anspruch auf Darlehenstilgung. – und + müssen ausgeglichen werden, immer, in der Beziehung zwischen Frau und Mann wie auch in der Gesellschaft. Männer und unsere Gesellschaft verstossen viel zu oft gegen diese Naturregel.
Frauen lieben Männer, die eindeutig sind, eindeutig und 100% nur für sie. Besteht da Mehrdeutigkeit, Widersprüchlichkeit, Unsicherheit, wird es schwierig zwischen den Beiden. Ein Mann soll entschlossen den gemeinsamen Weg mit ihr gehen und sei es der Weg in die Irre oder sonst wo hin… Hauptsache er ist entschlossen und pro. Das ist der Weg der Intuition und nicht der des Nachdenkens. Hier bitte das Nachdenken ausschalten, Männer.
In der Werbephase sind beide blind. Am Ende dieser Lebensphase gehen Beiden plötzlich oder langsam die Augen auf: Wen habe ich denn da in mein Leben hineingelassen? Wenn einer den anderen fallen lässt, sind sie einander los.
Männer schliessen von sich auf Frauen, umgekehrt nicht weniger. Das geht aber nicht. Frauen sind viel komplizierter, ganz anders. Frauen sehen Männer sehr schnell als Kinder. Als Männer sind die Männer den Frauen völlig fremd. Da gibt es kein Verstehen. Der unkomplizierteste Umgang der Frau mit dem Mann ist der, ihn zum Kind zu degradieren. Da ist sie in ihrem Element. Da darf sie auch älter sein. Da darf sie an Attraktivität verlieren. Da ist sie entspannt.
Wenn der/die Andere negative Gefühle gegen mich entwickelt hat, kann er/sie die schwer überwinden und es wird immer etwas zwischen Beiden stehen bleiben. Wenn in solch einer Phase ein(e) Andere(r) kommt, der/die erotischer ist, dann steht die vorige Beziehung schnell in Gefahr. Wenn die neuen positiven Gefühle erst Platz ergriffen haben, dann sind sie schwer wieder zu löschen. Dann findet der Wechsel statt. Da sind wir Tier. Der Verstand kann das eine Zeit lang stoppen, aber er ist gegenüber dem Gefühl meist der Verlierer und wenn er doch gewinnt, schafft das oft eher mehr Chaos oder Stress, als wenn man dem Gefühl nachgibt. Gefühlte Liebe wird, so fest sie ist, durch ein stärkeres Gefühl neutralisiert oder sogar ausgemerzt, aber eben auch nur durch das.
Sex ist Ausdruck von Liebe. Man kann Liebe nur schenken und so kann man auch Sex nur schenken. Man kann sich Sex nicht nehmen, weder mit leichtem Druck, noch mit Gewalt. Wer es dennoch tut, riskiert beim „Partner“ negative Gefühle und damit hat er alles verloren. Sex geht nur, wenn er in beiden glückliche Gefühle auslöst. Wenn aber die Frau am Folgetag des One-night-stands merkt, was sie angerichtet hat und eigentlich ist der hintergangene Mann der geliebte Mann oder der, von dem sie abhängig ist, dann wird sie dem Eindringling gegenüber negative Gefühle entwickeln und diese negativen Gefühle gewinnen die Oberhand und die Deutungshoheit für das Geschehene. Dann, Mann, hast Du verloren, sie, Deinen Ruf, Deine Partnerin, alles.
Umgekehrt auch: Frauen geben sich hin, sexuell, übernehmen oft den Standpunkt und die Meinung des Mannes, tun alles für ihn, was sie ihm von den Augen an Wünschen ablesen. Es sieht aus, wie ein riesiges Geschenk. Wenn die Balz und das Verliebtsein zu Ende sind, werden die Augen geöffnet. Dann lässt die „Liebe“ nach, aber das Handeln wird fortgesetzt wie bisher. Es sieht aus, wie ein Geschenk, aber es wird langsam immer weiter in ein Darlehen der Frau an den Mann umgedeutet. Vorsicht, Mann, wenn Du das nicht siehst. Sie wird es Dir verbergen, so gut sie kann. Das Spiel haben Frauen von der Kindheit auf geübt. Bei der Trennung wird offensichtlich, was geschenkte Liebe war und was nur Darlehen. Männer, Ihr werdet Euren Augen nicht trauen. Meine sehr verehrten Damen, Liebe kann man nicht verdienen. Liebe müssen sich beide gegenseitig schenken, er Ihnen, aber auch Sie ihm.
Frauen sind am schärfsten sexy, wenn sie bitten, Männer, wenn sie schenken.
Sex dient nur der Reproduktion. Die Evolution und/oder Gott haben da wahrscheinlich wenig an Genuss und Liebe oder ähnliches gedacht. (Nicht der Papst sagt das. Der plappert es nur nach. Aber offenbar versteht er doch einiges von der Welt, vielleicht ja auch von Gott, mehr als wir?). Aber Beide haben gemerkt, dass gute Gefühle die Chance auf Reproduktion steigern und deshalb haben sie dem Sex die schönsten und tiefsten Gefühle, den Orgasmus, als Höhepunkt gegeben. Da wir Menschen den Orgasmus lieben wie nichts anderes, gibt es Kinder und heute sogar Sex ohne Kinder.
Man kann Menschen nicht einfach Liebe befehlen, nicht einmal ich selbst kann mir das. Liebe ist eben doch ein Geschenk!!! Und doch: Liebe kommt in unser Leben nicht, ausser wenn wir selbst Liebe üben und schenken!
Frauen können und dürfen beim Sex sich und alles um sich herum vergessen. Männer sollten das besser nicht. Für guten Sex ist es zwar auch für Männer besser, wenn sie alles vergessen, aber zumindest zuvor sollten sie an alles Eventuelle denken. Sie müssen den kühlen Kopf bewahren. Sie müssen daran denken, wie es hinterher endet. Sonst werden die Männer hinterher bestraft (evtl. die Frauen auch). Er muss das verhindern. Das steht in seiner Zuständigkeit! Der Sinn des Aktes ist die Zeugung. Lust ist Luxus. Geniessen sie den Sex, aber erwarten Sie nicht den Genuss, sondern nehmen Sie ihn als Geschenk. Sonst gehen Sie lieber gleich zur Hure.
Frauen lieben zuerst ihre Kinder. Männer sind sekundär. Sinnvoll für die Aufzucht ist der Mann. Es gibt viel zu tun und da ist er ganz zweckmässig, aber nötig ist er nicht. Die Gefahrenabwehr und die Versorgung mit ausreichend Nahrung und Schutz kann gut er übernehmen. Zur Zeit der Menschwerdung war diese Rolle existenziell. Mit zunehmender Nutzung von Ersatzkräften und Ersatzmechanismen (Maschinen, die Muskelkraft überflüssig machen; Häusern mit Heizung, Strom und festen Schlössern, die männlichen Schutz überflüssig machen; maschineller Produktion und Handel, die Versorgung erleichtern; Versicherungen, die sogar den Ausfall des Mannes kompensieren) ist zumindest der Mann überflüssiger geworden. Er wird entweder von der Frau eingebunden oder er ist schnell überflüssig, nur noch Ernährer und Geldverdiener. Dann ist er auch tatsächlich schnell weg.
Meine sehr verehrten Damen; Ihre Zeit und Mühe ist in den letzten Jahrzehnten leichter geworden, aber so Sie Ihre Rolle ernst nehmen, können Sie sich Ihrer Rolle weiter gewiss sein. Der Mann dagegen ist mit seiner Rolle überflüssiger geworden. Seine Gene werden nicht innerhalb von 50 Jahren so verändert, dass er plötzlich eine halbe Frau wird. Er kann das zwar verstandesmässig versuchen (und viele domestizierte Männer tun das ja auch), aber gefühlsmässig wird er oft anders sein. Das können Sie ihm übel nehmen, aber im Grunde müssten Sie Gott und/oder die Evolution nach deren Gründen dafür fragen und sie zur Verantwortung ziehen. Ist das Zusammenleben mit dem domestizierten Mann wirklich unproblematischer? Denken Sie mal bitte nach!
Teile seiner freigewordenen Zeit nutzte der Mann für Wissenschaft und technische Anwendung, für Entwicklung des Geistes, für verbesserte Kriegsführung und Schutzfunktion, für Spiel und Sammlerleidenschaft und vieles mehr. Teilweise konnte die Frau ihn nachgenetisch domestizieren, so dass er heute manchmal ein Kavalier, Gentleman oder sogar Verehrer werden kann. Aber dann sehen wir schnell, dass die Gene die sinnvolle postgenetische Domestifikation doch noch bei Weitem übertreffen.
Frauen sind nicht die Erfüllung für Männer, auch nicht der Sinn (obwohl wir die angehimmelten oft als solche betrachten). Frauen sind die Sex- und Gebärmaschine. Frauen wären gerne mehr, aber alles darüber hinaus ist Luxus und Geschenk. Unsere Erwartungen sind einfach zu hoch. Aber Männer können Frauen natürlich das Gefühl schenken, mehr als nur eine Maschine zu sein. Männer, hätte das nicht Sinn? Eine Dauergeschenkidee!
Männer sind sehr zwiespältig in ihrem Sein und Schein. Sie kämpfen immer mit ihren mindestens zwei Seiten in sich. In der Regel ist der Mann nicht eindeutig. Und wenn er doch einmal eindeutig ist, dann können wir darauf wetten, dass es nicht lange so ist oder dass ein wesentlicher Teil des Eindruckes nicht vom Sein, sondern vom Schein herrührt. Und die Damenwelt ist zwar sehr misstrauisch und eifersüchtig und stolz, aber sie ist zum Glück nicht so sehr genau. Im Stadium der Liebe, und beim Extrem des Sadomasochismus ganz besonders, gibt sich die Frau dem Mann so völlig bis ekstatisch hin und verschliesst alle Sinne, dass sie nicht merkt, was für einem Arschloch sie da über den Weg gelaufen ist. Aber wir müssen uns klar sein, dass dieser Mechanismus zwischen Mann und Frau der Gewinnung eines Mannes hintergründig für die Herstellung von Nachkommenschaft dient, nur vordergründig dem Spass oder der Befriedigung. Die sind nur sinnvoll, damit das Ziel auch erreicht wird. Wenn aber das Ziel von vornherein gar nicht das Ziel war, dann kommt auf jeden Fall der Punkt der Ernüchterung. Und wenn dieser Punkt bei der Frau kommt, dann fällt sie aus einem Extrem ins entgegengesetzte. Dann fühlt sie sich betrogen und wird gnadenlos die Schuld dafür dem Mann in die Schuhe schieben. Sie kann nicht anders. Und da die ernstesten Gefühle betroffen sind, kann sie das auch kaum wieder abstreifen. Und wenn beim Spiel etwas schief geht, dann ist auf jeden Fall der Mann Schuld. Deswegen, liebe Männer, das ist ein Leben auf dem Pulverfass. Ihr mögt das, na klar, aber jammert hinterher nicht. Ihr seid diejenigen, die bei dem Vorgang den Verstand nicht völlig abgeben müssen. Ihr seid verantwortlich dafür, dass beim Spiel keine Unfälle passieren. Und seid Euch klar darüber, dass Ihr hinterher die Schuld tragt und tragen müsst. Das ist völlig in Ordnung so. Das seid Ihr den Frauen schuldig. Sie erwarten hinterher Eure Liebe und nicht Eure Ablehnung. Sie haben alles gegeben, ihren ganzen Körper, sich selbst. Sie haben sich Eure Liebe hinterher verdient. Ihr tragt nicht nur die Schuld, sondern seid ihnen auch Eure Liebe schuldig. Wenn Ihr da patzt, ist alles verpatzt, selbst wenn ihr noch den Schein vor der Öffentlichkeit wahren könnt.
Das beste auf dieser Welt sind die Frauen. Es gibt nichts wertvolleres. Das sollte uns Männern klar sein. Allerdings heisst das auch, dass Frauen zu achten sind als die besseren Menschen. Wie sagen wir Männer so unbedacht?: „Meine bessere Hälfte…“ Lügt doch nicht so scheinheilig. Männer, die Frauen achten, berühren sie nicht einfach und schon gar nicht ohne Einladung derselben. Und in Gegenwart einer Frau trinkt ein Mann nie mehr Alkohol als diese selbst getrunken hat. Und unter Alkoholeinwirkung von mehr als dem ist jede Annäherung an eine Frau verboten. Männer, eine Frau nimmt man sich nicht einfach. Was ist das für ein Verhalten? Weder den Po, noch eine Hand, noch die ganze Frau, noch irgendetwas. Das verlangt der Respekt. Und eine solche Einladung der Frau sollte schon sehr eindeutig ausgefallen sein, damit Sie nicht plötzlich einem Missverständnis ausgeliefert sind. Umgekehrt erwarten natürlich auch wir Männer, dass Einladungen von Frauen ernst gemeint sind und hinterher nicht plötzlich widerrufen werden. Sie müssen wissen, dass es wunderbar ist, von einer Frau eingeladen zu werden, vielleicht auch noch von der eigenen. Die Frauen sind die besten, die es eben schaffen, die schmale Gratwanderung zwischen Hure und klar einladender, sich verschenkender, sittsamer Frau zu gehen. Andererseits wollen Frauen gerne auch verführt werden. Also verführen wir sie, stehen aber auch hernach dazu. Die Verantwortung liegt immer bei uns Männern und es ist ein ungeschriebenes, aber sehr scharfes Gesetz, dass der Schuldige am Ende immer der Mann ist. Die Frau darf sich zurückziehen und wenn sie es tut, hat sie ein Recht darauf. Und der Kavalier kann auf eine spätere Rückkehr hoffen (manche Frauen tun das), aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Wer sich mit einer Frau einlässt, muss vorher wissen, dass bei Entstehen der negativen Gefühle alles negativ wird. Das ist eine genetisch festgelegte „Biologische Naturregel“! Aber ist das bei uns Männern so sehr viel anders?
Allerdings, Frauen, die nicht auch leiden, werden unersättlich. Nur leidende Frauen lieben. Wenn der Mann als Kavalier Routine wird, ist die Beziehung tot.
Die Frau möchte erobert werden. Es zählt nur, wenn sie für den Mann die Einzige ist und wenn der Mann nur sie sieht und wenn er von ihr 100% überzeugt ist. Fehlt etwas, fehlt alles. Und gerade in den Kleinigkeiten, die der Mann meist gar nicht wahrnimmt, ist sie besonders sensibel. Ja, das kann zum Sport werden. Sie achtet auf immer kleinere Dinge und verbarrikadiert sich damit in sich selbst. Denn er soll sie ja erobern. Er aber sieht diese Kleinigkeiten gar nicht und kann ihr deshalb immer weniger Recht machen. Er verliert die Lust und das Verständnis.
Umgekehrt ist es für den Mann das Grösste, wenn sie ihn einlädt. Wenn sie sich für ihn zur Hure macht, ihren Körper (das beste und grösste und schönste, was es auf dieser Welt gibt) einladend darbietet. Nur leider fühlt sie sich selbst nicht so (und viele Frauen sind ja auch wirklich nicht so, nach dem sie sich selber aufgegeben haben und nachdem sie sich ihre Befriedigungen selbst geholt haben (meist über den Mund und das sieht man ihnen dann auch an)).
