Pandemie(12/2020)

Leben mit der Pandemie (12/2020)

Hier teile ich mit Ihnen zwei Briefe an das BAG, weil es ja doch im Zusammenhang mit dem Virus eine Menge zu bedenken gibt und weil uns der Virus ja auch viel Grund zum Nachdenken gibt. Bitte fasse niemand etwas als Kritik oder Schuldzuweisung auf. Aber uns bewusst werden, was da gerade mit uns geschieht, wollen wir doch schon, oder?
20. September 2020
Bundesamt für Gesundheit BAG                                                                    
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Betr.: Neueste (und alte) Pandemieregelungen.
Sehr geehrte Damen und Herren
Als Pneumologe bin ich nun jeden Tag mit Kranken konfrontiert und erlebe ich die Auswirkungen des Virus und die Auswirkungen der Eindämmungsmassnahmen.
Ich hatte Ihnen ja schon am Ostersonntag meine Ideen dazu zukommen lassen und Sie haben sie verworfen. Das ist Ihr gutes Recht und was richtig ist, wissen wir ja alle nicht, auch ich nicht. Aber ein paar Gedanken kommen mir als Mann an der Basis da natürlich schon. Die würde ich gerne mit Ihnen teilen, denn Sie haben da oben natürlich wenig Zeit zum Nachdenken und sind allen möglichen Interessen ausgesetzt. Wie man an Ihrer Stelle eine klare und wohl überlegte Linie fahren kann und soll, ist mir sowieso nicht klar. Das wäre meines Erachtens übermenschlich. Genau das aber erwarten wir hier unten ja von Ihnen.
Es ist sicher nach wie vor so, dass die Gesichtsmasken eine der wichtigsten Massnahmen im Kampf gegen oder heute besser in der Abwehr (denn gewonnen hat ja er und nicht wir) von Corona-Viren sind. Da gibt es die maschinell hergestellten und technisch geprüften Masken. Sie sind dann certifiziert und genügen den technischen Anforderungen. Nun aber kommen wir Menschen, Ihr Volk. Uns wird einfach per Gesetz aufgetragen: Tragen Sie diese Masken, im Spital und der Arztpraxis sowieso und an anderen Orten auch. Das Dumme ist, technisch geprüft heisst ja noch lange nicht: Im menschlichen Leben auch brauchbar und optimal wirksam. Für das Echte, für die Realität, gibt es keinen Ersatz!!! Da lohnt es sich, jahrelang drüber nachzudenken. Technische Prüfungen ersetzen nicht die Überprüfung im täglichen und menschlichen Gebrauch. Sinnvoll sind sie unter Umständen gleichwohl.
Seit Mitte März tragen wir in unserer Praxis ausnahmslos Masken, wir als Personal sowieso, unsere Patienten auch. Unsere Patienten tragen die chirurgischen Gesichtsmasken. Ich habe nur sehr selten erlebt, dass die Handhabung der Gesichtsmasken in einer Virusabwehr angemessenen Weise geschah. Mit manchen habe ich das diskutiert und sie waren sehr erstaunt. Aber das kann ich nicht mit allen machen. Eigentlich kommen sie ja aus anderen Gründen zu mir. Im OP-Saal sind die Masken sicher geeignet und angemessen (obwohl ich da inzwischen auch leichte Zweifel habe), im täglichen Leben von Otto-Normalverbraucher und unseren Kranken und selbst vielen anderen aber sind sie technisch geprüfter und certifizierter Unsinn. Manche Kranken kamen herein und wir mussten gleich die Maske abnehmen, weil sie gar keine Luft darunter bekamen. Das sind die, die ein Zeugnis brauchen, damit sie keine Masken tragen müssen und der Virus weiss, dass er einen grossen Bogen um sie machen muss. Andere behielten sie auf, nahmen aber jede Minute die Hand an die Maske vor der Nase und zogen sie von der Haut weg, damit sie hinter der Maske atmen konnten. Viele rückten sich die Maske irgendwie zurecht oder sie kitzelte am Gesicht oder juckte etc. Immer waren die Hände im Gesicht und an der Maske. Kaum eine dieser Masken hätte auch nur einen meiner Patienten geschützt, wenn ich infiziert und ansteckend gewesen wäre. Mich haben diese Masken sicher etwas geschützt.
