GastronomieNot(01/2021)

 

Gastronomie in Not (01/2021)

Der Virus Covid-19 und seine mutierten Geschwister haben uns fest im Griff. Im Kampf gegen sie resp. ihre Auswirkungen sind Einschränkungen unumgänglich. Dafür Regierungen verantwortlich zu machen, ist schlichtweg gleichbedeutend mit dem Falschen die Schuld zu geben. Der Virus ist die Ursache, nicht die Regierung und deshalb gibt es auch keinen schuldigen Menschen auf dieser Erde für diese Katastrophe. Denken wir nach: Der Überbringer schlechter Nachrichten ist nicht der Schuldige! Suchen wir nach einfachen und wirkungsvollen Wegen, damit umzugehen.
Es gibt Wirtschaftsbranchen, die jetzt in Not kommen oder es schon sind, weil sie kein oder zu wenig Einkommen haben. Staatliche Hilfen aus riesigen Schuldenpaketen werden uns die Zukunft kaputt machen.
Vorschlag: Sie sind vorher einmal pro Woche oder öfter essen gegangen? Heute geht das nicht und jeder spart natürlich gerne das Geld, wenn er schon nicht essen gehen kann. Kaufen Sie doch jetzt bei den gleichen Restaurants Gutscheine für Essen oder überweisen Sie dem Wirt eine entsprechende Summe pro Woche oder pro Monat, die Sie sonst bei ihm ausgegeben hätten. Beim Start dürfte es vielleicht das Dreifache sein als Ersatz für die zurückliegende Zeit. Ob Sie die Gutscheine später tatsächlich einlösen oder einfach verfallen lassen, damit der Wirt dann neue zahlende Kunden bedienen kann und nicht die Arbeit machen muss für früher erhaltenes Geld, können Sie ja dann entscheiden.
Das Gleiche könnten wir mit den Fitness-Centern und anderen Dienstleistern tun. Die Selbständigen oder Firmen oder Leistungserbringer, von denen wir uns sonst bedienen oder beliefern lassen würden, bekommen sofort Geld in etwa gleicher Höhe ohne jetzt zu erbringende Leistung, vielleicht auch überhaupt ohne Leistungserbringung. Lassen Sie Ihrer Fantasie ein bisschen Lauf. Auch Gastrozürich, der Verband der Gastronomie, sammelt Geld, um es an notleidende Gastronomen weiterzuleiten. www.gastrozuerich.ch/solidaritaet
Die Vorteile? Keine Schulden nötig. Sie bleiben Herr über Ihr Geld, denn Sie können je nach wirtschaftlicher Lage selbst entscheiden, wie viel Sie geben. Wir müssen später nicht alle gleich durch erhöhte Steuern oder Gebühren gezwungen werden, Schulden abzubauen. Die Beziehungen zwischen Ihren Dienstleistern und Ihnen würden sicher deutlich enger. Wäre das schlimm? Warum nicht?
Nachteil? Sie müssen bereit sein, auf Geld zu verzichten. Aber ist uns eine florierende Wirtschaft in unserer eigenen Umgebung das nicht wert?
Warum fällt es uns so schwer, zu teilen? Wäre es nicht sinnvoll?

 

 

Ein Gedanke zu “GastronomieNot(01/2021)

  1. tineschmaus

    Ganz so tragisch ist es nicht. Ich habe in der Gastronomie gearbeitet, und mein Chef hat sofort Kurzarbeitergeld angemeldet. Viele Studenten wurden so nicht bezahlt. Es ging ihm sogar so gut, dass er in Urlaub fliegen konnte. Mein Sohn, ebenfalls Koch, bekommt bis heute volles Gehalt. Woher kommt das Geld, wenn es doch den Gastronomen so schlecht geht? Ich befürchte, es sind wenige Ausnahmen die davon betroffen sind.

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