Leider ist es so, dass nach kurzer Zeit immer vom Anderen erwartet wird, dass er sich anpasst, dass er gibt. Selber geben wollen, wird immer schwächer. Wenn dann die gegenseitigen Egoismen gut zueinander passen, kann das funktionieren, aber wenn nur noch der Verstand alles leisten soll, dann wird die Beziehung schwierig. Und wenn die Gefühlswelt gegeneinander steht, dann sind die Verstandesbeziehungen sehr gespannt. Wer das aushalten kann, kommt zurecht, wer nicht, der nicht. Es schaffen nicht viele.
Sie, meine sehr verehrten Damen, sind das Beste, was es auf dieser Welt gibt. Leider wissen und glauben Sie es nicht. Leider fehlt Ihnen das Bewusstsein dafür. Sie sind unsere Mitte. Leider ist Ihnen das nicht bewusst. Die Evolution und/oder Gott haben Sie dazu gemacht, wegen der Fortpflanzung. Bitte, bitte, werden Sie sich dessen bewusst. Frau und Mann gehören zusammen und nicht auseinander und die Gefühle sind bestimmend. Das haben die Evolution und/oder Gott so gemacht. Achten wir auf die Gefühle des jeweils Anderen. Das kann man nur schenken und nur Schenken stiftet Sinn (in beiden Richtungen!).
Manche Frauen mögen es, wenn die Männer grober, böser, streitsüchtiger, kindischer und rücksichtsloser sind. Sie haben dann eine bessere Chance, sich als die Heilige, die Liebende, die Reine, die Rücksichtsvolle zu etablieren und das ist vielen Frauen wichtig, vor allem den attraktiveren. Wird der Mann zu weiblich in dieser Hinsicht, ist der Frau eine wesentliche Identität genommen, die sie ausfüllen möchte. Als Frau in die böse Ecke gestellt zu werden ist viel schlimmer als wenn der Mann in diese Ecke gerückt wird. Männer, diese böse Rolle müsst Ihr spielen, ohne böse zu sein. Bitte lieb sein, aber böse wirken. Bitte immer auch die Schuld für Fehlentwicklungen auf Euch nehmen. Ihr bekommt die Schuld sowieso, aber wenn sie einem zugeschoben wird, ist man der Schuldige, wenn man sie von vorneherein übernimmt, wirkt Mann vielleicht grossartig, als Held. So mancher wird an dieser Rolle zwar zerbrechen, aber Verluste hat es in der Menschheit immer gegeben und um der guten Entwicklung der Kinder willen und um des Anspruches der Frauen willen, der Kindererziehung wegen bevorzugt zu werden, werden Männer geopfert. Gott und/oder die Evolution haben es so eingerichtet. Das ist nicht Schuld der Frauen.
In den drei geschichtlichen Epochen des Menschen dominiert die genetisch bedingte. Die Gefühle sind offenbar der Genetik noch am nächsten. Durch ihre enge Verbundenheit mit dem Gefühl bestimmen Frauen die Beziehung Frau-Mann. Mann, du bist dazu da, Frauen oder der Frau die besten Gefühle zu machen. Sonst hast Du (sie) verloren. Da Du aber gar nicht so auf Gefühle achtest, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Je mehr die Gefühle abebben, desto mehr werden Frau und Mann sich fremd. Das ist auch ein Aspekt, der mit dem Alter wahrscheinlicher wird, weil die tiefste Innigkeit und Beziehung, die sexuelle, nachlässt. Im günstigen Falle spielen dann Faktoren wie die lange Gewöhnung, das nicht-alleinsein-Wollen und andere die entscheidende Rolle.
Es gibt Paare, die sich nur verstandesmässig lieben. Das kann lange gut gehen, solange von aussen kein Anderer hinzukommt, der einen aus dem Paar per Gefühl aushebelt. Gefühl ist stärker als Verstand. Tiefe Liebe erfahren diese Verstandespaare nicht. Ihnen bleibt oft eine Gefühlsarmut. Im protestantischen und nachprotestantischen Europa gibt es solche Verstandespaare häufig. Sie wirken dann oft wie Vater-Tochter-Beziehungen oder wie Mutter-Sohn-Verhältnisse oder seltsam gefühlsarme Paare.
Paare, die sich bis in die Knochen in einander verlieben, dringen viel tiefer in die Liebe ein. Sie haben vielleicht eine Chance, langfristig gegen alle Versuchungen von aussen immun zu sein und sogar bis zum Ende eine Frau-Mann-Beziehung zu erhalten. Gehen solche Beziehungen aber aus irgendeinem Grunde auseinander, bleibt mindestens einer, meist der Verlassene tief verletzt zurück und geht innerlich, nicht selten sogar ganz (Suizid) kaputt. Das ist ein Nährboden für Gewalt gegen sich oder die anderen Betroffenen (Ex und neuer Partner) oder auch mal nach aussen. Oft waren Frauen die letzten, die die Paarbeziehung verliessen, inzwischen eher mit entgegengesetzter Tendenz.
Auch Beziehungen zwischen einem Verstandes- und einem Gefühlsmenschen sind schwierig. Vielleicht kommen sie deshalb gar nicht so zustande? Je mehr sich unsere Gesellschaft dem Verstand unterwirft, desto schwerer haben es und desto gefährdeter sind die gefühlsbetonten Menschen.
Männer und Frauen leben heute im Schnitt in den Industrieländern doppelt so lange wie vor 500 Jahren und davor. Sie leben heute in einer globalisierten Welt, haben Kontakt mit viel mehr Menschen, lernen viel mehr Menschen kennen. Sie leben und arbeiten einen grossen Teil ihrer Zeit nicht als Paar zusammen, sondern getrennt in völlig unterschiedlichen Welten. Wenn es nicht zum Auseinanderleben kommen soll, dann müssen beide aufpassen, immer den Anderen im Bett zu haben und sonst möglichst vor Augen, nicht um ihn zu begrenzen (bitte lange Leine lassen), sondern einfach alle Entwicklungen mitzubekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide im Laufe des Lebens auseinanderleben, weil dieses gegenseitige Aufeinanderachten irgendwann unterblieb, ist hoch. Es ist also gar nicht verwunderlich, wenn solche Beziehungen oder Ehen wieder auseinander gehen. Man müsste einen Weg finden, wie das für alle Beteiligten möglichst schmerzarm und zukunftsweisend organisiert werden kann.
Ehen können Liebesgemeinschaften sein. Dann sind sie sehr mit Gefühl beladen, können wunderschön, aber auch spannungsgeladen sein. Sie funktionieren um so besser, je besser die beiden Egoismen, vor allem die körperlichen (sexuellen) Egoismen zueinander passen. Diese Beziehungen sind nach aussen hin fester, weil beide persönlich und gefühlsmässig gebunden sind und andere Individuen gar nicht interessieren. Wenn sie aber doch auseinandergehen, gibt es viel Krach und hinterher sind beide Feinde (weil der eigene Egoismus vom Anderen nicht mehr befriedigt wird).
Von wegen, die Liebe ist ewig. Die Liebe ist das, was zuerst kaputt geht. Es ist sicher, dass sie verfliegt. Der Egoismus hat Bestand. Wirtschaftliche Abhängigkeit hält viel besser, denn sie schafft Abhängigkeit über Mitleid, Stolz, Fürsorge, Bequemlichkeit, … Liebe ist da viel unzuverlässiger. Frauen halten die Abhängigkeit viel leichter aus als Männer. Für Frauen ist Abhängigkeit normal. Sie brauchen den Mann zum Erhalt des menschlichen Lebens. Abhängigkeit ist in die Gene der Frau eingebaut, ganz anders als beim Mann.
Frauen sind wohl doch an Männer nur relativ locker gebunden, weil Männer gar nicht so tiefe Bindung bewirken. Umgekehrt binden Frauen Männer viel fester. Sie fühlen sich aber leichter abgestossen und dann gehen sie unvermittelt.
Die Liebe, selbst die intensivste, die innigste, die tiefste, die sexuell bindendste, schafft nicht die innige Bindung, die dauerhaft hält. Sie geht kaputt oder zerfällt langsam. Was wirklich bindet, ist die Angst vor dem Alleinsein, vor dem versagt Haben, vor dem völligen Verlust und neu anfangen zu müssen. Dann bleiben wir doch lieber zusammen und in der Komfortecke. Und insbesondere Frauen kann diese Angst wieder zu den hilfsbereitesten Menschen machen, die sich hingeben als Mutter, als Versorger aller leiblichen Bedürfnisse, ausser Sex. Denn zur Intimität haben die Beiden sich verloren. Die Frau ist die aufopfernde Mitte der Familie, der Gesellschaft, des Vereins, …, nur Sex? Na gut, wenn es sein muss. Und doch sehnen sich viele Frauen und Männer in Ehen und festen Beziehungen genau danach.
Besonders in religiösen Hintergründen herrscht oft die Ansicht vor, dass man nur den einen Menschen lieben könne und solle. Das ist wohl eher christliches Gedankengut. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht christliche Liebe und sexuelle Liebe vermengen. In der Realität ist es aber doch wohl oft eher so, dass wir bestimmte Typen von Menschen attraktiv finden und nicht nur einen Menschen. Vielleicht war das Gott und/oder der Evolution zu unsicher (die Begrenzung auf einen möglichen Partner) für ein Überleben der Menschheit über so lange Zeiträume? Das ist sicher ein Grund, warum in unsicheren Beziehungsphasen manchmal erstaunlich leicht ein anderer Mensch in die Beziehung einbrechen kann und diese knackt.
Eine Ehe ist eine sichere Methode, um sich gegenseitig los zu werden. Eine Ehe ist die sicherste Methode, süchtig zu werden nach Partnern ausserhalb der Ehe. Denn nur mit denen geht eine balzende Beziehung noch. Der eheliche Partner ist ja schon im Besitz. Doch dann folgt der Punkt unabänderlich, wo entweder die alte Beziehung abgebrochen werden muss und die neue Pflanze gehegt und gegossen werden muss oder wo die neue, jungfräuliche, balzend schöne Beziehung merken muss, dass sie nicht zum Ziel führt. Damit zerbricht die innigste und schönste Liebe und beide stehen da, sehen sich in ihren Egoismen betrogen, allein gelassen, natürlich zutiefst verletzt. Es bleibt nur ein Ausweg: Vor der Ehe, am besten noch vor Eingehen einer festen Beziehung, darauf achten, dass Mann und Frau sowohl in Gefühl als auch in Geist oder Verstand optimal zueinander passen. Sonst und aus anderen Gründen darf man sich nicht binden, nicht heiraten. Und wenn man geheiratet hat, dann muss man mit dem ganzen Verstand darauf achten, dass man dem Anderen die besten Gefühle macht, vor allem sexuell.
In den meisten Fällen wird das z.B. nur ohne Übergewicht gehen. Achte jeder darauf, sexuell attraktiv zu bleiben. Für Männer ist das eine sexuell werbende, wohlgeformte, schöne Frau. Für Frauen ist das ein sexuell liebevoll angreifender, ein einfühlsamer, aber selbstständiger Mann, der ihr alle Fehler durchgehen lässt und der ihr absolute Sicherheit und Geborgenheit gibt. Eine auf Gefühlen beruhende lebendige sexuelle Beziehung geschieht eigentlich nur in der Balz (im Verliebtsein). Später kann sie vielleicht erneuert oder erhalten werden im bewussten Verschenken an den realen Partner, der einen im täglichen Einerlei eigentlich immer nur verletzt und abstösst und so gar nicht sexuell attraktiv ist. Das Zauberwort ist: Verschenken (nicht egoistisches Warten, wann fängt der Andere endlich an? „Liebt sie/er mich gar nicht mehr?“ „Ja, sie/er liebt Sie schon lange nicht mehr!“)!
Das Leben ist nur ein grosser Betrug. Frauen sind nur ein grosser Betrug, Schein, Traum, … In Wirklichkeit geht es nur um die Fortpflanzung. Alles Andere ist Luxus, den manche haben, viele nicht. Da gibt es keine Gerechtigkeit. Die Evolution und/oder Gott und die Liebe kennen keine Gerechtigkeit. Es gibt Leute, die haben Glück und andere haben Pech.
Lieben ja, aber ausnutzen lasse ich mich nicht! Deshalb wollen manche Frauen Familie nicht mehr. Sie wollen nicht mehr zu Liebe gezwungen sein. Deshalb lieben wir die sexuelle Liebe, das gegenseitige Begehren so, aber bitte nicht ausnutzen lassen. Frauen lassen sich aber zuerst ausnutzen. Das gehört zur biologischen Ausrüstung. Wenn sie es aber merken, dann schlägt das Zuneigungsgefühl ins Gegenteil um. Männer, Achtung!
Der Mensch sieht, was vor Augen ist. Eine Frau sieht, was sie fühlt, vor allem im Bett und in der Familie. (Ist das bei uns Männern so viel anders?)
Hinter Parship liegt ein Algorithmus eines Wissenschaftlers. Offenbar versucht er, den Gefühlen der Suchenden gegenseitig gerecht zu werden. Vielleicht ist das tatsächlich eine Möglichkeit, die Zahl der nötigen Beziehungen zu reduzieren, um einen passenden Partner leichter zu finden? Im Fragebogen versucht er, zunächst herauszufinden, wie man selbst tickt. Zunächst solle man herausfinden, wer man selbst ist. Er oder der Algorithmus sucht den passenden Partner. Diese Art der Partnersuche klingt zwar sehr unromantisch. Aber Liebe wird nur romantisch, wenn sie passt und gelingt. Vielleicht kann der Algorithmus uns dabei doch gute Dienste leisten?
Ist das möglich?: „Wenn Ihr zusammen passt, dann zieht zusammen. Die Liebe kommt dann schon irgendwann.“ Das wurde und wird mancherorts noch immer propagiert, wenn verheiratet wurde und wird (passiv). Kann das klappen? Oder ist das nicht schon das Ende vor dem Anfang?
Doch, das kann klappen. Aber es setzt voraus, dass beide die Beziehung wirklich wollen und sich dem jeweils anderen verschenken wollen. Dann ist es möglich, dass Liebe wächst wie bei älteren Paaren nach Erlöschen der Balzgefühle, falls diese ihre Beziehung lebendig und als Frau und Mann resp. Ehepaar intensivieren und erhalten wollen. Es erfordert Hingabe, Humor, Spielerei mit Sein und Schein … Das Gelingen wird weit mehr vom Verhalten des Mannes abhängen als von der Frau. Wenn der Mann eine Art von Liebe entwickelt, wird die Frau ihn sowieso lieben.
Die Liebe ist das Widersprüchlichste am Menschen.
Unsere Zukunft wird sich wohl wesentlich daran entscheiden, ob Frau und Mann es schaffen, in Übereinstimmung von Körper, Prägung und Verstand einander zu lieben, jetzt wirklich zu lieben, nicht nur sich gegenseitig zu gebrauchen oder gar zu missbrauchen. Dazu gehört sicher auch, dass Frauen nicht umständehalber gezwungen sind, zu lieben. Und doch leben beide auch voneinander, vom Gebrauch des Anderen. Wettkampf zwischen beiden Geschlechtern ist selten gemeinschaftsfördernd. Sei lieber jeder, wer er ist und spiele seine Rolle ganz und gut. Gleichheit ist sehr wahrscheinlich ein Irrtum der Geschichte. Das Bild vom Stecker und der Kupplung, der Funktion und des Lebens in gegenseitiger Abstimmung, ist sehr wahrscheinlich wirklichkeitsnäher.