Für mich ergibt sich der Eindruck, dass Sie da oben Betrügern aufgesessen sind. Natürlich wollen wir alle höchst wissenschaftlich begründet handeln, nicht nur Sie, sondern ich auch. Aber „technisch geprüft“ (und für gut befunden) heisst eben nicht „im menschlichen Leben geprüft“ und dort dann auch so gut als möglich wirksam. Letztlich entscheidet über „am wirksamsten“ nicht „technisch am besten“, sondern im menschlichen Leben am tauglichsten.
Zu Beginn der Pandemie wurde klar, dass es Masken braucht. Ich nehme an, dass viel mehr Leute und Politiker das wussten als es auch sagten oder propagierten. Welche nehmen? Die vorhandenen waren die „Chirurgischen Gesichtsmasken“. Also nahm man die. Die Asiaten haben es ja schon vorgemacht. Also machten wir es nach.
Der Gebrauch von Gesichtsmasken ist ja sehr emotional bedingt. Klares Nachdenken über Sinn und Unsinn desselben ist eher selten. Schon der Gebrauch in Asien in den letzten Jahren war ja eher emotional aus Angst begründet als realistisch. „Chirurgische Gesichtsmasken“ sind ja nun nichts gegen Gase, sind ja keine Gasmasken. Sie sind ja auch kaum wirksam gegen Stäube, weil wir ja doch ganz überwiegend nicht durch das Material atmen, sondern dran vorbei. Es bräuchte schon richtige filternde Staubmasken. Kaum ein Mensch würde es lange aushalten, immer durch das Material zu atmen. Dazu fehlen uns die Kräfte in der Atemmuskulatur. Deshalb werden bei der Feuerwehr ja nur die gesündesten, kräftigsten und jungen Männer für die Arbeit unter Atemschutz ausgewählt. Andere können das gar nicht. Ich habe noch keinen Landwirt erlebt, der mit seiner effektiven Staubmaske lange im Stall gearbeitet hat, weil die SUVA/Berufsgenossenschaft das so vorschreibt. Viel mehr als eine Stunde ist gar nicht drin. Das ist mir auch nachvollziehbar. Das hat nichts mit Nachlässigkeit, Faulheit oder Schlimmerem zu tun. Das liegt einfach daran, dass wir nach technischen Gesichtspunkten fordern und der Mensch hat sich gefälligst wie eine Maschine dran zu halten! Wir sind aber keine Maschinen!
Gegen Viren braucht es eine aufnehmende, absorbierende Gewebsschicht vor dem Gesicht. Natürlich wäre eine Gasmaske auch gegen Viren wirksamer. Aber die ist nicht praktikabel. Wir leben ja auch in nicht steriler Luft und sind trotzdem nicht immer krank. Einzelne Erreger in der Luft durch das Atmen werden nicht immer gleich zu Ansteckungen führen oder bedürfen längerer Exposition bis es tatsächlich zu einer Infektion kommt. Tröpfchen tragen eine hohe Anzahl von Erregern. Die Exposition müssen wir mit hoher Dringlichkeit vermeiden. Das ist mit dickerem und dichterem Gewebe vor dem Gesicht durchaus gegeben, auch wenn wir nicht durch das Gewebe atmen, sondern dran vorbei. Und denken wir daran, die Ausbreitung einer Pandemie zu verhindern oder diese nun mit viel mehr Aufwand wieder einzudämmen, braucht keine 100 % Verhinderung von Ansteckung. Da reichen 80 oder 90 % auch, aber bei einem möglichst grossen Anteil der Bevölkerung. Sie erreichen genau das Gegenteil.
Die „Chirurgischen Gesichtsmasken“ sind wirklich eine Tortur, wenn man sie lange oder den ganzen Tag vor der Nase tragen muss. Ich kann inzwischen verstehen, wenn die meisten Menschen sich dadurch wirklich gestört fühlen und sie meiden, wo sie können. Im Grunde geht es mir nicht anders. Das ist es, was zur Erschöpfung der Bevölkerung führt.