 

Sex:

Beide Geschlechter erleben Sex sehr unterschiedlich. Vereinfacht: Männer wollen möglichst häufig, Frauen wollen besonders mit Wohlgefühl. Für Frauen ist Sex im jungen Alter im Wesentlichen Hingabe, Werbung, einen Mann finden und binden wollen. Da steht sie selbst und ihr ureigenstes Bedürfnis im Hintergrund. Wie der Sex abläuft, ist relativ egal. Man steht sowieso aufeinander und findet sich sexy und alles läuft, wie von selbst. Und der Mann findet sie jung und sexy und geht auf alles ein, was sie anbietet. Er will ja sowieso immer. Und sie findet das toll, dass er sie immer will. Was für ein Mann? Wow. Meistens wird der Sex eher schnell gehen, denn Warten ist sowieso gegen die Gier. Mit den Kindern kommt die Abkehr vom Sex. Die Kinder und so viel Anderes ist wichtig im Leben der Frau. Die Beiden verlieren sich. Wenn die Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, kommt wieder der Bedarf an Sex, zumindest bei ihr. Bei ihm war der Bedarf nie weg. Jetzt aber ist der Sinn des Sexes ein Anderer. Der Mann ist in Besitz. Er muss nicht umworben werden. Die Kinder sind gross. Der Bauch der Frau hat keinen grossen Sinn mehr (nicht mehr als beim Mann), aber der weibliche Bauch ist viel mehr im Bewusstsein der Frau als der männliche Bauch dem Manne. Jetzt will die Frau ihren Bauch pflegen und hegen und verwöhnen. Dazu kommt der Mann mit dem Sex gerade recht. Aber jetzt möchte sie mehr Streicheleinheiten, mehr Varianz, mehr eigene Dominanz, mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit, wieder mehr Feuer (beim Mann). Der weibliche Orgasmus ist sehr viel variabler, sehr viel vielfältiger, sehr viel tiefer und sehr viel mehr das Gefühl beeinflussend als der beim Mann. Was soll beim Mann auch viel kommen? Er ejakuliert und das war es. Seine Spannung ist weg, aber was soll da Positives kommen? Was ist anders geworden, neu, befriedigend, schön? So ein männlicher Orgasmus wird erst schön durch das Drumherum der Frau. Aber die ist ja auf ihren eigenen Bauch fixiert. Macht er es mir auch schön? Nimmt er sich Zeit? Bin ich seine Flamme? Fühlt es sich gut an? Gibt es Abwechslung? Aber irgendetwas extremes, lieber nicht, es sei denn, es läuft alles nach Wunsch der Frau. Er? Er will auch etwas? Gerade wie die Frau den Sex zelebriert, wie sie mit ihm spielt und ihn an den erogenen Zonen (bei so manchem gehören da auch die Brustwarzen dazu) und wie sie mit Max spielt, ihn herzt, ihn reizt… das macht den Sex für ihn schön und unverwechselbar. Damit kann die Frau ihn binden, denn sie hebt sich ab von den meisten Huren und von vielen anderen Frauen, die beim Verliebtsein gar nicht so sehr darauf achten. Im Verliebtsein läuft ja sowieso alles wie von selbst. Ein Mann, der von solch einer aktiven Frau geliebt wurde oder wird, der schaut keine andere wieder an. Aber diese Frauen haben Seltenheitswert. Und einen Sexroboter würde solch ein Mann erst recht gar nicht erst in Erwägung ziehen. Dem fehlt jede Attraktivität. Meine Damen, wenn Sie wüssten, was Sie bei Männern erreichen könnten, wenn Sie nur wollten und wenn Sie nicht so selbstverliebt wären. Männer, wenn ihr wüsstet, wie viel positive Gefühle eine Frau haben kann, wenn ihr tatsächlich ihren Bauch und Körper verwöhnen würdet und wenn Ihr Euch um einen herrlichen Orgasmus mit Euren Fingern, Eurem Mund und natürlich auch Max kümmern würdet? Eine so verwöhnte Frau wird glücklich. Toys können sein, sind aber meistens eher Abschreckung als Stimulanz. Für das Echte, für Fleisch und Haut, für zarte oder auch leidenschaftlich heftige Berührung gibt es keinen Ersatz. Die direkte Berührung ist alles. Hingabe ist alles, nicht: „Wann gibst Du mir endlich? Wann machst Du mir dies und das?“ Man kann darüber reden, aber Vorsicht: Nicht selten törnt Reden völlig ab. Liebe, Sex ist eine Mischung aus Sein und Schein. Sie können und Sie sollten sich schon zunächst anderweitig beraten und informieren und das ist doch nun heute das Einfachste von der Welt. Was Frauen und Männer wollen, steht doch heute breit beschrieben. Lassen Sie Ihrer Leidenschaft doch mal richtig freien Lauf!!!
Frauen können Männer binden, sexuell und damit vollständig, aber wohl nur durch ausgiebiges Verschenken. Schenkenden Frauen ist es egal, ob sie auch als Hure missgedeutet werden könnten. Ich gebe mich dir nur eben so viel hin, wie ich wünsche, vertrage oder aus Prinzip gut heisse, reicht da nicht. Verschenken – am besten jeder der Beiden dem Partner…
Die Realität sieht jedoch meist ganz anders aus. Jeder denkt, kümmert er/sie sich nun auch mal um mich? Kann er/sie nicht endlich mal dies oder das machen? Warum macht er/sie das nicht und dies nicht? Und da jeder denkt, wie er selbst denkt, bemerkt er/sie gar nicht, was der Andere/die Andere wünscht. Als Liebe aber empfinden wir nur, wenn wir das bekommen, was wir uns wünschen. Ist es etwas ganz Anderes, dann empfinden wir es selten als Liebe. Eine Faustregel kann sein: Was er/sie dir tut, das ist wahrscheinlich das, was der Partner/die Partnerin sich von dir wünscht. Denn jeder von beiden ist in seiner Gedankenwelt und Gefühlswelt gefangen. Und auf diese Weise braucht man sich nicht erst das Hirn zu zermartern. Es kann gleich losgehen.
Frauen nehmen Männer als Männer nicht ernst und umgekehrt ist es nicht anders. Auch und gerade beim Sex sind wir doch am meisten mit uns selbst beschäftigt, „begehren“ eben.
Für die Frau ist der Mann der Eindringling, vor dem sie sich schützen und zurückziehen muss. Abwehr ist Trumpf. Er hofft auf ihre Liebe und dringt in sie ein, körperlich und/oder psychisch. Aber wenn da gar keine Liebe ist? Enttäuscht und verängstigt murkst er sie ab.
Sex ist die tiefste Vereinigung zwischen Mann und Frau und doch steht jeder hinterher wieder völlig allein im Leben und ist sie/er selbst. Die Vereinigung von Max und Marie ist der Höhepunkt. Aber haben Sie mal die Haut als sexuelles Organ entdeckt? Wenn sich frisch Verliebte nahe kommen, dann erforschen sie in aller Neugier und Liebessucht den Anderen/die Andere und es kann gar nicht intensiv und aufregend genug sein. Aber später? Es gibt nichts mehr zu entdecken. Jeder besitzt den Anderen. Gegenseitiger Besitz aber ist eine gute Voraussetzung, um sich gegenseitig wieder los zu werden.
Die Haut ist unser äusserstes Organ. Sex fängt mit der Haut an. Haut ist wunderbar sexuell nutzbar. Das Gefühl von Haut ist angenehm, ist Nähe, ist Erfahrung, ist Zuneigung, ist Schenken und sich Beschenken lassen. Es kommt auf die Art und Weise an, wie Sie Haut berühren. Der sexuelle Kontakt zur Haut hat keinen dinglichen Zweck. Sie wollen nicht eine Salbe einreiben, sich nicht waschen, Pickel wegdrücken oder Anderes. Sie wollen eine Botschaft senden. Zunächst bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, als sich einmal darüber klar zu werden, welche Botschaft Sie denn senden möchten. Wenn Sie keine Botschaft finden (und hier muss ich Männer wahrscheinlich deutlich intensiver ansprechen als Frauen), dann sind Sie leer. Finden Sie erst einmal sich selbst, ehe Sie jemanden Anders finden wollen. Aber wir gehen mal davon aus, dass Sie eine Botschaft haben. Die Haut ist wie das Gehör. Sie können laut schreien oder laut reden oder leise flüstern. Sie können mit eindeutigen und klaren Worten innerhalb kürzester Zeit klare Statements setzen. Sie gelten jetzt im gefühlvoll besetzten Zeitraum, aber danach? Alles wieder vorbei? Was nach Sein aussah, war nur Schein?
Die Botschaft auf der Haut ist weniger eindeutig, aber gefühlvoller, tiefer, eindringender als die durch das Ohr. Die Frau wird da wahrscheinlich empfangsbereiter sein als der Mann, aber mit zunehmender Tiefe der Beziehung kann der Mann da auch erstaunliche Tiefe erreichen. Mann, wenn sie Dich streichelt (und wie oft tut sie das), dann will sie nicht Dich streicheln, sondern bittet inbrünstig „Streichle mich!“. Tu es!
Streicheln Sie ganz sanft. Liebe ist kein Besitzergreifen und keine Behandlung. Je zarter Sie die Haut berühren (aber nicht kitzeln), desto angenehmer, desto prickelnder, desto geheimnisvoller, desto liebevoller wird die Berührung oft sein. Schon das Gewicht einer Hand oder gar eines Armes verleiht der Berührung viel zu viel Intensität. Halten Sie Ihr Gewicht immer im Zaum. Das Gewicht ist keine Marke für liebende Berührung. Ich mute Dir nicht mein Gewicht zu, nicht das des ganzen Körpers, nicht das des Armes und auch nicht das der Hand allein. Ich dosiere die Intensität der Berührung völlig unabhängig vom Gewicht. Und ich mute Dir auch nicht den Willen in meiner Sprache zu. Die Haut ist ein vortreffliches sexuelles Organ!
Liebe Männer, was meint Ihr, wie sexy es ist, wenn ein Elephant oder ein Bauarbeiter seine wuchtigen Hände zähmt und ganz zart über die Haut (s)einer Frau streicht, auch nach zwanzig Jahren noch? Die Haut und das Ohr der Frau sind das Einfallstor der Liebe. Zartheit, Zweideutigkeit, Schein und Sein, alles dürft Ihr so übertragen. Überlegt erst, was Ihr Euren Frauen sagen wollt und dann tut es ohne und mit Worten.
Und wo berühren Sie? Was wollen Sie mitteilen? Die Stirn ist eine bedeutsame Zone, der Nacken, der Hals, der Mund und die Lippen mit der Zunge sowieso. Die Brüste (übrigens möglicherweise nicht nur bei der Frau), der Bauch…
Die Zehenspitzen, die Kniee, natürlich die Innenseiten der Oberschenkel. Nun wissen Sie von alleine weiter. Das Gefühl von Haut und über die Haut ist ein wunderbares Kommunikationsorgan für Liebende oder solche, die lieben wollen. Lernen Sie die Sprache der Haut, probieren Sie es aus, bei sich und bei dem/der Anderen. Sie werden staunen.
Sex und Liebe sind vor allem dazu da, ein schönes Bauch- und Körpergefühl zu machen, angenehm zu sein. Kinder und der Stress mit Kindern sind passé. Sie geniessen den Mann im Bett und in der Wohnung, wenn er Schutz, Vertrauen und Wohlgefühl gibt. „Liebe“ gleichwohl was damit gemeint sein mag, muss da gar keine Rolle spielen. Kräftiger zueinander passender Egoismus (Begehren) reicht auch. Es scheint wie Liebe, aber es geht auch völlig ohne Liebe.
Wenn die Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, erwachen manche Frauen wieder und wünschen sich die Balz von vor dem Kinderkriegen noch einmal. Dann agieren sie auch wieder so. Das kann für Männer toll sein (meist aber nicht für den eigenen, sondern für den nächsten) und kann das Leben noch ein zweites Mal beginnen. Es kann aber auch zeigen, wie banal das Leben eigentlich ist, alles nur Tier. Und, lieber Mann, denke daran, es ist alles nur Balz. Was danach kommt, ist schon vorher klar. Am Ende wird immer abgerechnet.
Sex ist also auch mehrdeutig: Für den Mann ist der Sex der sich hingebenden Frau das beste, was es auf dieser Welt gibt. Wie der Mann den Sex erlebt, bestimmt die Frau. Und je hingebungsvoller die Frau das tut, desto schöner für den Mann, egal ob der Sex bezahlt ist oder nicht. Sex ist immer bezahlt, nur nicht immer mit Geld. Der Sex ist aber auch im tiefsten Grunde eine rein egoistische Angelegenheit. Sie will ihn so fest als möglich an sich binden. Dazu muss er sich auch loslassen und sich ihr überantworten, sich ihr hingeben.
Wenn der Mann die Frau verlässt, wenn sie nicht mehr sein Begehren weckt, dann ist sie tief enttäuscht, dann fühlt sie sich nicht mehr attraktiv, dann ist sie mit Körper und Seele in Frage gestellt und erschüttert. Das tut weh.
Sex dient der Erzeugung des Orgasmus als schönstem Gefühl für die meisten Menschen. Sex dient aber auch der Liebesbeziehung. Und eigentlich ist Liebe ja ein Geschenk an den Anderen. Im Sex findet die wahre Beziehung zwischen Frau und Mann statt.
Frauen können viel tiefere und erfüllendere Orgasmen erleben als Männer. Es lohnt sich daher für Männer, sich wirklich Mühe zu geben.
Männer, Frauen werden nur angefasst, um ihnen einen wunderbaren, tiefen, erfüllenden Orgasmus zu verschaffen! Und nur dafür ist es Männern erlaubt, Frauen zu berühren!
Meine sehr verehrten Damen, Männer lieben eine Hure zur Frau, eine, die sich ihnen anbietet, um sie wirbt, ihren Körper schön macht und ihn auch darbietet. Tun Sie es und seien Sie sich nicht zu fein dazu, bitte. Männer sind Tiere und sie haben ein tierisches Triebverhalten, Sie doch auch oder etwa nicht? Hinterher dürfen Sie sich auch wieder völlig gesittet benehmen.
Mann und Frau begegnen sich nur wirklich im Sex. Wie der Sex abläuft, verrät etwas über das Wesen der Beiden. Aber auch umgekehrt, wenn sie sich treffen wollen, dann geht das nur im Sex. Sonst treffen sie sich als Freunde, als Leidensgenossen, als Geniesser (beim Kochen und Tafeln), als Geschäftspartner, als ähnlich Denkende und und und… Als Mann und Frau treffen wir uns nur im Sex! Es gibt nichts schöneres als das intime Zusammensein mit der liebsten Frau. Pflegen wir das!
Männer, vergesst die Dinge, vergesst die Welt, die Ideen, die Prinzipien, das „Es“. Das wirkliche Leben ereignet sich zwischen Frau und Mann. Und Frauen sind Frauen, die liebenswertesten Menschen, die es auf dieser Welt gibt, auch wenn sie uns furchtbar wehtun. Das ist besser, als wenn sie uns langweilen.
Sex ausserhalb der festen Bindung, ausserhalb der Ehe? Die langfristige feste Bindung (Ehe) wird die Balz überstehen und braucht dann eine andere Bindungsgrundlage. Sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Abnutzungserscheinungen entwickeln. Die gegenseitige Attraktivität lässt fast zwangsläufig nach. Sex ausserhalb der Ehe wird spannend und schön, aber passen Sie auf, dass Sie sich nicht wieder binden. Frauen passen da besser auf als Männer. So werden Sie aber auch keine festen Bindungen bekommen. Befriedigung? Wohl eher zweifelhaft.
Die digitale Welt macht es möglich, dass heute viel mehr Sex-Konsum stattfindet. Achten Sie mal auf die Art und Weise, wie es dort passiert. In jungen Jahren, wenn Frauen sexuell fordernd sind, dann machen sie vieles gerne mit. Hauptsache, sie sind dabei, sie werden sexuell gebraucht, sie haben ihren Spass dabei. Bestimmend ist aber wieder der Mann. Er bestimmt das Wie. Schauen Sie sich mal die Pornos an. Es wäre spannend, die Frauen-Darstellerinnen zu fragen, was sie sich gewünscht hätten. In späteren Jahren ändern sich die Wünsche der Frauen. Selbst in der sexuellen Vereinigung werden wieder die Egoismen deutlich. Sex-Konsum ist Ausdruck und Verwirklichung von Egoismus, von Begehren. Ich bin nicht sicher, ob deshalb aller Sex-Konsum unbefriedigend sein muss. Wir sollten uns aber klar darüber sein.
Was wir uns zusätzlich zunehmend klar machen müssen, ist, dass hinter den vielen Angeboten keine Liebe steckt, sondern reiner Wille, den Konsumenten Geld abzulocken, so schnell und so viel wie möglich. Sex-Konsum wird nur zur Abzocke angeboten.

 

Nach der grossen Liebe:

Wer als letzter aus einer Beziehung geht, ist immer der Verlierer. Das ist wie beim Sport. Und in der Beziehung wie im Zweikampf gibt es ja nur zwei. Es gibt keinen siegreichen Zweiten. Meistens gehen die Männer eher als die Frauen, weil sie Sieger sein wollen. Oder nur, weil sie in ihrer Widersprüchlichkeit zwischen Person und Sache viel leichter lösbar sind? Sie sind gar nicht so fest gebunden, haben weniger Interesse an der Beziehung? Seit die Frauen freier geworden sind, hat sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern diesbezüglich ja deutlich nivelliert oder sogar umgekehrt.
Liebe Suchende, es gibt nicht „Die Frau“ oder „Den Mann“. Es gibt nur die Frau oder den Mann, die/der am besten zu einem passte, mit der/dem man die beste Liebe lebte. Wenn diese Beziehung aber aus irgendeinem Grunde kaputt ging und danach eine schwächere kommt oder gar keine, ist der Rest des Lebens nur noch Frust. Und die Erinnerung verklärt noch zusätzlich. In der Erinnerung ist die Beziehung schöner als sie ursprünglich tatsächlich war. Die Sehnsucht, der Egoismus, einen Menschen haben zu wollen, aber nicht zu bekommen, macht es nur noch schlimmer. Mancher Selbstmord (und manche andere Gewalttat) ist verständlich.
Lieber auseinander gehen, aber immer für die Zukunft für eine Lösung auch für den Anderen, für den Expartner, die Expartnerin, sorgen. Bei der Trennung entscheidet sich, was Liebe ist und wer den Anderen geliebt hat. Wer in der Beziehung immer nur egoistisch auf sich geschaut hat, der wird auch bei der Trennung nur auf sein Herauskommen, genügend Geld, Rechtfertigung und Ehre schauen. Wer auch an die Bedürfnisse des Anderen gedacht hat und an das Schenken, der wird auch jetzt ohne Streit über seinen Schatten springen und schenken. Die Qualität der Liebe in der Beziehung erweist sich beim Auseinandergehen! Denken wir immer auch daran: Irren ist menschlich, auch in der Liebe.
Starke gefühlsmässige Bindungen verursachen auch starke Wellen. Wer wirklich liebte, wird auch hinterher mit dem Anderen liebevoll umgehen. Verstandesbeziehungen werden Verstandeslösungen ermöglichen. Egoismen werden Egoismus erzeugen. Das kann dann schlimme Auseinandersetzungen um Kinder und Geld und alles Mögliche geben. Nach der „Liebe“ ist die Liebe am wichtigsten und es funktioniert nur dann gut, wenn beide Seiten entsprechend fühlen, denken und handeln.
Im Sex verbinden sich beide Partner auf der tiefsten Ebene, der Gefühlsebene. Diese Ebene ist die wesentlichste. Die muss am meisten stimmen, wenn langfristige liebende Beziehung funktionieren soll. Daran misst sich alles. Und wenn es zum Zerbrechen der Liebesbeziehung kommt, dann benutzt die Frau den Entzug von Sex genau zu diesem Zweck. Sie will keinen Sex mehr zulassen, damit die gefühlsmässige Beziehung unterbrochen wird. Der Mann, der dann noch an die Frau gefühlsmässig stark gebunden ist, wird jetzt eine lange und schwere Entzugszeit durchmachen, denn die gefühlsmässig intensive Bindung ist plötzlich weg. Er wird immer wieder um sie kämpfen, denn er ist Mann und ist kämpfen gewohnt, aber sie wird genau darum kämpfen, sich nie wieder von ihm gefühlsmässig einfangen zu lassen. Sie wird ihn im günstigsten Falle lieben wie ihr Kind, aber sie wird ihn nie wieder als Mann zulassen. Wenn irgend möglich, wird sie ihn nie wieder sehen. Da ist sie gnadenlos bis auf den Tod.
Wie fest der Mann gebunden ist, bestimmt zum grössten Teil die Frau. Wenn sie wirklich auf den Mann bezogen ist und wirklich ihn meint mit ihrem ganzen Körper und ihrem ganzen Willen, dann kann sie ihn sehr tief und fest binden. Die weitaus meisten Frauen tun es nur nicht. Sie verlassen ihr ureigenstes Sinngebiet, das, was sie am besten können und wenden sich allem möglichen Anderen zu (Beruf, Karriere, Geld, …). Ja, was soll es dann auch werden? Das alles bindet Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Kraft, Ihre Energie, Ihre Fantasie, Ihre Zeit. Meine Damen, warum wollen Sie sich nicht menschlich, tierisch, weiblich verhalten und damit für den Mann und die Familie Nest und Sinn schaffen, sondern eifern dem nach, was Sie doch so verabscheuen, alles was und wie der Mann es tut? Was Sie da machen, ist doch purer Unsinn, genau das, was Sie am Mann so verachten und zu Recht verachten und anprangern!
Die Beziehung geht zu Ende. Die Frau sagt endlich: Schluss! Wenn ein Mann stalkt, dann hat die Frau vor dem Ende der Beziehung gar nicht gemerkt, was sie an dem Mann eigentlich hatte beziehungsweise was sie ihm bedeutete. Er wird jetzt versuchen, um sie zu kämpfen. Das ist er ja gewohnt. Nicht nur Frauen binden sich an Männer, sondern Frauen binden auch Männer an sich. Und was sollte daran übel oder verwerflich sein? Wir müssen das nur merken und annehmen und für unser Handeln mit bedenken. Hier geschehen ganz normale Bindungs- und Lösungsprozesse zwischen Menschen, zwischen den Geschlechtern. Da passieren zunächst erst einmal keine Straftaten. Nach inniger Verbindung ist Trennung schwer und tut auf jeden Fall sehr weh. Männer und Frauen reagieren völlig unterschiedlich, gehen völlig unterschiedlich damit um. Vielleicht ist vorübergehend eine Fussfessel eine Hilfe, um Überreaktionen oder Affektreaktionen zu verhindern? Sie aber als Strafe zu sehen (erst Recht als Strafe für den Mann), ist eine Beleidigung des liebenden und damit auch begehrenden Mannes. Das ist unangemessen, auch wenn es staatliches Recht so vorschreibt. Was macht unsere Rechtsprechung mit dem Anteil von Ursache für die Trennung, den die Frau zu verantworten hat?
Je mehr Gesetze, Normen und Regeln wir schaffen, desto mehr vertreiben wir die Menschlichkeit und Liebe, auch wenn wir Rechte definieren. Lassen wir die zwei in Eigenverantwortung eine solche Situation bewältigen. Nur so werden sie erwachsen (was sie ja eigentlich schon sein sollten). Nicht Gesetze und Strafen sind die Lösung, sondern geduldige Trennungsarbeit miteinander. Sich Aneinanderbinden brauchte Zeit und Geduld. Der Loslösungsprozess braucht es auch. So hart das für den Mann ist, wenn die Frau sich lösen will, muss sie ihren Körper entziehen. Sie ist ihr Körper. Sie hat keinen Anderen. Sie hat keine Alternative.
Am Ende der Liebe sehen wir am deutlichsten die Relativität von „gut“ und „böse“ und auch von „Schuld“. In der aufstrebenden Phase der Liebe, wenn jeder von Beiden der Beste ist und das Beste tut, weil jeder Partner den Egoismus des anderen bestmöglichst stillt, ist alles zwischen den Beiden „gut“. Am Ende, wenn alles kaputt gegangen ist, dann ist genau das alles nur reiner Egoismus des Anderen gewesen und damit zutiefst „böse“. Es hat eine diametrale Umwertung stattgefunden. Weder die aufstrebende Liebe hat etwas mit „gut“ zu tun (nur unser Egoismus bewertet es so), noch hat das Ende mit „böse“ zu tun (nur unser Schmerz verbindet diese Bewertung mit dem Gefühl). Die Bewertung mit Schuld ist ebenso unzutreffend, denn unser Schmerz wird immer dazu führen, dass wir dem Anderen die Schuld geben und wir selbst uns jeweils unschuldig fühlen.
Wenn Menschen nach langen festen Bindungen ihren eigenen Weg gehen wollen, dann tut das dem Verbliebenen immer sehr weh. Das gehört zur Personwerdung des Menschen, zur Loslösung und hat nichts mit gut und böse oder mit Schuld zu tun. Letztere sind nur unsere Projektion.
Liebe heisst lieben, Liebe schenken. Die Gegenrichtung ist freiwillig und offen. Wer immer im Zustand der Balz leben will, der muss alle paar Jahre den Partner/die Partnerin wechseln. Versprechen, die in der Balz gemacht werden, sind Ausdruck aktueller, tiefster und schönster Beziehung. Als solche geniessen Sie diese Versprechen im Hier und Jetzt. Aber auf diese Versprechen darf man sich auf jeden Fall nicht langfristig, schon gar nicht lebenslang, verlassen! Die Balz ist ein biologischer Ausnahmezustand, wunderschön, aber endlich. Er ist zur Fortpflanzung da, damit menschliches Leben weiter geht. Kinder!
Frauen sind die Macher. Sie denken nicht viel nach. Sie machen alles, was den Kindern und der Familie gut tut. Sie träumen gerne, aber sie träumen von Männern, die ihnen zu Diensten sind, die sie halten, unterstützen und ihnen gute Gefühle machen. Märchen sind Geschichten, die uns zeigen, wie jemand ganz egoistisch träumt und der Traum in Erfüllung geht, in dem der Andere dem Träumenden genau seine Wünsche erfüllt, also ganz positiv. Der Krimi ist das Gegenteil. Der Andere hat seinen Egoismus ausgelebt, ist also böse und bekommt dafür seinen „gerechten“ Lohn. Ausgeblendet wird, dass wir „Guten“ genauso egoistisch handeln, nur verdeckter, versteckter.
Männer träumen immer von der sie liebenden Frau. Im Zustand der Balz verschenkt sich die Frau auch. Aber danach wird der Mann enttarnt. Er ist nicht mehr der liebende. Also wird er zumindest innerlich verstossen. Dann nimmt die innerliche Trennung und danach auch die äusserliche gnadenlos ihren Lauf. Da helfen keine Theorien, keine Märchen, keine Liebesromane, keine Ratschläge. Verschenken und sich selbst ausnutzen lassen sind aber nicht mehr möglich.
Die körperliche Bindung, langfristig betrieben, bindet wirklich. Frauen können mit geschenktem Sex Männer wirklich binden. Wenn es aber doch auseinandergeht, fühlen sich beide vom Anderen betrogen.
Sex ist etwas wunderbares. Gebaut sind Frau und Mann für Sex in jungen Jahren zum Kinderkriegen. Das Menschen gerne Sex bis ins hohe Alter hätten, haben Gott und/oder die Evolution damals einfach nicht vorhergesehen. Für Luxus fühlten sie sich nicht zuständig. Welchen Sinn sollte Sex im Alter haben? So wird der Penis immer unempfindlicher und die Vagina immer schlaffer. Die Aufregung der gegenseitigen Berührung nimmt immer weiter ab. Sex wird immer schwieriger, wird weniger erquicklich und damit lässt die Lust nach. Es passiert immer seltener und hört dann auf. Was nun? Adé? Es tut weh und folgerichtig ist der Andere Schuld. Tatsächlich?
Unsere Gesellschaft wird zunehmend älter. Wir werden älter. Von einer Frau in meiner Umgebung hörte ich, das Essen wäre der Sex des Alters. Sie sah auch danach aus. Sie hatte offensichtlich viel Sex. Das halte ich für ein Zeugnis innerer Armut. Nein, auch im Alter leben wir hoffentlich in Beziehung. Ich wünsche Ihnen und uns, dass es noch immer die tiefste Beziehung des Lebens, die zwischen Frau und Mann ist. Im Alter nimmt die Bedeutung der Haut als sexuelles Organ an Bedeutung zu. Probieren Sie es aus. Pflegen Sie Ihre Haut und nutzen Sie Ihre Haut, vor allem Männer. Sex im Alter geht viel wesentlicher durch die Haut.

 

Das horizontale Gewerbe:

Wieso eigentlich „horizontal“? Nein, vieles von dem Gewerbe spielt sich eben nicht horizontal ab, vielleicht der letzte Akt! Hure sein heisst, die Untergebene (die Liegende) zu spielen, aber eigentlich dominant mit ihren Reizen zu spielen und ihn eben zu kaufen, zu dominieren. Denn auch er ist käuflich, nur mit anderen Mitteln und sehr viel seltener mit Geld. (Darf ich Sie wieder vorsichtig erinnern? Vergessen Sie „gut“ und „böse“. Wir beobachten und denken nach und wir verteilen keine Schuld.)
Frauen und Männer leben und erleben Sexualität höchst unterschiedlich. Frauen sind käuflich, mit Geld oder anderen Dingen. Nicht nur mit Geld kann man Frauen kaufen. Erstaunlicherweise spielt das grosse, selbstverdiente Geld bei Frauen kaum eine Rolle, aber das in Beziehung verdiente oder eben das aus Not verdiente.
Männer brauchen die körperliche Entspannung. Dazu gehört auch die sexuelle Entspannung, der Orgasmus, die Ejakulation. Erst geht das wunderbar mit der geliebten und bewunderten Frau. Dann werden Beide interesseloser für einander. Er fühlt sich nebensächlich und unter Spannung. Entweder er macht es selbst oder er gewöhnt sich an Pornos oder er geht zur Hure. Selbermachen ist oft genug nötig, aber kein vollwertiger Orgasmus. Pornos sind nur Bilder. Keine eigene Lebendigkeit. Es ist eine Sonderform der Selbstbefriedigung. Auch der Sexroboter wird keine bessere Lösung. Die Frau… Wo ist sie? Die eigene ist beschäftigt, mit sich selbst, mit den Kindern oder noch ganz anderen Dingen. Es muss eine andere sein. Die Hure muss nicht erst gesucht, umworben, gewonnen und gezähmt werden. All das macht das Geld. Was liegt näher?
Und die Hure?
Die gedemütigten, die in welcher Art auch immer gezwungenen, die gegen ihren Willen als Hure ihren Körper geben müssen, unterliegen einem Verbrechen. Das gehört vor Gericht und bestraft wie jeder Mord und Tötung und Raub von Zukunft.
Aber was ist mit den Huren, die diesen Dienst völlig freiwillig anbieten, weil sie es lieben, von Männern begehrt zu werden, weil sie Geld damit verdienen oder Image oder einen guten Job oder sonst andere Vergünstigungen, die sie anders nicht oder schwerer verdienen könnten? Was ist mit denen, die ihren Körper gerne den Männern vorführen und sie reizen, um sie dann aufgereizt einfach sitzen zu lassen? Begehen nicht eigentlich diese Frauen das Verbrechen statt der Männer? Glaubt wirklich jemand, dass Frauen nach erfolgter „Gleichberechtigung“ (was immer das sei und wann immer die selbst gesetzten Kriterien dieses Zustandes erreicht sein werden), dass dann die Hurerei aufhört?
Huren braucht das Land, am besten in der langfristigen Beziehung, aber auch ausserhalb. Zwangsprostitution ist Verbrechen gegen die gezwungenen Frauen. Dem reden wir hier nicht das Wort. Aber es gibt Frauen, die sich prostituieren, freiwillig und sicher nicht wenige auch aus Stolz und Begierde. Und Männer sind nun mal auf Frauen aus und brauchen sie. Das haben Gott und/oder die Evolution in Jahrmillionen so in sie hineingelegt. Wenn die Frauen in der Beziehung sich anders beschäftigen oder anders beschäftigt sind, dann bitte, liebe Frauen, lasst den Männern auch ein Ventil nach aussen. Sie sind keine fehlerlosen Götter. Natürlich sind Vergewaltigungen, Anwendungen von Druck oder gar erst Bedrohungen an Leib und Leben jenseits jeder Grenze (also Verbrechen!). Aber diesseits wäre vielleicht ein Raum denkbar, der nicht von vornherein aus moralischen Gründen ausgeschlossen ist? Und die beste Hure wären Sie selbst, ihrem Mann gegenüber!
Was gibt es für einen Mann schöneres auf dieser Welt als die einladende Frau? Schätzen wir sie als wertvoll! Dass Frauen Huren nicht schätzen, ist klar, weil sie ihre Konkurrentinnen sind und ihnen den Spiegel vorhalten. Von Frauen dürfen Huren keine Wertschätzung erwarten. Aber wir Männer sollten sie schätzen, denn sie sind Frauen, die uns Männer nehmen, wie wir sind.
Das noch grössere Beziehungsproblem aber verursachen die Frauen, die aus Stolz sagen: Nein, ich bin nicht käuflich. Dem Mann gebe ich mich nicht hin. Dem schenke ich nichts. Damit kann ein bestimmter Mann gemeint sein, aber auch die Männer insgesamt. Die Zahl dieser Frauen ist derzeit rasant zunehmend.
Wie öde: „Ich habe meinen Mann immer raufgelassen…“.
Meine sehr verehrten Damen. Darf ich Sie noch einmal darum bitten, nicht gleich an „gut“ und „böse“ zu denken, sich nicht gleich schuldig zu fühlen und auch anderen keine Schuld zu geben. Und wir wollten uns auch nicht gleich unter Änderungsdruck setzen oder setzen lassen. Wir denken nach und versuchen beide Geschlechter zu verstehen. Wenn Sie oder wir Männer dann glauben, etwas verändern zu wollen und zu können (manches kann man nicht ändern), dann wollen wir es behutsam, aber mit Mut, Freude und Lust tun. Wäre das eine Möglichkeit, mit diesen Konflikten umzugehen?

 

Das Zusammenleben von Frau und Mann:

Die Frau ist der Kristallisationspunkt in der Gesellschaft und insbesondere für die Familie. Frauen sind Beziehung. Männern ist das gar nicht klar. Sie können sich das gar nicht vorstellen.
Frauen müssen den Mann erst gewinnen. Danach ist es sinnvoll, ihn zu halten, aber er ist nicht lebensnotwendig. Und es stimmt, es ist eine zweite Aufgabe neben der Kindererziehung. Diese Tatsache hat eine grosse Bedeutung.
Frauen sind wahrscheinlich grundsätzlich anders an Männern interessiert als Männer an Frauen. Auch in der Liebe müssen wir vielleicht davon ausgehen, dass Frauen ganz anders lieben als Männer lieben. Sie wollen und erleben die Brunftzeit unterschiedlich, die Schwangerschaft sowieso, die Kindererziehung, aber auch die Rollen im späteren Leben und im öffentlichen Leben.
Der Mann ist der Kräftigere, der Wehrhaftere, der Kriegerischere, der Jäger. Zuhause soll er plötzlich völlig umgewandelt der Liebevolle, der Verständnishabende, der Zuhörende, der Helfende, der Nachsichtige, der Wartende, … sein. Natürlich soll er das. Da gibt es keine Frage. Aber offenbar haben Gott und/oder die Evolution da nicht ganz so viel Wert darauf gelegt, dass das vollständig genetisch verankert wäre. Vielleicht war es auch zur Zeit der Entwicklung der Gene nicht sinnvoll? Gott und/oder die Evolution haben ja auch die Frau nicht dafür mit Muskelpaketen ausgerüstet, dass sie beim herannahenden Mann plötzlich als Kriegerin auftreten könnte.
Im Zusammenleben zwischen Frau und Mann fällt immer wieder auf, dass die Frauen viel mehr auf die Männer achten als umgekehrt. Das ist am Arbeitsplatz so, in der Familie, in der Ehe, wahrscheinlich immer. Mit ihren Gedanken und Sinnen sind sie viel beim Mann oder den Männern. Vor allem, wenn sie gefordert sind, beim Balzen, beim Kinderkriegen und -aufziehen, bei der Arbeit, beim für andere Sorgen, achten sie wenig auf sich selbst und geben sich hin. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass die Frau sich selbst als die Unterlegene, die weniger wichtige, die Benachteiligte fühlt? Der Mann achtet viel weniger auf die Frau, setzt sich viel stärker gegen Andere durch. Und da er viel weniger auf die Frauen achtet, merkt er das Missverhältnis gar nicht. Und dabei muss man ja sagen, wenn man Männer so beobachtet (von Frauen wurde es mir oft genug erzählt), dann haben viele Männer überhaupt gar keinen Grund, so selbstüberschätzend von sich zu denken und so geringschätzend von Anderen (darunter viele Frauen). Von aussen wirken diese Männer lächerlich, unangemessen, bemitleidenswert. Zunehmend kann ich Frauen verstehen, die solche Männer nicht mehr ernst nehmen können. Aber wir Männer sind so unsensibel und von uns überzeugt, dass wir als Betroffene das gar nicht merken! Doppelt peinlich! Diese Männer imponieren gar nicht den Frauen, sondern nur sich selbst!
Vielleicht ist das ein Grund, warum Frauen jetzt so den Männern nacheifern und wie die Männer werden wollen und auf jeden Fall jede Abhängigkeit von Männern überwinden wollen? Man hat ja glatt den Eindruck, umgekehrt wäre es menschlicher. Nur die lieben Gene. Hunderttausend Jahre warten, bis sich wenigstens einige Gene verändert haben (Allerdings in beiden Geschlechtern!)? Wie öde, wie lange!
Männer, wir haben gegen die Frauen längst verloren, und zwar nicht erst jetzt. Jetzt können wir das nicht mehr übersehen, da uns die Decke vom Bett gezogen wird. Die Entscheidung haben Gott und/oder die Evolution schon vor langer Zeit getroffen. Die beiden waren ungerecht. Sie haben den Frauen die zentrale, die moralisch gute Rolle zugeschrieben, die Sorge für das Leben und uns Männern die moralisch untergeordnete oder sogar negative Rolle des äusserlichen „Angreifers“. (Die Männerrolle ist nur widersprüchlich zu definieren).
Wir sollten die Geschlechter einsetzen oder besser, leben lassen, wie sie fähig sind: Die Frauen eher dem Leben und der Kommunikation und dem Nest dienend, Männer für alles drum herum. Das gilt auch für die Sexualität.
Sagt doch die Frau zum Beginn der Ferien: Jetzt machen wir es uns schön! Was würde der Mann sagen? Frauen leben dem Leben angemessen. Sie hätten aber viele Entwicklungen des Menschen nicht angestossen. Der Mann sorgt für Entwicklung, damit aber auch für die Spannung zwischen gut und böse oder alt und neu oder entwickelt und zurückgeblieben.