Man hat sehr wissenschaftlich gehandelt, hat einfach die „Chirurgischen Gesichtsmasken“ auf die Pandemiesituation übertragen und gekauft und verpflichtend gemacht. Hat man denn überhaupt wissenschaftlich untersucht, wie man am besten eine weltweite Pandemie mit Gesichtsmasken verhindert? Wie müssten solche Masken beschaffen sein? Hat man nicht höchst unwissenschaftlich einfach eine OP-Maske in einen anderen Nutzungsbereich übertragen, ohne vorher wissenschaftlich die beste Wirksamkeit zu erforschen? Dann sollten wir uns auch darüber klar sein, dass wir völlig unwissenschaftlich handeln, auch wenn Experten und Infektiologen dies so empfehlen. Auch Wissenschaftler sind Menschen und mit ihren „wissenschaftlichen Scheuklappen“ unwissenschaftlich fixiert. Wie oft erlebe ich das in der Medizin. Lassen Sie uns kritischer werden im Glauben an Experten und in der Vorgabe von Massnahmen. Technisch wirksam heisst noch lange nicht menschlich wirksam, wenn nicht oft sogar das Gegenteil.
Was ich allerdings von Anfang an vermisst habe, ist die Kooperation zwischen Regierung und Bevölkerung. Ist es wirklich einer aufgeklärten Gesellschaft angemessen, dass eine demokratisch gewählte Regierung mit dem Volk im Wesentlichen über Gesetzeswerke kommuniziert? Wir hätten zu Beginn sehr schnell genug Gesichtsmasken selber nähen können, so dass ein Engpass mit den maschinell hergestellten hätte gar nicht auftreten müssen. Die sinnvolle Handhabung von Gesichtsmasken hätte eigentlich an jeder Strassenecke demonstriert werden können und müssen. Noch heute werden doch weit mehr als die Hälfte der Gesichtsmasken in einer Weise getragen, dass sie den Virus gerade zur Verbreitung einlädt.
Das Dumme an Gesetzen ist auch, je strikter und je mehr, desto mehr Abwehr erzeugen sie bei den Betroffenen, vor allem bei den Männern.
Wenn ich inzwischen die Länge der Corona-Verordnungen sehe – und das Corona-Problem haben wir nun gerade erst einmal ein guten halbes Jahr, dann ist es schon erstaunlich, wie das mit einem freien Volk zu vereinbaren ist. Es stimmt leider, dass wir als Volk sehr dumm sind. Das Tragen von Gesichtsmasken und wie es gehandhabt wird in dieser Situation zeigt, wie dumm wir sind. Werden wir durch immer mehr blindes Gehorchen auf Regeln und Gesetze von oben schlauer?
Wenn eine Regierung sein Volk tüchtiger, widerstandsfähiger, freier, nachdenklicher machen will, dann werden Regeln und Gesetze vermutlich eher ungeeignete Massnahmen sein. Ist Ihnen das nicht nachvollziehbar?
Zum Schluss bitte ich Sie noch einmal, meine Ausführungen nicht als Kritik im üblichen Sinne aufzufassen, sondern als Versuch, die Ergebnisse Ihrer harten Arbeit mit der Realität meines Lebens und Arbeitens mit leidenden Menschen, wenn schon nicht in Übereinstimmung zu bringen, so aber doch bewusst zu machen. Vielleicht gelingt uns dann bei der nächsten Pandemie doch ein wohl durchdachteres und begründeteres Vorgehen?
Übrigens noch ein Gedanke zum Nachdenken:
Intuitiv gehen wir davon aus, dass unser Leben eine Linie ist, gerade oder manchmal sogar logarithmisch oder exponentiell. Wir machen unsere Welt immer besser, indem wir alles immer detaillierter, genauer, bürokratischer, geprüfter, gleicher … machen. Herr Gauss hat vor vielen Jahren entdeckt, dass die dem Leben angemessenere Linie wahrscheinlich die nach ihm benannte Kurve ist. Je länger ich meine Umwelt und mich beobachte und darüber nachdenke (nun schon eine grössere Anzahl von Jahren), desto mehr merke ich, wie Recht er doch hat. Sie kennen die Gausskurve? Richtig. Das Optimum liegt nicht in der Spitze, sondern in der Mitte. Falls Sie das in den nächsten Jahren in Ihrem Leben durchdenken, Ihres und das Leben von Anderen beobachten und Ihr Handeln danach ausrichten, wird sich Ihre Sicht von Gott und der Welt dramatisch ändern, vermutlich realitätsnaher werden. Das wünsche ich Ihnen und mir auch.
Freundliche Grüße
W. Flade
Antwort des BAG: Besten Dank. Wir haben Ihre Ausführungen zur Kenntnis genommen.