 

Gefühl verbindet oder trennt. Es neigt zu den Polen: Zuneigung oder Abneigung. Wissen dagegen ist eher indifferent, damit weniger gefährlich, weil nicht so trennend, aber auch weniger verbindend. Wissen führt eher noch in die Isolation. Mit unserem Wissen schaffen wir kaum Beziehung. Wir beschäftigen uns eher mit den Dingen. Wir sind einander los. Wieder, beim Gefühl sind die Frauen führend. Achten wir Männer auf unsere Frauen, dass wir ihnen gute Gefühle machen, sie lieben. Verzichten wir auf das Pochen auf Wissen und Recht. Umgekehrt ist das auch nicht ganz ohne Bedeutung.
Vor allem in den protestantischen und nachprotestantischen Ländern und Gebieten ist es seit dem 16. Jahrhundert zunehmend zur Betonung und Nutzung von Verstand und Geist gekommen, um die böse körperliche Natur des Menschen möglichst abzustreifen. Wer nur noch im Geiste lebt, kann sich sexuell nicht versündigen, kann nicht dem Egoismus frönen, muss zwangsläufig lieb und gut sein. Es gibt auch zahlreiche Menschen, die das geschafft zu haben glauben. Diese Entwicklung hat aber zahlreiche neue Spannungsbögen geschaffen. Und heute haben wir den Eindruck, dass der Mensch zunehmend ein „Es“ wird. Die Frauen wollen wie die Männer werden, aber die Männer sollen auf jeden Fall auch nicht so bleiben, wie sie sind. Entwickeln wir uns auf ein Geistwesen, auf ein „Neutrum“ zu? Die Leiblichkeit, die Geschlechtlichkeit, die Kinderaufzucht führen wir am liebsten in ein grosses Ganzes über, in ein „Es“, ein Neutrum. Eine Konsequenz könnte übrigens sein, dass wir Berufs- und Statusbezeichnungen nicht mehr in beiden geschlechtlichen Formern verwenden müssten (was ja recht haarsträubende Auswüchse und Formen hervorbrachte), sondern einfach eine neutrale (Kurz-)Form schaffen. Geistmenschen brauchen doch gar kein Geschlecht mehr. Sie brauchen eigentlich auch keine Fortpflanzung mehr. Wir bekommen nicht künstliche Intelligenz, wir werden selber welche (oder sind wir es schon teilweise?).
Die Beziehung des Mannes zur Mutter seiner Kinder ist eine andere als zu jeder späteren (anderen) Frau. Kinder ändern die Beziehung. Plötzlich wird die Beziehung eine gemeinsame Lebensleistung. Das führt dazu, dass solche Beziehungen nach dem Scheitern auch anders behandelt werden müssen, als alle anderen Beziehungen davor oder danach. Ohne Kinder ist die Beziehung eine einfache „Ich-Du-Beziehung“. Jeder bringt im Grunde gleich(?)viel ein. Jeder nimmt gleich(?)viel heraus. Es gibt keinen wesentlichen Dritteinfluss. Sind Kinder dabei, bedarf es auch nach der Beziehung einer Beziehung. Frauen sind selten dazu bereit. Das muss von vornherein mit eingeplant und organisiert werden, nicht erst danach.
Was unterscheidet eine Ehe von einer Hetero-Wohngemeinschaft? Zunächst sind beide ineinander verliebt. Sie nehmen sich gegenseitig als Frau und als Mann wahr und an und gestalten ihr Leben entsprechend. Nach einiger Zeit haben sie sich kennengelernt und haben die Fehler des anderen gefunden, haben sich aneinander gewöhnt und die Beziehung wird eine Gewohnheitsbeziehung. Es ist ganz praktisch, dass Frau und Mann zusammen leben, weil ja doch beide meist unterschiedliche Gaben in die Beziehung einbringen. Damit ergänzen sie sich. Aber wie wir heute bei den Homo-Beziehungen sehen, es braucht den gegengeschlechtlichen Partner gar nicht (vielleicht auch doch?). Nach einiger Zeit werden beide Beziehungen nach dem gleichen Muster ablaufen. Die Bindung wird nicht von Liebe gehalten, sondern von wirtschaftlicher Abhängigkeit, von Angst vor dem Alleinsein, von Angst vor der Mühe einer neuen Partnersuche, von Bequemlichkeit, aus Furcht, was wohl die Anderen denken usw. Diese vielen Gründe halten Wohngemeinschaften (die man auch Ehen nennt) viel besser und viel häufiger zusammen als Liebe.
Es gibt die Werkgemeinschaft oder auch die Wohngemeinschaft „Ehe“ von zwei heterogeschlechtlichen Partnern. Man lebt zusammen, führt nach aussen hin eine Musterehe, hat gemeinsamen Erfolg mit den Kindern und anderen Zwecken (Firmen- oder Karriereaufbau etc.). Aber innerlich, körperlich, menschlich bleibt die Beziehung leer. Vielleicht sind beide auch gar nicht in der Lage, mehr zu geben? Wenn solch ein Paar auseinandergeht, wird alles geplant, gerecht aufgeteilt und organisiert und hinterher verkehrt man genauso emotionslos weiter und vielleicht sogar weiter zum gleichen Zweck. Dazwischen gibt es viele Übergänge.
Am häufigsten und wohl auch besten funktionieren langjährige heterogeschlechtliche Beziehungen und Ehen wohl als Egoismusgemeinschaften. Erst die wunderschöne und romantische Balz, Sex, dann Kinder, ordentliche Kinder draus machen, Arbeiten und Sparen für die Rente und geniessen, in der Rente möglichst nur noch geniessen.

 

Denken und Nachdenken der Geschlechter:
Descartes sagte: „Ich denke, also bin ich.“
Ich sage: „Ich denke nach, also bin ich Mann.“
Sie, meine Damen, Sie sorgen für das leibliche Leben, also sind sie Frau. Vielleicht liegt es wirklich nicht an Max und Marie, obwohl das vordergründig natürlich alles dominiert?
Nun werden die Damen konsterniert fragen: Denken wir denn nicht (nach)? Da gibt es sicher eine ganz klare Antwort: Natürlich denken Frauen. Denken und nachdenken drücken ja nicht ganz dasselbe aus. Und Frauen und Männer sind ja beide Menschen. Die Unterschiede werden vielleicht auch nur tendenziell sein? Die Grenze ist fliessend. Es gibt ja nicht nur schwarz und weiss. Beide denken grossenteils auch einfach anders. Wieder: Es geht nicht um Moral, nicht um wert oder wertlos oder sonstige Bewertungen.
Möchte-gern-Männer glauben, dass sie es mehr tun als Männer. Frauen halten viel auf sich, weil sie Dinge viel schneller tun als die Männer. Bis die angefangen haben, bin ich schon fertig, eben Frau. Nachdenken passt in diese wenigen Sekunden nicht.
Nachdenken ist zielloses Denken, interesseloses Nachdenken. Ich verfolge mit meinem Denken kein Interesse, will damit nichts erreichen. Auch wir Männer denken viel häufiger als wir nachdenken und denken häufig, wo wir eigentlich glauben, nachzudenken.
Wie wäre es, wenn wir es so ausdrücken? Frauen denken sehr viel konkreter, sehr viel mehr mit den umgebenden Personen zusammenhängender. Männer dagegen denken viel abstrakter und schaffen daher auch philosophische Grundgerüste und Ideologien. Frauen entwickeln keine Ideologien. Das ist Männersache, leider! Nennen Sie mir doch bitte eine grosse weibliche ideologische Führerin. Dieses Maass an Abstraktion tritt bei Frauen kaum auf. Ist das wirklich ein „Minus“? Aber vorausschauend überlegen und planen, was Menschen wohl tun würden und wie darauf zu reagieren sei, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Da sind Frauen fit wie ein Turnschuh (falls sie sich nicht selbst täuschen). Leider erleben Frauen und wir mit ihnen nicht selten, dass sie sich etwas ausgedacht haben, einen Plan gemacht haben, oft um viele Ecken und mit vielen Personen und vielen Handlungsebenen (ähnlich Architekten bei den Männern). Doch bei der Realisierung kommen die Menschen dazu, die jeder ganz anders gedacht und geplant haben und dann ist die ursprüngliche weibliche Planung und Durchführung plötzlich Makulatur. Das tut weh (Gefühl) und ist daher nur schwer wieder zu überwinden. Haben Architekten mit der Akzeptanz des Urteils „Fehl-Planung“ weniger Mühe?
Nachdenken ist auch ein Geschenk, ohne zu wissen, von wem. Ich kann nur eingeschränkt sagen: Ich denke jetzt nach. Ich kann nur Voraussetzungen schaffen, dass es möglich wird, z.B. Langeweile und Ruhe ermöglichen neben Anregungen.
Wenn sich der Mensch vom Tier abheben will, dann wird das am besten durch Nachdenken möglich sein. Nachdenken können Tiere nur sehr, sehr eingeschränkt. Unmöglich ist es aber auch bei ihnen nicht. Nachdenken kann man nicht delegieren. Nur eigenes Nachdenken formt Persönlichkeit.

 

Vorurteile und Urteile übereinander:
Männer haben viele Vorurteile gegenüber Frauen und umgekehrt auch. Aber woher wissen wir, was Vorurteile und was zutreffende Urteile sind, wo wir uns ja gar nicht in den jeweils anderen hineinversetzen können?
Schenken in der Ehe. Der Frust des Alltages und der realen Beziehung führt dazu, dass jeder nur noch hofft, vom Anderen etwas geschenkt zu bekommen. So sitzen beide abends nebeneinander vor dem Fernseher auf dem Sofa, warten auf die Initiative und Aktion des Anderen und lassen sich von anderen Dingen ablenken oder sind einfach zu müde. So gehen Abend für Abend ins Land und die Beziehung wird immer unattraktiver. Ehe (Beziehung zwischen Frau und Mann) heisst schenken. Bekommen ist Glückssache.
Rat eines männlichen Männerberaters, selbst nach der Scheidung in einer neuen Partnerschaft mit Töchtern lebend: „Ich mute mich den Frauen zu!“ Typisch männlich. Ja, wir muten uns den Frauen zu. Aber als Rat, als gemeinsame Lebensgrundlage? Mich hätte die Sicht der Frauen interessiert. Aber er hat auch Recht. Wir Männer sind für Frauen eine Zumutung und es bleibt den Frauen und uns gar nichts anderes übrig, als uns einander zuzumuten. Dessen sollten wir uns vielleicht doch auch immer klar sein?

 

Männliche und weibliche Kriegsführung:
Frauen reagieren mit Rückzug oder werden laut. Da sie kräftemässig unterlegen sind, fangen sie an zu weinen (offen oder versteckt) und sie verbarrikadieren sich. Ich rede nicht mehr mit Dir. Ich rede mit Dir nicht mehr über persönliche Dinge. Du bist für mich Luft. Du fasst mich nicht mehr an. Sexverbot. Ich bin nur noch für die Kinder da. Ich wende mich einem anderen Mann zu und Du bist für mich erledigt. Ich bin gut und Du bist schlecht. Und dieses Verhalten wird in unserer Gesellschaft nicht sanktioniert.
Frauen geben sich intensiv hin, aber sie fackeln nicht lange. Dann ist Schluss! „Mann, entweder Du bist ganz für mich da oder ex und hopp!“
Männer sind oft einfach laut und grob, bestimmend und werden, wenn reden nicht hilft, handgreiflich. Das führt auf der Seite der Frauen zu entsprechenden Gefühlen (Wunden, Schmerzen, Angst, Abwehr). Männer können heute dafür bestraft werden. Innerlich sind sich die Beiden schnell los (obwohl manche Frauen da lange durchhalten, selbst bei manchen Alkoholikern. Leidende Frauen lieben mehr als glückliche!!!). Heute zunehmend sind sich beide dann auch äusserlich los.
Wenn wir heute Gesellschaft gut organisieren wollen, dann sollten wir uns immer zuerst um guten Sex kümmern. Alles Sehnen der Frauen geht dahin, angenehm und schön vernascht zu werden und gute Männer wollen genau das tun. Das geht nicht mit jedem Mann und jeder Frau. Deshalb muss man Mittel und Wege finden, das organisch zu ermöglichen. Alles Andere kommt erst danach. Wenn das gut geregelt ist, wird das Suchtproblem in der Gesellschaft kleiner werden. Wenn das gelöst ist, wird das Rotlichtmilieu an Bedeutung verlieren. Menschenhandel mit Frauen wird unattraktiver. Wenn das Sexdefizit reduziert ist, werden die Männer ruhiger werden. Sie werden weniger gewalttätig sein.
Viele Frauen haben im letzten Jahrhundert in der Familie eine so veränderte Rollenverteilung erlebt oder als Ideal gelernt, dass sie die normalen genetisch bedingten Verhaltensweisen an sich selbst als fremd erleben und zwischen diesen und der Prägung sowie dem entstandenen freien Willen eine so grosse Kluft entwickelt haben, dass sie viel mehr Kraft zur Überbrückung der innerpersönlichen Differenzen, viel mehr Kraft zur neuen organischen Rollenentwicklung brauchen. Ich denke, dass sich aus diesen inneren Spannungen ein wesentlicher Anteil zur Entwicklung von „burn out“ ergibt. Früher waren diese inneren Spannungen wahrscheinlich deutlich kleiner.
Männer, ehrt Eure Mütter. Frauen möchten am Leben (der Männer) teilhaben, möchten nicht auf dem Abstellgleis sein, sondern Leben schenken, möchten Euch beschenken, Euch grosse Jungs. Gebt ihnen immer noch kleine Möglichkeiten, Euch zu beschenken. Das ist ein Geschenk von Euch an sie.
Männer, verehrt Eure Frauen. Sie haben Ihr Leben den Kindern geschenkt. Deshalb sind aus ihnen reife, erwachsene, liebevolle, prächtige Menschen geworden, die eine tragende Stellung in der Gesellschaft gefunden haben. Denkt daran: Das Beste, was die Evolution und/oder Gott auf dieser Erde hervorgebracht oder geschaffen haben, sind die Frauen! Die Frauen lieben Euch. Wer sollte es sonst tun? Wer wäre sonst da? Wenn keine Kinder da sind, weil sie aus dem Haus sind, wollen Frauen gebunden werden, nicht durch Freiheitsentzug, sondern durch Herausforderung von Hingabe. So können Sie die Frau vor dem Rückzug in die Körperfixation bewahren, vor ihrer Selbstbezogenheit in der zweiten Lebenshälfte, der ohne Kinder. Und Männer, gebt Euch nicht zu moralisch, nicht zu gut. Die Gute, die sich Hingebende, die sich Schenkende ist die Frau. Männer, in Massen dürft Ihr sogar fordern.
Es braucht die Frau zur Fortpflanzung des Menschengeschlechtes, aber nur die Rolle und Führung der Frau wäre sicher zu wenig. Die Menschheit würde ziemlich im weiblichen Saft schmoren. Wer weiss, ob es die Menschheit dann noch gäbe? Es braucht auch den Mann und nicht nur als Erzeuger, sondern auch in seiner Attitüde.
Menschlich“ haben wir auf mindestens zwei Weisen definiert. Immer wieder komme ich darauf zurück, dass der Mensch zu einem sehr grossen Teil seiner eigenen Biologie ausgesetzt ist. Er kann sich gar nicht so einfach ändern. Wir haben aber besonders in den letzten 500 Jahren die Welt und uns dramatisch verändert. Diese Entwicklung ist nicht einfach umkehrbar. Es ist auch zu bezweifeln, dass das so einfach sinnvoll wäre. Diesen Veränderungen müssen wir uns anpassen, ja wir dürfen sie gestalten.
Gemeinsam leben ist nicht nur schön, sondern es tut auch weh. An dem Schmerz ist natürlich der Andere/die Andere Schuld. Eigentlich ist anders sein aber nicht eine Frage von Schuld, sondern von Differenzierung. Gott und/oder die Evolution haben uns so geschaffen und entwickelt, dass wir nicht alle gleich sind. Wer Mensch sein und menschlich sein will, wird sich auf sein Wesen besinnen müssen und dem gemäss leben müssen, menschlich eben. Das gilt auch in Bezug auf unsere Umgebung, unsere Erde. Wir werden wieder erdlicher leben müssen.
Eine Auswirkung dieser Veränderungen ist die Verlängerung unserer Lebensdauer. Grob können wir davon ausgehen, dass wir heute doppelt so lange leben wie vor 500 Jahren. Der Reproduktionszyklus hat sich nur gering verändert. Er hat sich eher etwas nach hinten verschoben. Die meisten Paare sind innerhalb von 20 bis 25 Jahren damit durch. Wir haben also danach noch runde 30 bis 40 Jahre dazugewonnen. Was damit machen?
Viele Paare leben einfach so vor sich hin. Sie arbeiten, essen, schlafen und geniessen. Andere suchen sich zusätzliche Nebentätigkeiten. Wer Geld hat, reist. Wenn die Kinder aus dem Haus gehen, wird das Leben leerer. In nicht wenigen Beziehungen werden die Karten neu gemischt. Die Eheleute gehen auseinander und gehen neue Bindungen ein. Unter moralischen Gesichtspunkten gibt es immer negative Auswirkungen. Erwerbs- und rententechnisch gibt es Auswirkungen. Wäre es unter heutigen Bedingungen sinnvoll, „Kurzehen“ einzuführen (genauso wie wir jetzt auch Homoehen haben)? Ehen etwa bis zum Zeitpunkt des Kinderauszuges. Lebenslange Ehen sind etwas wunderbares, aber für alle die, die das nicht schaffen, könnte man doch weitere Möglichkeiten schaffen, die Sicherheit für die Kinderaufzucht, Sicherheit für die Frau und für den Mann schaffen. Man kann planen, ist weniger gebunden und wenn die Ehe doch lebenslang hält, freuen sich alle und gratulieren wir.
Es ist ein Irrtum, Trennung durch Verstehen überwinden zu wollen. Trotzdem ist verstehen Wollen extrem wichtig, um Trennung erleiden und ertragen zu können.
Bei alten Paaren erleben wir es nicht selten, dass sie überglücklich und stolz darauf verweisen, dass sie nun schon 60 und mehr Jahre zusammen sind. Meist sind es die Frauen, die das glücklich und stolz vortragen. Mindestens zu 60 % ist das ihr Verdienst. Sind diese Frauen nicht vielleicht deshalb so glücklich und stolz, weil sie es so lange geschafft haben, die Täuschung der Liebe aufrecht zu erhalten? Dass es wirklich Liebe war …?
Meine sehr verehrten Damen, ich wünsche Ihnen keinen Freiheitskämpfer, keinen Mann, der die Freiheit liebt. Ich wünsche Ihnen einen Mann, der Sie liebt.
Frauen sind das Lebenselixier in dieser Welt, nicht Männer und auch nicht Möchte-gern-Männer. Leider stirbt die Frau derzeit gerade aus und es gibt keine Reservate oder Museen für sie.