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5. Dez. 2020
Bundesamt für Gesundheit BAG
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Betr.: Gesichtsmasken.
Sehr geehrte Damen und Herren
Als Pneumologe bin ich nun jeden Tag mit Kranken konfrontiert und erlebe ich die Auswirkungen des Virus und die Auswirkungen der Eindämmungsmassnahmen.
Ich hatte Ihnen ja schon am Ostersonntag und auch am 20. September meine Ideen dazu zukommen lassen und Sie haben sie „zur Kenntnis genommen“.
Es ist sicher nach wie vor so, dass die Gesichtsmasken eine der wichtigsten Massnahmen im Kampf gegen oder heute besser in der Abwehr (denn gewonnen hat ja der Corona-Virus und nicht wir) von Corona-Viren sind. Da gibt es die maschinell hergestellten und technisch geprüften Masken. Sie sind dann zertifiziert und genügen den technischen Anforderungen. Ob sie damit aber in Kombination mit den lebenden Menschen, also uns, so wirksam sind, steht ja bekanntlich auf einem ganz anderen Blatt.
Jeden Tag habe ich inzwischen Anfragen, Bitten, Aufforderungen und Forderungen nach Zeugnissen, damit Menschen die Gesichtsmasken nicht tragen müssen. Anfangs waren viele dabei, die einfach keine Lust dazu hatten. Inzwischen sind es viele Menschen, die wirklich Beschwerden unter den Masken haben, die eigentlich auch einsehen, dass es besser ist, sie tragen die Maske, die aber einfach unter den Masken leiden.
Es gibt zunehmend Menschen, die von den Masken Kopfschmerzen bekommen, die Atemprobleme bekommen, die Kreislaufreaktionen bekommen, die Hautprobleme bekommen und natürlich eine absolute Aversion gegen die Masken.
Spezifisch als Pneumologe werde ich von den Asthmatikern angegangen. Sie leiden unter der Maske mehr an Chrott/Fremdkörpergefühl im Hals, mehr an Husten und Schleimbildung und in der Folge nicht wenige auch mehr an Atemnot. Das haben oft auch Asthmatiker, die nur ein leichtes Asthma haben, die bisher gar nicht behandelt haben oder nur geringe Therapie brauchten und die sonst völlig gesund, jung und fit sind. Zunehmend sind es Schüler mit Problemen in der Schule. Für alle diese Patienten habe ich bisher kein Zeugnis ausgestellt. Ich halte das einfach nicht für angemessen.
Die Begründung, unter der Maske bekämen sie zu wenig Sauerstoff, halte ich für völlig unbegründet. Der Totraum hinter den Masken ist so gering, dass er die Sauerstoffaufnahme nur marginal beeinträchtigt. Diesen Grund lasse ich bei meinen Patienten nicht gelten. Andere geben an, Angst vor Ansteckung durch Keime in den Masken zu haben. Auch diese Begründung sticht nicht, da wir die Masken ja allenfalls einen Tag lang, wenn nicht deutlich kürzer benutzen und dann entweder vernichten oder auskochen.
Was ich aber für sehr wahrscheinlich halte, ist, dass die Ausatemluft ja Feuchtigkeit enthält, die dann beim Ausatmen im Gewebe der Maske gespeichert wird (gleichfalls auch die Wärme der ausgeatmeten Luft) und beim anschliessenden Einatmen wieder an die Luft abgegeben wird. Das verursacht ein Gefühl von verbrauchter Luft, die eingeatmet wird. Dieses Gefühl im Gespräch zu entkräften, gelingt mir schwer. Sehr wahrscheinlich ist es auch die feuchte Wärme, die bei meinen Asthmatikern den Reiz im Hals und teilweise sogar die Verschlechterung des Asthmas verursacht.
Wenn Asthmatiker (aber sicher auch schon manche gesunde Menschen) während eines ganzen Arbeitstages die Maske tragen müssen, dann überfordert das bei so manchem auch die Kraft und Leistung der Atemmuskulatur. In den Atemmuskeln haben wir nämlich längst nicht so viel Kraft, wie wir annehmen.
Ganz neu ist, dass Menschen mit zunehmenden Hautreaktionen im Gesicht zu uns kommen. Diese Hautreaktionen können allergisch bedingt sein, werden aber sehr wahrscheinlich viel häufiger durch die entstehende „feuchte Kammer“ hinter der Maske verursacht sein. Das muss zu Hautreizungen, Entzündungen und ähnlichem führen. Es wäre verwunderlich, wenn nicht.
Wir hatten ja schon im März mit Gesichtsmasken getestet, in der Hoffnung, dass alle Welt innerhalb weniger Tage Gesichtsmasken tragen könnte und deshalb waren die damals so einfach wie möglich und schnell und leicht selbst herzustellen. In der Zwischenzeit habe ich entdeckt, dass diese Masken ganz andere Vor- und Nachteile haben, die zu bedenken hilfreich und interessant ist.
Diese Masken waren und sind eigentlich keine Masken, sondern Gesichtsvorhänge. Sie sind oben hinter den Ohren oder hinter dem Kopf gebunden, fallen nach unten locker ab und lassen einen freien Raum zwischen der Maske und dem Gesicht. Sie liegen vor allem auf der Nase auf und unter den Augenlidern. Sonst ist der Hautkontakt nur gering. Der Vor- und Nachteil ist, dass man nicht durch das Gewebe atmen muss, sondern frei nach unten weg atmen kann. Das führt dazu, dass keine Atemwegswiderstandserhöhung auftritt, dass keine feuchte Kammer und kein Totraum entstehen, dass die Luft kaum angefeuchtet und kaum angewärmt wird und daher weitgehend als frische Luft in unsere Lungen kommt.
Gegen Tröpfchen-Infektion, zumindest wenn man die Masken etwas weiter nach unten reichen lässt und nicht zu kurz schneidet, werden diese Textilmasken nicht schlechter abschneiden als maschinell hergestellte und technisch geprüfte und certifizierte. Natürlich dürfen sie nicht zu dünn (z.B. einlagig) sein, aber das müssen sie ja auch gar nicht, wenn man nicht durch das Gewebe atmen muss.
Bei der Abwehr von Aerosolen müssen die Gesichtsvorhänge schlechter abschneiden als die weitgehend vollständig geschlossenen Masken. Das ist ein klares Manko. Wenn wir dem aber entgegen halten, dass die certifizierten und eng anliegenden Masken sehr viele Menschen zu häufiger Berührung der Aussenfläche und damit Infektionswahrscheinlichkeit verleiten (sei es wegen Kitzelns, wegen zwischenzeitlicher Erleichterung des Atmens, wegen Verrutschens und vieler anderer Gründe), dann stellt sich die Frage, ob certifiziert und damit als „sehr gut“ eingeschätzt nicht unter Umständen in der Alltagswirkung bzw. Pandemieabwehr im menschlichen Gebrauch nur „gut“ oder „mittelmässig“ ist und natürlich auch umgekehrt.
Gesichtsvorhänge sind bei sportlichen Betätigungen leichter zu tolerieren. Sie behindern sehr viel weniger als dichte Masken. Asthmatiker können sie besser aushalten als dicht schliessende Masken. Menschen mit Hautveränderungen im Gesicht werden Textilvorhänge meist ohne Probleme tragen können.
Ich nehme an, dass wir bald bei 20 % Anteil der Bevölkerung liegen werden, die Probleme mit den eng anliegenden Gesichtsmasken haben. Gesichtsvorhänge sind aber allemal wirkungsvoller als Zeugnisse, dass die entsprechenden Personen vom Tragen von Gesichtsmasken befreit sind. Der Virus wird die Zeugnisse ja wahrscheinlich nicht lesen können um dann einen weiten Bogen um diese Personen zu machen. Wir werden uns ja nun auf einen Langzeitgebrauch der Masken einstellen dürfen und müssen.
Interessant und nachdenkenswert halte ich an dieser Stelle auch die Tatsache, dass für viele Bürger gar nicht der Corona-Virus der Gegner oder Verursacher der Einschränkungen ist, sondern die jeweilige Administration, Behörden und Regierungen. Mir scheint, fast alle verkennen die Tatsachen, sowohl in leitender Funktion wie an erleidender Stelle.
Freundliche Grüße
W. Flade
Antwort des BAG: Automatische Antwort: Besten Dank. Wir bekommen so viele mails. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir sie nicht alle beantworten können und dann kommt ein langer Abriss über alles Mögliche im Zusammenhang mit Covid 19.

 

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