 

Mann und Frau in Politik und Wirtschaft:

Wirtschaft und Politik und Wissenschaft werden anders, wenn nicht nur Männer, sondern Männer und Frauen oder auch nur Frauen sie betreiben. Es lohnt sich, auch darüber nachzudenken.
Überall in der Politik und Wirtschaft und in den Medien regt man sich auf über die Ungleichheit beider Geschlechter. Leider tut man das automatisch mit den Vorzeichen + und – , gut und böse. Vielleicht gelingt es uns, das mal auszuschalten?
Frauen, die keine Kinder gebären und aufziehen, sondern in Politik und Wirtschaft gehen, bleiben Frauen. Ihre Gene bleiben die gleichen und auch die Prägung wird sie wesentlich bestimmen. Und doch erleben wir nicht selten, dass diesen Frauen eine Menge Fähigkeiten verloren gehen. Wir gewinnen eben nicht einfach, sondern wir gewinnen und verlieren. Bei Männern ist das ja nicht anders. Für die Interpretation weiblichen und männlichen Handelns in beiden Sphären ist das wichtig.
Frauen brauchen immer weniger Zeit für die Aufzucht der Kinder, erst recht, wenn der Mann einen relevanten Teil übernimmt. Frauen nutzen diese freie Valenz viel häufiger zur Gewinnung von Bildung als Männer. Frauen streben zunehmend in Bildungsberufe: Ärztinnen, Journalistinnen, Musikerinnen, Lehrerinnen, Juristinnen, Verwaltungsbeamtinnen, Lektorinnen, Künstlerinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, ja Professorinnen… Männer dagegen gehen auch heute noch zu einem nicht unerheblichen Teil in einfache Berufe, die Kraft fordern, auf dem Bau, in der Land- und Forstwirtschaft, im Handwerk, … Es steht zu erwarten, dass diese Entwicklung in absehbarer Zeit zu einer Umkehr des Bildungsniveaus führen wird und es wird spannend werden, welchen Einfluss das auf das Zusammenleben der Geschlechter haben wird. Einerseits ist ein gutes Bildungsniveau, so beide Partner damit gesegnet sind, oft Bindekitt und für die Kinder beste Voraussetzung für spätere eigene Bildung. Ist die Mutter nur wenig gebildet und wird bald vom Mann und den Kindern entsprechend behandelt, ist das sehr entwürdigend. Sollten sich diese Rollen vertauschen, dürfen wir dann glauben, dass die Beziehungen leichter werden?
Frauen sind mit den Gedanken, mit der Liebe und mit dem Verantwortungsgefühl meist zuhause bei den Kindern und beim Nest. Sie sind zuerst Mutter, dann erst Angestellte, Arbeiterin, Ärztin etc. Das macht sich in der Aufmerksamkeit, im Einsatz, dem Prozentsatz der Arbeitszeit und Anderem bemerkbar. Das spricht nicht dagegen, dass Frauen sehr viel Freude und Spass an der Arbeit haben können. Beides passt zusammen. Ich habe immer wieder gestaunt, wie positiv Frauen von ihrer Arbeit sprechen, selbst wenn andere sie sicher gar nicht als so interessant beurteilen würden. Und wenn die Arbeit erst interessant und anspruchsvoll ist, dann füllen Frauen den Arbeitsplatz nicht selten mindestens genauso intensiv und zweckmässig aus wie die Männer, wenn nicht sogar noch mehr und angemessener. Über 100 % Einsatz sind dann nicht selten. Frauen denken anders und handeln und forschen anders. Das kann diesen Disziplinen tatsächlich oft nur gut tun. Dass der eine Mensch etwas effektiver oder besser macht als der andere und dass jeder seine persönliche Problematik mit zur Arbeit nimmt, vereint beide Geschlechter.
Frauen wollen geliebt sein. Von Liebe sind sie abhängig, Ehefrauen, Geliebte, weibliche Angestellte. Wenn ein Chef fies ist, ist alles klar. Frau misstraut ihm. Die Frauen können die Liebe, die Opfernde, das Opfer spielen. Das entspannt das Verhältnis. Wenn er aber lieb ist, dann wird es schwer. Eigentlich spielt er plötzlich ihre Rolle. Das haben die Damen sehr gern, aber sie werden misstrauisch und wenn ein Patzer dabei ist, dann fühlen sie sich plötzlich in ihrem Urteil über den Mann bestätigt: So liebevoll und zurückhaltend und aufopfernd wie ich oder wir Frauen ist er eben doch nicht. Er ist eben ein Mann. Dann gehen die Schotten dicht und sie sind nur sehr, sehr schwer wieder auf zu bekommen, selbst bei der wichtigsten und liebsten Frau nicht, bei der erst recht nicht. Aber im Leben am Arbeitsplatz gilt das genauso. Und dann wird gemobbt und mit den Ellenbogen gearbeitet. Wir müssen uns eben klar machen, dass das Verhältnis von Frau und Mann nicht nur in der Ehe oder langfristigen Beziehung so gilt, sondern am Arbeitsplatz genauso. Auch am Arbeitsplatz bleiben wir Frau und Mann und die sehr unterschiedlichen Eigenschaften nehmen wir jeder von zuhause mit an den Arbeitsplatz. Das kann Vor- und Nachteile haben. Und wir sollten nicht von vorne herein davon ausgehen, dass beide Geschlechter alles gleich gut können und gleich gut miteinander können. Da bestehen riesige Unterschiede.
Frauen sind mindestens in zweierlei Hinsicht im Vorteil: Sie besitzen sehr viel mehr soziale Kompetenz als Männer, sie sind sehr viel empathischer als Männer und sie haben ihren Lebenssinn zuhause, nicht im Beruf. Völlig ohne Kampf, allein durch die freie Demographie unter den Geschlechtern rechne ich damit, dass die Frauen die Bildungsberufe und die Berufe am Menschen (Tiere inbegriffen) dominieren werden. Männer werden in den Bildungsberufen deutlich Anteile verlieren und werden in den unteren technischen und mechanischen Berufen sein, soweit sie nicht durch Maschinen und Roboter sowie Drohnen ersetzt sind. Die zukünftige Arbeitslosigkeit wird männlicher werden. Dann haben die Männer genügend Zeit, mit Drohnen, Robotern und vielen anderen kleinen Maschinchen zu spielen wie die kleinen Jungs; grosse Jungs eben. Die Frauen werden noch viel mehr als heute klagen, dass sie erstens sich verantwortlich für die Aufzucht und das Nest fühlen, zweitens, dass sie die Beziehung und die Arbeit mit den Kindern haben und drittens, dass sie die Arbeitswelt auch noch dominant ausfüllen. (Wieder: Bitte keine moralische Bewertung. Wir beschreiben, denken nach und prognostizieren nur.) Männer spielen dann nur noch die Rolle grosser Jungs am Rande.
Meine sehr verehrten Damen, haben Sie denn noch Verwendung für die Männer? Man könnte es ja wie bei den Rindern machen. Man besamt die Kühe künstlich und die männlichen Tiere gibt man zum Essen frei soweit sie nicht sowieso schon wegen Gewalttätigkeit, Gesetzesübertretungen, Vergewaltigung und anderer Delikte im Knast sitzen. Dann wäre die Damenwelt weitgehend unter sich, beherrschend sowieso und es herrschte ewige Glückseligkeit und Frieden.
Betrachten werden wir noch Frauen in den letzten Jahrhunderten in den Fabriken im Vergleich zu Männern. Frauen haben einen anderen Lebensinhalt als Männer und daher ist ihre Bereitschaft für solche Arbeit über lange Zeiträume eine andere als bei Männern.
Frauen haben über Jahrtausende verinnerlicht oder es liegt sogar in ihren Genen, dass sie abhängig sind. Was passiert, wenn sie plötzlich finanziell besser dastehen als die Männer, weil sie besser verdienen und sie müssen dann neben den Kindern auch noch den Mann mitfinanzieren? Ich bezweifle, dass unsere Gene und unsere Prägung uns da keine Probleme bringen werden. Und Änderungen in diesen Voreinstellungen werden lange Zeiträume brauchen.
Frauen leiten zwar gerne und auf Grund ihrer sozialen Kompetenzen können sie das zumindest nicht schlechter als Männer, oft vielleicht sogar besser. Aber sie meiden gerne exponierte Positionen. Die verschiedenen Selbstwertgefühle, die unterschiedlichen Wertevorstellungen, die verschiedenen Zielvorstellungen und manches mehr spielen da eine Rolle. Ich bin nicht sicher, ob das künstliche Verschieben des natürlichen Ungleichgewichtes die Vertreter beider Geschlechter wirklich glücklicher macht. Warum sollte es zu Quoten im Sinne von Normen kommen? Wir wollen doch gerade glücklicher werden und versuchen daher, die verschiedenen Interessen der Geschlechter zu berücksichtigen. Warum sollten wir hier plötzlich mit dem Setzen von Geschlechternormen das Gegenteil tun?
Frauen werden zunehmend zu Konkurrentinnen von Männern. Solange sie sich nicht kennen oder unpersönlich entfernt arbeiten, wird das wenig Probleme schaffen. Aber wenn Beide weiter miteinander arbeiten und kooperieren sollen, werden Gefühle zunehmend eine Rolle spielen und die werden kaum positiv sein. Und wie werden wir im Arbeitsleben das geringere Selbstwertgefühl der Frau und so es noch Kavaliere unter den Männern gibt, solche Verhaltensweisen, berücksichtigen? Das birgt zusätzliches Konfliktpotenzial. Wollen beide Geschlechter, Frauen wie Männer, nur noch machthungrig (politisch und/oder wirtschaftlich) und geldgierig werden? Den Frauen gewöhnen wir das menschlich sein gerade ab? Männer waren es noch nie?
Wie wird es in der Politik, wenn Frauen und Männer als Verhandler von Interessensgruppen und Nationen auftreten? Wirken sich Rollenverteilungen von Frau und Mann dabei nicht aus? Beeinflusst das die Ergebnisse? Wird es einfacher oder schwerer für beide Verhandler und Geschlechter?
Grosse politische Würfe sind wohl eher nicht Sache der Frauen. Sie können mit Geduld und Nachdruck persönliche Beziehungen und Entwicklungen vorantreiben. Viele bleiben lieber im Hintergrund. Sie lieben eher die kleinen Dinge (entsprechend zur Kleinheit der Kinder?). Führung, Position 1, echten Gegenwind, Kampf um die Wahrheit (angemessenes Verstehen und Beurteilen der Realität) sind eher Aufgaben für Männer.
Männer müssen Spitzenleistung bringen. Deshalb sind sie Spitzenköche. Frauen schaffen Nest und Wärme. Deshalb sind sie Basisköche (meist im Nest).
Die Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft werden bei Achtsamkeit auf die Stärken und Schwächen der Geschlechter nicht im Verhältnis 1:1 verteilbar sein. Je nach Aufgabengebiet werden die Verteilungen zwischen 0:2 und 1:1 variieren und es wird sehr wahrscheinlich sehr sinnvoll sein, diese Unterschiedlichkeit anzunehmen, auszuhalten, besser noch, sich ihrer zu erfreuen.
Sind Frauen wirklich glücklicher, die heute in Politik und Wirtschaft tätig sind? So sehr erfolgreicher als die Männer sind sie nicht. Sie sind von einer Idee getrieben, die nicht selten gegen ihren Körper agiert. Ihre weibliche spezifische Prägung haben viele verloren. Andere quälen sich an dem Zwiespalt von Frau sein und doch dem Mann gleich sein wollen ab. Der rote Faden aus und zur Vergangenheit ist abgeschnitten. Andererseits haben Frauen heute viel mehr Zeit und viel mehr Power als früher. In der Arztpraxis finden wir jedoch oft das Gegenteil: Die ausgepowerten Frauen, die dann über körperliche Schwäche klagen und der Arzt sucht Vitaminmangel und wer weiss was alles zur Erklärung und für den Therapieansatz und findet nichts oder irgendetwas nutzloses. Was meinen Sie, wie viele Gesundheitskosten wir sparen könnten an Frauen, die nicht völlig nutzlos eine Menge Geld in die Drogerien und Apotheken und zu den Ärzten tragen, nur weil sie den Grund für ihre Überbeanspruchung falsch einschätzen? Und wehe, man wagt als Arzt, das anzusprechen!!! Tabu!!! Schieben wir die Schuld aber gar nicht den Frauen in die Schuhe. Wir als Gesellschaft beurteilen das zumindest unangemessen, wahrscheinlich sogar falsch. Und wer ist die Gesellschaft? Wir!
Wie wir sahen, sind Männer und Frauen völlig gleich. Deshalb gehen sie zusammen zur Schule und nach der Schule müssen alle eine Ausbildung absolvieren. Die dauert zwischen drei und sechs Jahren und dann sind beide Geschlechter fertig. Natürlich hat keiner den Beruf erlernt, um dann nicht auch damit zu arbeiten, sich eine Position zu erarbeiten und ordentlich Geld zu verdienen. Dann sind beide bereits in einem Alter, wo das Kinderkriegen schon reichlich spät wird. Die Fehlgeburtenrate, die Rate der Schwangerschaftskomplikationen und der Kindesfehlbildungen nehmen zu. Nach der Geburt sind die Frauen erst einmal für die Kinder zuständig, aber bitte möglichst schnell wieder in den Beruf, um die Stellung und Position zu halten. Die Kinder kommen zu kurz oder der Arbeitsplatz und/oder die Frau auch. Richtig gut wird gar nichts. Sind „Burn outs“ unter diesen Konstellationen ein Wunder?
Wäre es auch denkbar, dass wir den Ruf nach Gleichstellung der Frau falsch interpretieren? Vielleicht geht es gar nicht so sehr um „gleich sein“, sondern mehr um „gleichwertig sein“? Vielleicht wäre der Massstab nicht einmal das Geld, das Einkommen, die Position in der Hierarchie? Vielleicht wollen Frauen nur einfach am Leben der Männer teilhaben? Das würde ja zum Beziehung-Leben gehören. Frauen versuchen oft, zu beweisen, dass sie gleichwertig (vielleicht sogar, dass sie besser sind) als Männer. Dabei sind die Frauen doch von sich aus schon viel besser als die Männer, sie sind unvergleichlich. Das Sich-beweisen-müssen provozieren wir Männer natürlich auch durch unser Verhalten. Vielleicht gewinnen die Frauen gar nicht dadurch, dass wir ihnen gleiche Arbeitsplätze zu gleichen Konditionen bieten? Vielleicht würden sie viel mehr gewinnen, wenn sie mehr männliche Achtung und Rücksichtnahme erführen? Ihre Hingabe für die Kinder ist ja von unschätzbarem Wert für uns Männer und für die menschliche Gesellschaft. Das Arbeitsleben müssten wir darauf einrichten.
Vielleicht sollten wir doch die vielen Unterschiede zwischen Mann und Frau wahrnehmen, annehmen und unser Leben einfach anders organisieren? Statt menschlicher wurden wir immer unmenschlicher?
Jahrtausende lang haben Frau und Mann möglichst früh geheiratet und Kinder bekommen, solange sie noch fit waren und überhaupt noch lebten. Viele Frauen sind nach der Schule gar nicht so unbedingt an der Berufswahl interessiert. Es muss dann irgend ein Beruf sein mit kurzer Ausbildungszeit und nicht zu anspruchsvoller Arbeit, denn der eigentliche Lebenssinn sind die Kinder (auch die noch gar nicht gezeugten). Wäre es so widersinnig, bei Frauen gar nicht die Berufsausbildung an die Schule anzuschliessen, sondern zunächst den normalen biologischen Trieb zu leben, Kinder zu bekommen? Die Frauen sind jung und fit und flexibel und dem Anspruch der Kinder noch am ehesten gewachsen. Und Kinder beanspruchen die Frau. Da gibt es keine Frage. Wird des letzte Kind fünfzehn Jahre alt, kann die Mutter Zeit für sich frei machen und kann die Ausbildung beginnen. Die Ausbildungsplätze werden eben 15 Jahre später genutzt, zunächst vielleicht halbtags, später ganztags. Und wenn die Ausbildung zu Ende ist, dann sind die Kinder durch die Pubertät und können sich selbst behaupten. Dann kann die Frau auch einen 3/4- oder sogar Vollzeitjob annehmen und kann ihre Ausbildungsgewinne sofort nutzen und anbringen, ohne zwischendurch jahrelang Pause gemacht zu haben und verlernt zu haben. Manche Berufe gibt es nach dieser Zeit ja schon gar nicht mehr. Andere haben sich stark verändert. Jetzt könnten die Frauen durchstarten ohne dauernd an die Kinder zu denken, die sie viel wichtiger bräuchten. Die Kinder könnten wieder viel mehr in der Familie versorgt werden und müssten nicht in die grossen Kindererziehungsmanufakturen mit fremden Bezugspersonen.
Unsere Gesellschaft würde gewinnen, weil die Frauen zur wichtigsten Zeit ganz für die Kinder da sein könnten. Der Lehr- und Lernverlust würde sich deutlich reduzieren, was die Kosten für die Gesellschaft und Wirtschaft reduzieren würde. Die Unternehmen hätten die weiblichen Arbeitskräfte viel länger und viel intensiver und nahezu ungeteilt im Betrieb und gleich im Anschluss an die Ausbildung. Die Frauen könnten nach der Kinderzeit wirklich eine Berufslaufbahn aufbauen, ähnlich wie die Männer, nur kürzer. Man kann nun mal nicht Männer und Frauen völlig gleich machen. Frauen leben heute so lange, dass sie beide Phasen nicht unbedingt parallel und damit jeweils zur Hälfte (was nicht geht und damit die Frauen zu 150 % fordert) bindet, sondern nacheinander, beides jeweils fast zu 100 % ermöglicht. Sollten wir nicht mal darüber nachdenken? Unter diesen Umständen könnten Frauen vielleicht sogar bis zum 70. Lebensjahr arbeiten? Sie leben ja sowieso länger als die Männer.
Meine sehr verehrten Damen, wenn Sie die Welt menschlicher machen wollen, dann können Sie das doch wahrscheinlich am besten, indem Sie Ihren Gaben des Beziehung Knüpfens, Aufbauens und Haltens nachgehen. Wenn Männer Beziehungen knüpfen, dann werden nicht selten Mafiastrukturen daraus. Wenn Frauen Beziehungen knüpfen, dann werden oft Familien daraus. Natürlich können Frauen auch bezahlter Arbeit nachgehen. Sind Sie dazu nicht eigentlich viel zu schade? Überlassen Sie das viel häufiger den Männern.
Für die Jahre der Fortpflanzung war Sex eine sehr wirksame Verbindung zwischen den Geschlechtern. Früher war man nach dieser Lebensphase in den meisten Fällen tot. Heute macht aber die Nachfortpflanzungsperiode fast die Hälfte des Lebens aus. Welche Kraft sollte jetzt noch für Verbindung sorgen? Die intuitive Entwicklung, der Trend zum Egoismus und Individualismus, führt zur Vereinzelung und Vereinsamung, zum Verlust sozialer Bindung. Dann gleicht das menschliche Leben dem materiellen. Urknall und seitdem strebt alles auseinander. Erst Geburt und Einheit mit der Mutter (ein wenig auch dem Vater), dann Auseinanderstreben.
Das Leben (Gott und/oder die Evolution) hat dem eine Kraft entgegen gestellt, die Spannung, die Widersprüchlichkeit in Beziehung. Leben ohne soziale Beziehungen geht schnell zu Grunde. Soziales Leben verbraucht immer Energie. Sonst findet es nicht statt. Diese Kraft wirkt der Intuition und dem Egoismus entgegen oder muss entgegen wirken. Wer egoistisch auf sich selbst bezogen lebt, driftet immer mehr in die Vereinzelung. Soziale Bindung gibt es nur durch Schenken. Intuitiv passiert schenken aber nur zwischen Mutter und Kind, in viel geringerem Masse auch zwischen Vater und Kind.

 

Egoismus zwischen den Geschlechtern:

Männer und Frauen lieben sich nicht. Je kräftiger, brennender und tiefer der Egoismus bei Beiden ist und je besser diese beiden Egoismen zueinander passen, desto intensiver und länger hält es beide zusammen. Bricht der Egoismus, wird er nicht erfüllt oder anderweitig ins Ungleichgewicht gebracht, dann ist plötzlich Schluss und beide entdecken, dass der jeweils andere, im ehrlicheren Fall beide, gar nicht geliebt haben. Dann ist die Enttäuschung gross, wenn nicht sogar der Hass. Liebe Brautpaare, fragt Euch nicht, ob Eure Liebe gut zueinander passt, sondern ob Euer Egoismus Euch fest verbinden kann. Das mit der „Liebe“ ist Illusion!
Wenn wir die menschlichen Neigungen als „niedere Instinkte“ bezeichnen wollen, dann wäre Sex niederer Instinkt. Die sexuelle egoistische Liebe wäre niederer Instinkt. Frauen sind da kompromissloser (ja oder nein, ganz oder gar nicht, jetzt oder nie, Bedingungen zu 100 % erfüllt oder lieber Mann, Du bist weg vom Fenster) Männer sind da kompromissbereiter (sowohl für sich selbst als auch für die Frauen). Auch am Ende der Beziehung ist es so. Aber auch bei Männern gibt es die kompromisslosen und dann kann es sogar Tote geben.
Frauen können sich immer in das Animalische, in das Kinderkriegen und -aufziehen zurückziehen und damit Sinn und Sympathie erlangen, haben dann nur mehr Arbeit. Mit mehr Arbeit wird allerdings das moralische Gutsein erkauft und für viele ist der Preis hoch, für manche zu hoch und viele Frauen wollen ihn heute nicht mehr bezahlen. Die Frauenbewegung hat die Frauen egoistischer gemacht, hat ihren Egoismus angestachelt. Das merken nun auch wir Männer.
Wird unsere Gesellschaft durch die Frauenbewegung wirklich reicher, besser, menschlicher? Wird sie nicht eher polarisierter und distanzierter? Werden Frauen und Männer sich nicht gegenseitig los? Frauen werden frei, aber auch die Männer los. Gleichberechtigung doch wieder Ade!?
Die Frau hat die zentrale Rolle des menschlichen Seins. Und für die Fortpflanzung ist der weibliche Körper der zentrale Ort, der Raum, die Hülle und danach der Zufluchtsort. Bei der Frau spielt die Körperlichkeit die zentrale Rolle. Das hat nicht der Mann so festgelegt, sondern das haben die Evolution und/oder Gott vor langer, wirklich langer Zeit so getan. Und der Mann ist auch genau auf ihren Körper geeicht. Nur Frauen, die körperlich ansprechen, sind auch ansprechend. Also meine Damen, versuchen Sie es gar nicht erst anders. Und Männer, nehmt die Frauen mit ihrem Körper ernst. Frauen, die dieses Faktum am ernstesten nehmen, sind die besten Frauen, sind die liebsten Frauen. Zu denen fühlen wir Männer uns hingezogen. Von diesen Frauen fühlen wir uns geliebt. Da sie selbst und ihr Körper dafür der Mittelpunkt sind, stehen sie selbst im Mittelpunkt. Sie brauchen also nur ganz egoistisch auf sich selbst zu beziehen und ihren Egoismus auszuleben. Nachdenken schadet da nur. Vögeln, zeigen, schwanger sein, gebären sind ganz tierische, menschliche, analoge, denkunabhängige Lebensformen des Menschen. Und der Mann wird gebraucht, um der Frau den Hof zu machen, für das nötige Geld zu sorgen, für die Nahrung und für den Lebensraum.
Und wenn der gerade interessante Mann das nicht macht, dann wird er ausgewechselt. Und die echte und heiß liebende Frau wird darüber zwar vorübergehend Trennungsschmerz empfinden, aber sie wird es tun, denn sie dient damit dem höheren Zweck der Menschheitserhaltung und das ist ein guter Zweck. Da ist die Frau sich selbst und ihrem ureigensten Sinn die nächste und tut nur etwas für ihr gutes Bauchgefühl, handelt intuitiv. Je mehr der Mann sie umgarnt und „liebt“, desto besser ist ihr Bauchgefühl und um so mehr wird sie ihn lieben und sich nach ihm sehnen. Der Mann von vorher kann ihr im besten Falle noch leidtun, im schlechteren ist er ihr egal, im schlechtesten wird sie ihn als minderwertig oder gar Schuldigen wegwerfen, verachten oder bekämpfen. Das ist alles reine Biologie, reines Tiersein, reines Menschsein. Unser Gefühl von „Liebe“ dabei ist nur Illusion, ist nur Schein.
Wenn einer in diesem Geschehen „Liebe“ installieren wollte, so wie wir Liebe sonst verstehen, als „ewige Liebe“ als „christliche Liebe“, als „platonische Liebe“ oder wie auch immer, dann ist die völlig Fehl am Platz. Wer wollte denn als Verlassener weiter lieben, wenn der andere sich längst abgewandt hat, vielleicht sogar eine(n) Neue(n) hat? Liebe wird dann völlig sinnlos. Der Andere ist weg, hat sich einen anderen, wenn möglich besser passenden Partner gesucht. Und wenn er oder sie ihn gefunden hat, dann wird er oder sie ihn nicht wegen des ersteren wieder hergeben. Er oder sie werden da höchstens betreten mit der Schulter zucken und sie werden auch nicht wieder erotische Liebesgefühle entwickeln. Das ist vorbei und aus. Wichtig ist dann plötzlich, die Gefühle von vorher möglichst schnell wieder auszuschalten, von „ewiger Liebe“ auf Schluss und Einsamkeit umzuschalten. Alles andere ist nur noch peinlich.
Jeder sucht sich den besten Partner, um „Liebe“ zu machen. Und nur der beste Partner ist der beste Partner. Ob aber der beste Partner für den Einen auch der beste Partner für den Anderen ist, ist eher unwahrscheinlich. Also wird derjenige im Laufe eines langen Lebens irgendwann einen besser passenden finden. Heute ist die Wahrscheinlichkeit ja auch viel grösser, weil wir viel länger leben, viel mehr Menschen im Laufe unseres Lebens kennenlernen, viel mehr Kommunikationswege und -möglichkeiten haben und viel weniger mit Kinderaufzucht gebunden sind.
Gewalt in der Beziehung: Es kommt ein bisschen darauf an, wie wir Gewalt definieren. Gewalt hat ja sehr verschiedene Formen und wir verstehen meist darunter körperliche Gewalt. Und wer die einsetzt, ist dann plötzlich im Unrecht und der/die Böse und der/die Erleidende wird zum Opfer. Aber auch in Diskussionen kann Gewalt sehr wirkungsvoll ausgeübt werden. Oder durch Setzen von Tabus, deren Durchbrechen dann jeweils denjenigen, der es wagt, ins schlechte Licht rückt. Und auch der Entzug von körperlicher Liebe, eine gerne von Frauen angewendete Form von Gewalt, muss mit bedacht werden. Gewisse leichte Formen von Gewalt können auch zur Liebe gehören. Bei Kindern sind körperlich erfahrbare Nachrichten in bestimmtem Alter sehr sinnvoll, weil einfach die geistige Fähigkeit noch gar nicht ausreicht, verstandesgemässe Auseinandersetzungen zu führen. Auch in der Politik und zwischen den Völkern wären diese Überlegungen sehr wichtig. Unsere Festlegungen und Definitionen führen zur Verteilung von „gut“ und „böse“ auf die Geschlechter und Menschen, die einer nachdenkenden, alle Bereiche durchleuchtenden Überprüfung gar nicht standhalten würden?
Es stellt sich also bei Ausübung von Gewalt immer die Frage, was ist im Hintergrund zuvor abgelaufen und wie sind beide Parteien überhaupt in der Lage, miteinander zu kommunizieren und sich zu einigen? Frauen verzichten gar nicht gerne auf ihre Form von Gewalt, aber prangern die offensichtliche der Männer mit Lust und Freuden an. Bei der Bestrafung (öffentlich und/oder vor Gericht) trifft es dann eigentlich den Falschen, je nach dem, wie tief der Fall durchdacht wird.
Heute ist in die Frau das Bewusstsein eingeimpft: Der Mann ist schlecht. Er will nur Sex (was auch stimmt). Er ist untreu (was rechnerisch zumindest schwer zu belegen ist, da zur Untreue immer zwei gehören und fast immer beiderlei Geschlechtes). Er vergewaltigt nur (stimmt leider oft). Der Mann ist im Grunde seines Seins schon negativ. Gute Männer? Was ist das? Kennt jemand einen? Dabei wurde auch der Mann von Gott und/oder der Evolution für seine Rolle ausgewählt ohne dass sie ihn fragten. Und der Mann findet nun dauernd Frauen, die zunächst die liebste Frau sind (die Mutter), die ihn dann ins Bett werben (was ja meist sehr schön und Genuss ist) und die liebsten und reizendsten Wesen sind, im weiteren Leben aber zu Gewerkschafterinnen mutieren und in der Ehe und Familie Klassenkampf führen. Und die lautesten und einflussreichsten sind die Wortführerinnen und erwecken den Eindruck, dass sie die einzig Guten wären und die Welt der Frauen erlösen müssten. Die Frauen erlösen können aber nur wir Männer, durch Liebe und Hingabe. Aber Vorsicht, das ist von den Frauen nun auch wieder nicht unbedingt gewollt. Es könnte sein, dass beide nun um die liebevolle Rolle konkurrieren, die aber allein der Frau zusteht.
An dieser Stelle eine Kleinigkeit am Rande, die aber im Leben nicht selten eher eine enorme Wichtigkeit darstellt und Grund vieler Spannungen sein kann:
In manchen Haushalten, ja sogar auf manchen Arbeitsstellen sehen wir auf der Toilette Schilder, die auf irgendeine lustige oder weniger lustige Weise daraufhin weisen, dass der Mann beim Pinkeln sich doch bitteschön hinsetzen möge. Das ist verständlich, wenn die Toilettenfrau solch ein Schild anbringt. Es gibt Hinweise dafür, dass sie es selber meistens nicht ist. Es wird sicher irgendeiner der Männer gewesen sein.
Männer pinkeln am liebsten im Stehen. Es geht am schnellsten und die Blase entleert sich am einfachsten und am vollständigsten. Und wenn ein Pissoir vorhanden ist, gibt es ja auch gar kein Problem. Aber vor allem in Privathaushalten und kleinen Büros gibt es das meist nicht. Dann stellen Männer sich über das normale Toilettenbecken und urinieren. Je nach Grösse des Mannes kann dann schon mal eine Distanz von 40 bis 80 cm entstehen. Auf diese Distanz ist die Treffsicherheit mit dem Strahl schon eine Herausforderung, die intensiv trainiert werden muss. Und viele kleine Tröpfchen am Rande landen auf dem Toilettenrand. Eigentlich sollte das kein Problem sein, da es ja täglich geübt werden kann.
In der realen Welt aber sind viele Toilettenbecken hinterher mehr oder weniger dicht mit kleinen gelben Spritzern übersät, die nach dem Trocknen auch noch Flecken bilden und manchmal mehr oder weniger hygroskopisch wirken. Für einen nachfolgenden Benutzer eine unhygienische Angelegenheit (Insbesondere, wenn es eine Frau ist), für die Toilettenfrau eine tägliche Ursache von Ekel und Zeichen, dass sie auf der menschlichen Werteskala nun wirklich ganz unten steht. Sie beachten oder es ihr leichter machen muss Mann nun wirklich nicht. Von Mahatma Ghandi wird übrigens berichtet, dass er seine Toilette immer selber putzte. Aber gut, er hatte auch eine besondere Mission. Also Männer, setzt Euch hin!
Es gibt aber Gründe, warum Männer sich nicht so gerne zum Urinieren setzen. Bei Frauen ist im Sitzen die relativ kurze Harnröhre gerade und fluchs ist der Urin heraus. Frauen haben ja sowieso auf Grund dieser anatomischen Gegebenheit immer wieder das Problem, dass der Urin unkontrolliert oder/und viel zu schnell herauskommt. Eine Restmenge, die noch in der Blase verbleibt und ein Problem verursachen würde, gibt es nie. Frauen haben eher das Problem, den Urin zu halten.
Ganz anders beim Mann. Im Sitzen ist die Harnröhre deutlich gebogen und je älter ein Mann wird, desto häufiger und desto mehr bleibt noch ein Rest Urins in der Blase (was der Mann in dieser Position auch nicht ändern kann), von dem ein Teil danach bei bestimmten Muskelbewegungen beim Aufstehen oder späteren Aktivitäten den Weg nach draussen findet. Der Mann ist schon längst wieder unter den Mitmenschen unterwegs, aber etliche Tropfen oder mehr finden noch den Weg ins Freie. Wenn nicht genügend dunkler Stoff vor der Öffnung der Harnröhre ist, kann das zu Flecken führen, sonst ja eher nur zu Gerüchen. Das männliche Riechvermögen ist meist schlechter als das weibliche. Männer selbst werden das nicht wahrnehmen.
Je grösser die Prostata, die Vorsteherdrüse um die Harnröhre ist, desto grösser kann diese zurückgebliebene Menge Urin sein. Eigentlich ist das gar kein Problem. Im Stehen würde sich die Blase trotzdem entleeren, aber im Stehen darf er ja nicht pinkeln.
Liebe Männer, es gibt eine sehr einfache Lösung. Allerdings habe ich noch nie wahrgenommen, dass sie jemand praktiziert. Man kann sich vor ein Toilettenbecken knien. Dann ist die Anatomie wie beim Stehen. Es kommt auch alles heraus, bis auf den letzten Tropfen, wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt. Die Entfernung zwischen Öffnung der Harnröhre und Beckenrand ist so kurz, dass nun auch ein völliger Grobmotoriker sehr gut treffen kann. Auf diese kurze Entfernung entstehen fast keine kleinen Spritzer. Die Sauberkeit ist deutlich besser als in und unter jedem Pissoir. Und Toilettenbecken sind hinterher ohne Wenn und Aber für den Nächsten ohne Einschränkung oder vorherige Reinigungsmassnahmen nutzbar.
Sollten Sie besonders gross sein, wird es in den allermeisten Fällen trotzdem kein Problem sein. Sollten Sie mit kleiner Körpergrösse ausgestattet worden sein, wäre ein kleines Bänkchen oder auch nur ein zusammengerolltes Handtuch oder eine ähnliche kleine Lösung zumindest auf der häuslichen Toilette eine angemessene Hilfe. Auch die mit den guten Hosen oder dem Anzug im Büro könnten sich damit behelfen. Wer weiss, ob nicht in einigen Jahren so ein kleines Kniebänkchen als Accessoire auf vielen Toiletten anzutreffen ist?
Eine saubere Toilette sollten wir jeder Frau hinterlassen. Sie ist es immer Wert.
Weder die Frauen sind nur Engel noch die Männer sind nur Teufel. Schein und Sein. Bleiben wir offen oder öffnen wir uns doch der Zukunft vorbehaltlos.
Me too“ brachte viele männliche Schandtaten ans Licht. Als Mann schäme ich mich für diese Taten. Nun bewegen wir uns ja auf sehr dünnem Eis, auf einer sehr dünnen Informationslage. Gab es so viele männliche Schandtaten schon vor Tausenden von Jahren? Vielleicht sogar mehr? Wie ist das eigentlich im Tierreich? Treffen sich immer zwei gleichberechtigte Individuen mit gleich viel Stimmrecht für die geplante Tat? Ist dieses Verhalten von Männern genetisch vorgegeben? Wie viel Prägung könnte daran Anteil haben? Ist dieses Verhalten der Männer neu? Man hat ja fast den Eindruck, dass es ausgerechnet Männer sind, die als Geistliche in der Kirche leben, dass es gebildete, gut verdienende, im sozialen Ranking höher stehende sind, Unternehmer, Politiker, Künstler. Bei diesen Männern hätte ich es eigentlich weniger erwartet als z.B. in den weniger gebildeten, unteren Schichten. Oder spielt das gar keine Rolle? Sind es alle? Gibt es gewisse Muster des Ablaufes? Führen bestimmte männliche Verhaltensweisen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu solchen Handlungen? Provozieren Frauen das und wenn ja, wie?
Nun müssen wir mit „Me too“ leben. Männer werden nun sehr viel vorsichtiger auf Frauen zugehen müssen, weil sie immer in der Gefahr stehen, im Sinne eines vergleichenden Vorurteiles beurteilt zu werden. Wir müssen ja doch eingestehen, dass wir Menschen uns sehr schwer tun damit, jemanden zunächst als unschuldig zu betrachten, gegen den schwere Vorwürfe erhoben wurden, auch wenn sie noch gar nicht belegt sind. Und wann sind Beweise wirklich unzweifelhaft, wenn es um Taten geht, die nur die beiden Kontrahenten allein wahrgenommen haben?
Frauen stecken inzwischen so voller Antihaltung, dass ein gedeihliches Miteinanderleben schwer wird. Je mehr Frauen Persönlichkeiten werden (was ich mir sehr wünsche!), desto mehr werden wir uns aneinander reiben. Desto mehr sind wir 2! Eins werden wird komplizierter und schwerer.
Meine Damen, jetzt dürfen (vielleicht sogar müssen) Sie viel offensiver vorgehen im intersexuellen Verkehr. Das ist Ihre Chance. Sie lieben doch sowieso viel intensiver als die Männer? Das Liebesleben ist doch viel zu schön, um es jetzt sozusagen in die Ecke zu werfen?!

 

Geschlechtergleichheit:

Man könnte natürlich mal die Frage stellen, ob es überhaupt sinnvoll ist, dass Frauen und Männer sich so sehr aneinander angleichen, dass Männer Frauenrollen übernehmen (müssen) und dass Frauen Männerrollen übernehmen (müssen). Vielleicht ist das gar nicht sinnvoll? Warum sollten und wollen Frauen ihren „Mann“ stehen? Manchmal ist das nötig, keine Frage. Was macht eine Frau besser, die im afrikanischen Urwald Öl fördert in einem Männerjob und sich hinterher in der Zeitung brüstet, sie hätte gleichen Erfolg gehabt wie die Männer (oder mehr?). Das ist doch eine typische von Frauen an Männern verachtete Eigenschaft, sich so zu brüsten? Natürlich kann sie dort arbeiten. Warum nicht? Aber warum? Vielleicht ist diese Art von Umgang miteinander nur dem inneren Egoismus geschuldet, da man so besser über die Andere/den Anderen herrschen kann oder zumindest der/des Anderen Herrschaft erkennen und abwenden kann? Oder haben wir uns in einen Irrtum führen lassen, von dem wir uns schleunigst trennen sollten? Er ist unmenschlich?
Die Frau ist so wertvoll, dass ihr eine geachtete Stellung in der Gesellschaft (als Mutter, als Nestbauerin, als Fürsorgende, auch als Arbeitnehmerin oder Selbstständige, ja auch als Chefin) zusteht, aber nicht in der Ausrichtung am Mann! Für das Selbstverständnis der Frau ist der Mann doch als Massstab völlig egal!
Wer ein bisschen nachdenkt, merkt sehr schnell, dass es Gerechtigkeit gar nicht gibt, zwischen den Geschlechtern schon gar nicht. Gott und/oder die Evolution haben dafür gesorgt, da sie zwei Formen von Menschen schufen. Wären beide gleich, hätten sie nur eine zu schaffen resp. zu entwickeln brauchen. Sind es aber zwei, sind sie sinnvollerweise unterschiedlich und in der Unterschiedlichkeit liegen die Ungleichheit und Ungerechtigkeit, aber auch die Spannung und das Leben.
Wer also Gerechtigkeit oder Gleichheit zwischen den Geschlechtern schaffen will, wird sehr bald merken, dass das gar nicht geht. Die Voraussetzung zur Schaffung von Gleichheit oder Gerechtigkeit wäre, dass beide Halbfrauen und Halbmänner würden. Wären wir dann noch Menschen? Sind wir sicher, dass wir das wollen? Ist das nicht eher unmenschlich, weil dem Tier im Menschen, dem Menschen an sich nicht gemäss? Wie viele Gesellschaften sind von ihren Diktatoren bereits umerzogen worden und doch wurde der Mensch nie besser? Meistens wurden diese Gesellschaften unmenschlicher (Cuba, China, Russland, Ungarn, Nordvietnam und viele andere, auf andere Art aber auch Nordamerika und Europa). Und wenn wir anfangen, den Menschen menschlich umzugestalten, das heisst in seinen Genen, dann sind wir nicht weit weg vom Faschismus, vom Rassismus, vom Gruppenzwang oder Gruppismus entfernt. Nein, dann sind wir schon mitten drin.
Die Gewinner und Verlierer unter den Geschlechtern sind längst ausgemacht. Frauen sind lebensbejahend, fürsorglich, nestbauend, beziehungspflegend (schon der Kinder wegen)… Das sind alles Eigenschaften, die unsere Gesellschaft als moralisch gut bewertet.
Männer sind kraftvoll (wenn sie es überhaupt noch sind, sonst ist es noch schlimmer), daher beängstigend, stumpf (gefühlsarm und wenig auf Gefühle achtend), weniger sensibel, weniger achtungsvoll, mutiger im Kampf (mit Natur und Umwelt, aber auch gegen Feinde). Natur aber gibt es bald nicht mehr. Für Kraft gibt es jede Menge Ersatzkräfte (Auto, Lift, Elektro-Bikes, Staubsauger, Waschmaschine, elektrischen Strom …). Zum Regieren braucht es nur wenige Männer. Einfache Arbeiten erledigen immer mehr Maschinen. Der Mann hat ausgedient. Ernährer werden überflüssig. Der Mann bekommt Konkurrenz durch die Maschine auf der einen Seite, auf der anderen Seite durch die zunehmend neben der Familie auch noch arbeitende Frau. Als Diener dürfte er sein Dasein fristen.
Glauben wir wirklich, dass die Frau, die neben Balz, Kinderkriegen und -Aufziehen auch noch unbedingt arbeiten muss, also ihre innere Widersprüchlichkeit nur noch vergrössert, dass diese Frau menschlicher ist? Menschlicher gegen sich, menschlicher gegen ihre Kinder, menschlicher gegenüber uns Männern, menschlicher gegenüber der Gesellschaft?
Meine Damen, hören Sie auf, um Gleichheit zu kämpfen. Gleichheit ist so etwas von öde. Sie gewinnen kampflos sowieso. Zähmen Sie lieber uns Männer, machen Sie uns schöne Augen. Haben Sie eine Bitte auf den Lippen. Zumindest die richtigen Männer werden Sie schützen, pflegen und hegen. Machos, Ihr habt Eure Kräfte ersetzt durch Maschinen und Roboter. Punkten könnt Ihr nur noch, wenn Ihr leise und zuhörend Eure Frauen sanft verführt (manche vielleicht auch lieber leidenschaftlicher).
Frauen wünschen sich äusserlich kräftige Männer, richtige Bären, aber bitte ansehnlich, gescheit, einfühlsam und achtsam gegenüber der Frau. Dann muss unsere Gesellschaft mehr in Männer investieren (statt in Frauen), finanziell, aber vor allem mehr in der (Be)achtung. Männer müssten viel mehr nachdenken, bevor sie handeln. Nicht zuerst Macher sein, zuerst Hände und Füsse und Gesetze benutzen, sondern zuerst den eigenen Kopf.
So manches zwischen Frau und Mann kann man mit einem Stecker und einer Steckdose vergleichen. Optimal aufeinander abgestimmt, sorgen sie für Stromdurchfluss und somit Leistungserbringung. Dazu sind sie aber unterschiedlich. Warum nicht Gleichheit schaffen? Arbeiten wir doch die Steckdose um in einen Stecker. Jetzt sind sie gleich. Funktion? 0! Also bleiben wir doch besser bei der lange, lange erprobten Version von zwei unterschiedlichen Individuen, die gut aufeinander abgestimmt super funktionieren?!

 

Gleichgeschlechtliche Beziehungen:

Menschliches Sein ist vielfältig. Es gibt häufig und selten. Wie wollen wir „Mensch“ definieren? Wer wollte sagen: „Ich habe die richtige Definition“? Soweit Homosexualität genetisch oder durch Prägung festgelegt ist, gehört sie zum Menschsein, zur Vielfältigkeit des Menschen dazu. Nehmen wir solche Menschen an.
Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind möglicherweise auch ein Versuch, die Andersartigkeit des anderen Geschlechtes auszuschalten. Es gab schon immer beste Freunde und beste Freundinnen. Hier wird die Beziehung auch auf das Geschlechtliche übertragen. Diese Form von Beziehung ist Ausdruck verminderter Toleranz. Die Spannung zwischen Mann und Frau, die im täglichen Einerlei sehr nervend und aufreibend sein kann, aber zu anderen Zeiten auch wieder den Reiz einer besonderen Liebesbeziehung beinhalten kann, wird umgangen. Diese Beziehungen kann man mit heterogeschlechtlichen Beziehungen nicht gleichsetzen. Aber warum sollen Menschen nicht so zusammen leben? Üben wir doch Toleranz ohne gleich etwas zur Norm zu machen! Erstaunlich ist, dass in diesen Beziehungen nicht selten doch einer die gegengeschlechtliche Rolle nachahmt, so dass sie indirekt, abgewandelt bzw. abgemildert doch wieder auch in der gleichgeschlechtlichen Beziehung vorkommt.
Die Beziehung zwischen Frau und Mann ist eine heterogeschlechtliche. Hier treffen sich zwei Personen verschiedenen Geschlechtes zu einem gemeinsamen Leben mit allen Beziehungsvor- und -nachteilen. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind damit nicht vergleichbar. Sie haben völlig andere Voraussetzungen, völlig andere Begründungen, völlig andere Ausdrucksweisen und völlig andere Ziele. Selbst dass in manchen dieser Beziehungen ein Part die Rolle des anderen Geschlechtes übernimmt und so doch wieder eine „Pseudo-Heterobeziehung“ entsteht, spricht nicht gegen, sondern eher für die Unterschiedlichkeit. Normal ist normal und nicht normal ist nicht normal. Auch das Hinzunehmen von Kindern auf irgendeine Art, macht diese Beziehungen nicht den Heterobeziehungen gleich. Und dass eine Umbenennung (diese Beziehung heisst jetzt auch „Ehe“) den Charakter ändere, ist genauso (un)wirksam und (un)moralisch, wie das Umschreiben von Geschichte durch Auslöschen von Ereignissen durch Totschweigen und stattdessen Erzählen von Märchen.
Etwas Anderes ist es natürlich, solche Beziehungen in der Gesellschaft zuzulassen oder nicht. Der Mensch ist vielfältig und warum soll man solche Beziehungen mit einem Minus versehen? Aber es ist etwas anderes als heterosexuelle Beziehung. Und auch das Transvestitentum und ähnliche Lebensweisen sind in dieser Sichtweise zu denken. Sie sind nicht normal, aber auch sie passieren in unserer Gesellschaft. Warum sollten wir diesen Menschen nicht als Menschen begegnen? Mit der gleichen Achtung, mit der gleichen Sympathie, auch mit den gleichen menschlichen Geschenken und Forderungen? Wer will „den Menschen“ definieren im Sinne von Grenzziehung „Du gehörst dazu, Du nicht“? Diese Form von Nationalismus sollten und wollen wir uns verbieten.